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Kalifornische Wähler entscheiden über Erschwerung lokaler Steuergenehmigungen

Kalifornische Wähler werden im November über eine Maßnahme abstimmen, die die Genehmigung bestimmter lokaler Steuern erschweren könnte, was Auswirkungen auf Immobilienprojekte und die Finanzierung von Dienstleistungen hat.

Kalifornische Wähler entscheiden über Erschwerung lokaler Steuergenehmigungen

Kalifornische Wähler werden im November entscheiden, ob es für Städte schwieriger werden soll, lokale Steuern, ähnlich der dreijährigen „Mansion Tax“ Measure ULA in Los Angeles, per Abstimmung zu erheben. Die Gesetzgeber des Bundesstaates haben am Donnerstag eine Maßnahme verabschiedet, die vorschlagen würde, dass bestimmte Sondersteuern die Unterstützung von zwei Dritteln der Wähler erhalten müssen, anstatt einer einfachen Mehrheit.

Das neue Abstimmungsvorhaben ist jedoch schlanker als eine frühere Kampagne, da es bereits genehmigte Steuern beibehält, die zuvor mit einfacher Mehrheit bestanden wurden, einschließlich der ULA-Übertragungssteuer von L.A. auf gewerbliche Immobilientransaktionen. Die Maßnahme würde bereits genehmigte Steuern nicht aufheben.

Hintergrund und Auswirkungen von Measure ULA

Die neuen Bestimmungen stellen einen Kompromiss zwischen demokratischen Gesetzgebern und Steuergegnern dar. Zu letzteren zählt die Howard Jarvis Taxpayers Association, die eine umfassendere landesweite Maßnahme zur Rücknahme lokaler Steuerbefugnisse unterstützt hatte. Die Wähler in L.A. genehmigten Measure ULA im Jahr 2022, und sie hat sich zu einer der meistbeachteten und kontroversesten Steuerpolitiken des Landes entwickelt. Obwohl als „Mansion Tax“ bezeichnet, gilt sie für alle Immobilientransaktionen und erhebt eine Steuer von 4 Prozent auf Immobilienverkäufe über 5,3 Millionen Dollar und eine Steuer von 5,5 Prozent auf Verkäufe von 10,6 Millionen Dollar oder mehr.

Measure ULA hat bislang etwa 1,2 Milliarden Dollar für den Bau von bezahlbarem Wohnraum, Mietbeihilfen für Mieter, Bildung und Räumungsschutz eingebracht – weniger als die Hälfte der bis Anfang 2026 prognostizierten 2,7 Milliarden Dollar. Im vergangenen Monat berichtete die RAND Corporation jedoch, dass ULA hochvolumige Transaktionen in der Stadt L.A. um 31 Prozent reduziert und die Produktion großer Mehrfamilienhäuser um 30 Prozent gesenkt hat. Der Stadtrat von L.A. hat kürzlich einen Entwurf verabschiedet, der neu gebaute Mehrfamilienhäuser, die innerhalb von 10 Jahren nach Fertigstellung verkauft werden, von der Steuer befreit.

Debatte über Genehmigungsschwellen

Steuergegner argumentieren, dass Measure ULA ein Schlupfloch im Steuerrecht des Bundesstaates aufgedeckt hat: Gemäß Proposition 218 erfordern Sondersteuern eine Zweidrittelmehrheit, wenn sie von einer Regierungsbehörde zur Abstimmung gestellt werden. Bürgerinitiativen zur Steuererhebung konnten jedoch mit einfacher Mehrheit verabschiedet werden. Die November-Maßnahme würde eine Zweidrittel-Anforderung für bestimmte lokale Steuererhöhungen einführen, die aus Bürgerinitiativen stammen.

Städte und lokale Regierungen werden voraussichtlich gegen die Änderung opponieren. Sie warnen, dass eine höhere Schwelle die Finanzierung von Wohnraum, Verkehr, Schulen, Infrastruktur und öffentlichen Dienstleistungen erschweren würde. Die Maßnahme könnte zukünftige Übergangssteuern, Grundstückssteuern und andere lokale Einnahmemaßnahmen umgestalten, die sich auf Immobilienwerte, Entwicklungskosten und Transaktionsaktivitäten auswirken. Kalifornische Wähler werden außerdem über einen separaten Vorschlag abstimmen, der eine einmalige 5-Prozent-Steuer auf Milliardäre vorsieht, um Kürzungen im Bundesgesundheitswesen auszugleichen.

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