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Alois Müller Gruppe expandiert international mit strategischer Akquisition in Dänemark

Die Alois Müller Gruppe, ein führender Anbieter im Bereich Energie- und Gebäudetechnik, hat ihren Geschäftsbereich durch die Übernahme von Niedertemperatur-Energielösungen des dänischen Spezialisten Aalborg CSP erstmals auf internationale Märkte ausgeweitet.

Alois Müller Gruppe expandiert international mit strategischer Akquisition in Dänemark

Die Alois Müller Gruppe mit Hauptsitz in Ungerhausen, ein Familienunternehmen mit 1.100 Mitarbeitenden und 16 Niederlassungen in Deutschland, hat einen strategischen Schritt zur internationalen Expansion unternommen. Durch die Akquisition des Geschäftsbereichs für Niedertemperatur-Energielösungen des dänischen Unternehmens Aalborg CSP weitet die Gruppe ihre Aktivitäten erstmals über die deutschen Grenzen hinaus aus. Diese Technologien gelten als zentral für die Transformation im Energie- und Wärmesektor.

Mit der Gründung von aalborg hc systems und der Ansiedlung in Aalborg, der viertgrößten Stadt Dänemarks, erweitert die Alois Müller Gruppe ihre Präsenz auf internationale Märkte. Dies stellt in der über 50-jährigen Unternehmensgeschichte eine gezielte Neuausrichtung dar. Andreas Müller, geschäftsführender Gesellschafter der Alois Müller Gruppe, bezeichnete die Übernahme als einen der strategisch bedeutendsten Schritte für das Unternehmen. Er betonte, dass damit ein Know-how-Vorsprung bei der Planung und Realisierung regenerativer Energielösungen gesichert werde. Angesichts der Tatsache, dass in Deutschland der Energiebedarf weiterhin zu einem Großteil durch fossile Brennstoffe gedeckt wird, sieht Müller ein erhebliches Potenzial für grüne Lösungen im Kontext der Wärmewende, die nach seiner Einschätzung die nächsten 20 bis 30 Jahre prägen wird. Andreas Müller ist gemeinsam mit Jes Donneborg, einem ehemaligen Vice President von Aalborg CSP, Geschäftsführer der neu gegründeten Aalborg Heating & Cooling Systems ApS.

Spezialisierung auf Wärmeprojekte und saisonale Speicherung

Jes Donneborg und sein 20-köpfiges Team verfügen über Expertise im Bereich von Niedertemperaturlösungen. Sie haben europaweit mehr als 25 Großprojekte im Segment industrieller Fernwärmenetze realisiert. Hierbei wurden verschiedene Technologien zur Wärmeerzeugung eingesetzt, darunter Geothermie-Wärmepumpen, Solarthermie und Biogas-Wärmepumpen, oft in Kombination. Ein wesentlicher Bestandteil des Portfolios von aalborg hc systems sind Erdspeicher zur saisonalen Wärmespeicherung. Diese diffusionsoffenen Abdeckungen für die Speicher wurden von Aalborg von der ehemaligen Arcon Sunmark erworben und patentrechtlich gesichert. Ein Beispiel für diese Technologie ist ein Speichersystem in Langkazi im südlichen Tibet mit einem Volumen von 15.000 Kubikmetern. Dieses System speichert im Sommer überschüssige solare Wärme und speist diese im Winter in das Fernwärmenetz ein, wodurch 90 Prozent des städtischen Wärmebedarfs regenerativ gedeckt werden können.

Jes Donneborg äußerte sich positiv über die Partnerschaft mit der Alois Müller Gruppe und Andreas Müller, den er als Vorreiter im Bereich der grünen Energien in Deutschland bezeichnete. Er hob hervor, dass die Partnerschaft auch eine Zukunftssicherung für seine Mitarbeitenden darstelle. Donneborg, der inzwischen 72 Jahre alt ist, sieht durch die Zusammenarbeit gute Perspektiven für sein Team, die in Dänemark etablierten Kompetenzen auf andere Märkte zu übertragen und die Qualität weiter zu steigern. Dabei profitiere man von der Erfahrung der Alois Müller Gruppe im Anlagenbau.

Marktpotenzial und Erhalt von Unternehmensstandorten

Mit der Marke aalborg hc systems beabsichtigen Donneborg und Müller, ein umfassendes Dienstleistungsspektrum anzubieten. Dies erstreckt sich von der ganzheitlichen Beratung und Entwicklung technologieoffener Fernwärmekonzepte bis zum vollständigen Projektmanagement mit schlüsselfertiger Inbetriebnahme. Andreas Müller prognostiziert, dass das Know-how des dänischen Teams dazu beitragen wird, Marktanteile in Deutschland zu sichern. Darüber hinaus sieht er signifikantes Marktpotenzial für Aufträge in Dänemark, Schweden und Norwegen. Er begründet dies mit den dort hohen Lohnniveaus, wodurch die Alois Müller Gruppe als leistungsfähiger Anlagenbauer wettbewerbsfähig sei. Zusätzliche Aufträge sollen die Auslastung der Fertigungsstandorte in Reichenau (Sachsen) und Ungerhausen gewährleisten. Weiterhin sieht Müller ein Vermarktungspotenzial für mobile Energiezentralen in Skandinavien.

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