Die Bauarbeiten für das neue regionale Paketzentrum in Frauenfeld haben offiziell begonnen. Diese Investition der Post zielt darauf ab, den Logistikknotenpunkt im Kanton Thurgau nachhaltig zu stärken. Das Vorhaben ist eine Reaktion auf die kontinuierlich steigenden Paketmengen, um die zuverlässige Zustellung in der Ostschweiz sowie landesweit sicherzustellen. Die Post reagiert mit dieser strategischen Maßnahme auf die Anforderungen des Wachstums im Online-Handel und die damit verbundene erhöhte Nachfrage nach effizienten Logistiklösungen.
Johannes Cramer, Leiter Logistik-Services der Post, unterstrich anlässlich des Spatenstichs das Bekenntnis zur Region und die langfristige Investition in das Kerngeschäft der Logistik. Die Gesamtinvestition für den Neubau beläuft sich auf 200 Millionen Schweizer Franken. Im Zuge dieses Projekts sollen zudem rund 220 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.
Synergien und Standortvorteile
Das Grundstück für das neue regionale Paketzentrum wurde von der Post im Baurecht erworben. Ein wesentlicher Vorteil der gewählten Lage ist die unmittelbare Nähe zum bestehenden nationalen Paketzentrum. Diese Konstellation ermöglicht die Nutzung wichtiger Synergien zwischen beiden Einrichtungen. Das Paketzentrum Frauenfeld verfügt bereits über eine Anbindung an das Schienennetz, was auch dem neuen Zentrum zugutekommen wird. Die Post nutzt die Bahnverbindung primär für den internen Pakettransport zwischen den verschiedenen großen Paketzentren in der Schweiz.
Die Fertigstellung und Inbetriebnahme der Fördertechnik des neuen Zentrums wird vor Weihnachten 2029 erwartet. Nach seiner vollständigen Inbetriebnahme wird das regionale Zentrum die Kapazität besitzen, bis zu 12.000 Pakete pro Stunde zu sortieren. Diese Leistungsfähigkeit ist von Bedeutung im Kontext der geplanten Modernisierung und Sanierung der nationalen Paketzentren in Härkingen (SO), Daillens (VD) und Frauenfeld (TG) in den kommenden 10 bis 15 Jahren, welche jeweils über 25 Jahre alt sind. Das neue Sortierzentrum soll während der Umbauphasen das bestehende Paketzentrum in Frauenfeld teilweise ersetzen und nach dessen Sanierung dessen Leistungsfähigkeit ergänzen.
Kundenorientierte Zustellung und Prozessoptimierung
Gleichzeitig mit dem Ausbau der Infrastruktur optimiert die Post ihre Zustellungsprozesse. Kunden erhalten über die Post-App die Möglichkeit zur Echtzeit-Verfolgung ihrer Pakete. Dies umfasst eine Benachrichtigung am Vortag der Zustellung mit einem geschätzten Zeitfenster von zwei bis vier Stunden. Am Zustelltag erfolgt eine weitere Präzisierung des Zeitfensters auf 40 bis 90 Minuten. Bei signifikanten Verzögerungen erhalten die Kunden ebenfalls eine entsprechende Meldung. Kurz vor der tatsächlichen Zustellung wird ein Link zur Verfügung gestellt, der eine minutengenaue Paketverfolgung ermöglicht.
- —Investitionssumme: 200 Millionen CHF
- —Geschaffene Arbeitsplätze: ca. 220
- —Sortierkapazität: bis zu 12.000 Pakete pro Stunde
- —Inbetriebnahme: vor Weihnachten 2029




