Künstliche Intelligenz- und Technologieunternehmen sind im zweiten Quartal 2026 maßgeblich für die Nachfrage nach Büroflächen in Manhattan verantwortlich. Diese Entwicklung trägt dazu bei, den nach der Pandemie entstandenen Überhang an Untermietflächen in der Stadt abzubauen. Dies geht aus vorläufigen Daten von JLL hervor.
Das Untermietinventar in Manhattan ist unter 11 Millionen Quadratfuß gefallen. Dies stellt einen deutlichen Rückgang gegenüber dem Höchststand von etwa 23 Millionen Quadratfuß Ende 2022 dar. JLL führt diesen Rückgang auf die gestiegene Leasingaktivität von KI-Unternehmen zurück, obwohl auch Anwaltskanzleien im Jahr 2026 bisher eine beträchtliche Menge an Flächen angemietet haben.
Steigende Mietaktivität im Technologiesektor
Bislang haben KI-Firmen in diesem Jahr 21 Mietverträge über insgesamt 719.200 Quadratfuß in Manhattan abgeschlossen. Diese Zahl ist auf dem besten Weg, den Vorjahreswert von 845.000 Quadratfuß zu überschreiten. Rund 70 Prozent der unterzeichneten Mietverträge entfielen auf den Midtown South Markt, der sich zu einem 'Tech- und Innovationszentrum' der Stadt entwickelt.
- —Die KI-Vertriebsplattform Clay mietete im März 163.095 Quadratfuß am 11 Madison Avenue.
- —Die KI-gesteuerte Werbefirma Agentio bezog im März 20.000 Quadratfuß am 295 Fifth Avenue.
Jamie Katcher, Executive Managing Director bei JLL, äußerte sich zur Marktentwicklung: „Der Büromarkt in Manhattan gewann im zweiten Quartal an Dynamik, da sich die Nachfrage weiterhin auf hochwertige Flächen konzentrierte.“ Er ergänzte, dass die schnelle Absorption des Untermietüberhangs die bemerkenswerteste Entwicklung sei. „Das Wachstum von KI-Firmen, sowie von Finanzdienstleistungsunternehmen und Anwaltskanzleien, treibt langfristige Mietentscheidungen voran. Gleichzeitig ziehen Eigentümer verfügbar gewordene Untermietflächen zunehmend zurück, um Direktverträge zu wesentlich höheren Mieten abzuschließen.“
Marktindikatoren zeigen deutliche Erholung
Die Gesamtverfügbarkeit von Büroflächen in ganz Manhattan sank laut JLL-Daten im Quartalsvergleich um 50 Basispunkte auf 12,7 Prozent. Im zweiten Quartal waren somit etwa 2 Millionen Quadratfuß weniger Flächen verfügbar als in den ersten drei Monaten des Jahres. Allein im Juni erreichte das gesamte Leasingvolumen im Stadtbezirk 1,1 Millionen Quadratfuß, während seit Jahresbeginn 17 Millionen Quadratfuß vermietet wurden. Die durchschnittliche Angebotsmiete für Büroflächen in Manhattan lag im zweiten Quartal bei $84.23 pro Quadratfuß.




