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Studie beleuchtet Zuversicht und Sorgen junger Menschen in Deutschland

Eine aktuelle Studie des Verbands der Privaten Bausparkassen zeigt, dass junge Menschen in Deutschland trotz Krisenzeiten mehrheitlich zuversichtlich in ihre Zukunft blicken, jedoch von verschiedenen Sorgen, darunter Altersarmut und die Verfügbarkeit von Wohneigentum, begleitet werden.

Studie beleuchtet Zuversicht und Sorgen junger Menschen in Deutschland

Der Verband der Privaten Bausparkassen hat im Rahmen seiner Veranstaltungsreihe „Wortwechsel“ in Berlin die neue Studie „Generation Zuversicht – Wünsche und Zukunftserwartungen der jungen Generation“ vorgestellt. Die repräsentative Befragung, an der 1.001 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 16 bis 24 Jahren teilnahmen, offenbart eine mehrheitliche Zuversicht in die persönliche Zukunft trotz anhaltender Krisen. 59 Prozent der Befragten äußerten sich zuversichtlich; fast zwei Drittel sind überzeugt, dass Leistung und Anstrengung zu einer besseren persönlichen Zukunft beitragen können.

Christian König, Hauptgeschäftsführer des Verbands der Privaten Bausparkassen, konstatierte, die junge Generation sei leistungsbereit und wünsche sich die Gestaltung des eigenen Lebens sowie die Übernahme von Verantwortung. Er betonte die Bedeutung, aus Leistung echte Perspektiven wie sozialen Aufstieg, Sicherheit, Vorsorge und ein selbstbestimmtes Leben entstehen zu lassen, um diese Zuversicht zu erhalten.

Sorgen und politische Interessen

Die Studie deckt zugleich ein signifikantes Maß an Unsicherheit auf. Zu den Hauptsorgen der jungen Generation zählen die wachsende Kriegsgefahr, die wahrgenommene Überforderung politischer Institutionen, unsichere Renten, die Klimakrise, zunehmende soziale Ungleichheit und die Gefährdung der Demokratie durch Rechtsextremismus. Insbesondere die Sorge vor finanzieller Unsicherheit im Alter ist ausgeprägt: Zwei Drittel der Befragten befürchten, dass ihre spätere Rente oder Rücklagen im Alter nicht ausreichen werden. Bei jungen Frauen liegt dieser Anteil bei 72 Prozent.

Herr König wies darauf hin, dass die Politik diese Sorge vor Altersarmut ernst nehmen müsse. Er forderte verlässliche Möglichkeiten für junge Menschen, frühzeitig Vermögen aufzubauen und privat vorzusorgen. Hierbei könne Wohneigentum einen bedeutenden Baustein darstellen, da mietfreies Wohnen im Alter finanzielle Sicherheit und Handlungsspielraum schaffe.

Der Wunsch nach Wohneigentum und Unabhängigkeit

Ein starker Wunsch nach Sicherheit und Selbstbestimmung manifestiert sich beim Thema Wohnen. 82 Prozent der jungen Menschen streben danach, zukünftig im eigenen Zuhause zu leben. Lediglich 9 Prozent präferieren dauerhaft das Wohnen zur Miete. Die Befragten nannten Unabhängigkeit, Sicherheit und Gestaltungsfreiheit als primäre Motive für Wohneigentum. Finanzielle Aspekte wie Kapitalanlage oder Altersvorsorge spielen zwar eine Rolle, sind jedoch nicht die vordersten Beweggründe.

Herr König erläuterte, dass Wohneigentum für junge Menschen mehr als ein Anlageobjekt darstellt; es symbolisiere Unabhängigkeit, Stabilität und persönliche Freiheit. Er warnte davor, dass Wohneigentum zu einer Frage der Herkunft werde, wenn es nur noch über große Erbschaften oder erhebliche familiäre Unterstützung realisierbar sei.

Politisch zeigt sich die junge Generation engagiert: 70 Prozent der Befragten haben ein starkes oder sehr starkes Interesse an Politik, in Ostdeutschland sind es sogar 84 Prozent. Während drei Viertel der Befragten mit der im Grundgesetz verankerten Vorstellung von Demokratie zufrieden sind, äußern sich viele kritisch zur politischen Praxis. Nur die Hälfte ist mit der tatsächlichen Funktionsweise der Demokratie zufrieden. Mehr als 90 Prozent stimmen der Aussage zu, dass die Interessen junger Generationen von der Politik zu wenig berücksichtigt werden. Dies erfordere laut Herrn König konkrete Entscheidungen in Bereichen wie Bildung, bezahlbarem Wohnen, Altersvorsorge und den Chancen auf Eigentumsbildung, um Vertrauen zu schaffen.

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