Scannell Properties hat ein 23.000 m² großes Brownfield-Grundstück an der 2. Industriestraße in Hockenheim erworben, um dort einen Logistikpark zu entwickeln. Die Arbeiten vor Ort können planmäßig im Juni beginnen, nachdem die Baugenehmigung erteilt wurde. Das Vorhaben sieht die Schaffung von rund 11.400 m² Lagerfläche im Erdgeschoss sowie weiteren 1.800 m² auf einer Mezzanine-Ebene vor. Die Fertigstellung und Bezugsbereitschaft für Mieter sind für das zweite Quartal 2027 geplant.
Das Konzept des geplanten Logisticpark Hockenheim berücksichtigt Flexibilität durch die Möglichkeit zur Teilung der Grundfläche in zwei Einheiten. Diese Einheiten würden 6.100 m² respektive 5.300 m² Lagerfläche, ergänzt durch Büro- und Sozialflächen, umfassen. Die strategische Lage Hockenheims im Dreiländereck Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen, nahe der französischen Grenze, positioniert das Objekt als zentralen Knotenpunkt für nationale wie auch europäische Logistikoperationen.
Standortvorteile und Nachhaltigkeitsbestrebungen
Der Logisticpark Hockenheim profitiert von direkten Anbindungen an die Autobahnen A5, A6 und A61. Diese Konnektivität gewährleistet eine multimodale Erreichbarkeit wichtiger deutscher Metropolen und Wirtschaftsstandorte. Jan Imfeld, Country Head Germany von Scannell Properties, betonte die Bedeutung der Rhein-Neckar-Region als Wirtschafts- und Logistikstandort und verwies auf niedrige Leerstandsquoten sowie eine steigende Nachfrage. Er hob die Zusammenarbeit mit der Stadt Hockenheim hervor, die zur erfolgreichen Umsetzung des Projekts beitrage.
Die Entwicklung umfasst ebenfalls die Errichtung von etwa 1.200 m² modernen Büro- und Sozialflächen sowie naturnahe Aufenthaltsbereiche für die Mitarbeitenden. Ein Fokus liegt auf Nachhaltigkeitsaspekten: Das Dach des Bürogebäudes wird begrünt. Die Dachfläche der Halle des Logisticpark Hockenheim soll vollständig mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet werden, die eine Leistung von circa 1.400 kWp generieren soll. Zusätzliche Maßnahmen wie der Einsatz einer Wärmepumpe, Grauwassernutzung und ein Smart-Metering-System sind vorgesehen, um den CO₂-Ausstoß im operativen Betrieb zu minimieren und Mietern energetische Einsparpotenziale zu eröffnen.
Zum Schutz des angrenzenden Forstes sowie der lokalen Fauna und Flora plant Scannell Properties spezifische Ausgleichsmaßnahmen. Dazu zählen der Bau eines Schwalbenhauses, die Einrichtung einer Eidechsenausgleichsfläche sowie die Schaffung einer Waldschutzzone. Scannell Properties strebt für das Projekt eine DGNB-Gold-Zertifizierung an. Die Transaktion des Grundstücks wurde von der Immolox GmbH aus Frankfurt vermittelt. Die zukünftige Vermarktung der Immobilie erfolgt co-exklusiv durch die Immolox GmbH in Kooperation mit der Projecta Consult für Industrie- und Gewerbeimmobilien GmbH.




