Nach Analysen von Aengevelt Research erreichte der Büromarkt Magdeburg im Jahr 2025 einen Flächenumsatz von rund 18.800 m², was einem Anstieg von 54 % gegenüber dem Vorjahr (2023: 12.200 m²) entspricht. Dieser Wert liegt jedoch noch rund 18 % unter dem Zehnjahresmittel von etwa 22.900 m² pro Jahr (Durchschnitt 2015-2024). Die positive Entwicklung im Jahr 2025 ist maßgeblich auf die ersten vier Monate zurückzuführen, in denen rund 9.500 m² umgesetzt wurden. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum (Januar bis April 2024) waren es rund 6.000 m².
Drei Großabschlüsse über jeweils 1.000 m², welche zusammen über 6.000 m² umfassten, trugen 2025 wesentlich zu diesem Ergebnis bei. Für das Jahr 2026 prognostiziert Aengevelt Research einen stabilen Büroflächenumsatz von etwa 18.000 m². Das erste Halbjahr 2026 zeigt sich mit einem prognostizierten Umsatz von rund 8.000 m² als moderater im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 (rund 10.000 m²). Frau Annett Lorenz-Kürbis, Niederlassungsleiterin Aengevelt Magdeburg, stellte fest, das Marktgeschehen sei – abgesehen von einzelnen Großabschlüssen – primär von kleinteiliger Nachfrage charakterisiert.
Entwicklung der Angebotsreserve und Flächenfertigstellungen
Die kurzfristig verfügbare Angebotsreserve in Magdeburg, die innerhalb von drei Monaten bezugsfertig ist, verzeichnete einen Rückgang auf aktuell rund 52.000 m². Dies bei einem Gesamtbestand von etwa 1,08 Millionen m² Bürofläche einer Leerstandsquote von rund 4,8 % (Anfang 2025: 5,1 %). Für Ende 2026 prognostiziert Aengevelt Research erstmals wieder eine leicht ansteigende Angebotsreserve von etwa 55.000 m². Gründe hierfür sind Optimierungen und Reduzierungen von Flächen bei Bestandsmietern infolge neuer Bürokonzepte. Dies wird voraussichtlich den Leerstandsanteil in Bestandsimmobilien erhöhen, während Neubauprojekte in zentralen Lagen weiterhin auf entsprechende Vorvermietungsquoten angewiesen sind.
Die Flächenfertigstellungen zeigten eine deutliche Dynamik. Nach hohen Volumina in den Jahren 2020 (12.500 m²) und 2021 (21.000 m²) sanken diese in den Jahren 2022 (5.500 m²), 2023 (2.000 m²) und 2024 (1.000 m²). Im Jahr 2025 stieg das Fertigstellungsvolumen markant auf rund 24.000 m², wobei das neue Verwaltungsgebäude der AOK Sachsen-Anhalt mit etwa 15.000 m² Brutto-Grundfläche einen Großteil ausmachte. Das Fertigstellungsvolumen 2025 übertrifft das Dekadenmittel (Durchschnitt 2015-2024: 6.400 m² pro Jahr) signifikant. Für 2026 wird wieder ein deutlich reduziertes Fertigstellungsvolumen von etwa 1.000 m² erwartet.
Mietpreisentwicklung in Magdeburg
Das Mietpreisniveau in Magdeburg zeigte innerhalb des letzten Jahres eine Aufwärtsentwicklung. Die gewichtete Spitzenmiete ist auf aktuell 15,20 EUR/m² gestiegen (Anfang 2025: 14,80 EUR/m²). Auch die mittlere Miete in Citylagen erhöhte sich von 11,70 EUR/m² auf rund 12,60 EUR/m². Aufgrund der primär auf moderne Büroflächen in zentralen Lagen ausgerichteten Nachfrage und der begrenzten Verfügbarkeit entsprechender Bestandsflächen prognostiziert Aengevelt für 2026 einen weiteren leichten Anstieg der Spitzenmiete auf rund 16,00 EUR/m². Frau Lorenz-Kürbis merkte hierzu an, das Niveau von bis zu 19,00 EUR/m² sei erst in zukünftigen Neubauprojekten in der City realisierbar.




