Hotelinvestments behaupten sich als eine gefragte Assetklasse, dies geht aus einer aktuellen Erhebung von mrp hotels hervor. Die Umfrage basiert auf den Einschätzungen von 42 Branchenexperten, darunter Investoren, Asset- und Investment-Manager sowie Sachverständige aus dem Immobiliensektor. Die Ergebnisse zeigen eine positive Einschätzung der langfristigen Aussichten: Etwa 45 Prozent der Befragten erwarten eine Bedeutungszunahme von Hotelinvestments in den kommenden drei Jahren.
Die Attraktivität von Hotels im Vergleich zu anderen Immobiliensegmenten wird unterstrichen: Über 90 Prozent der Teilnehmer sehen Hotelimmobilien als mindestens ebenso attraktiv oder attraktiver an. Martin Schaffer, Geschäftsführer bei mrp hotels, hob hervor, dass Hotelimmobilien als resilienter und zukunftsfähiger Bestandteil institutioneller Portfolios wahrgenommen werden. Er führte weiter aus, dass dabei insbesondere die Faktoren Betreiberqualität, Standortprofil und flexible Nutzungskonzepte in den Fokus rücken.
Etablierung als strategischer Portfolio-Baustein und regionale Dynamik
Für einen Großteil der Umfrageteilnehmer spielen Hotelinvestments bereits eine zentrale Rolle in ihrem Tätigkeitsumfeld; annähernd 70 Prozent bewerten deren Bedeutung als hoch oder sehr hoch. Die Erwartungen für die Zukunft sind ebenfalls mehrheitlich positiv, da rund 45 Prozent der Experten annehmen, dass der Anteil von Hotelinvestments in Immobilienportfolios künftig weiter ansteigen wird. Lediglich ungefähr 14 Prozent erwarten einen Rückgang, während 41 Prozent keine Veränderung antizipieren.
Im Attraktivitätsranking positionieren sich Hotels positiv im Vergleich zu anderen Nutzungsklassen. Obwohl Wohnimmobilien weiterhin als die attraktivste Assetklasse gelten, liegen Hotels, gemeinsam mit Logistikimmobilien, vor Büro- und Einzelhandelsimmobilien. Herr Schaffer interpretierte dies als Beleg für die zunehmende Etablierung von Hotelimmobilien als strategischer Bestandteil diversifizierter Immobilienportfolios.
Die größte Investitionsdynamik für die kommenden zwei Jahre wird in spezifischen Regionen erwartet. An erster Stelle steht Spanien mit 55 Prozent, gefolgt vom Heimatmarkt Deutschland mit 40 Prozent, Italien mit 33 Prozent und Skandinavien mit 29 Prozent. Dies weist auf eine Präferenz für Märkte mit ausgeprägter touristischer Nachfrage und stabilen Wachstumsperspektiven hin. Urbane A-Lagen dominieren weiterhin die Präferenzen der Standorte, da über 83 Prozent der Befragten Metropolen als besonders gefragt erachten. Zugleich gewinnen Ferienregionen und Resorts mit 43 Prozent wieder an Bedeutung, was auf eine stabile Nachfrage im Freizeitsegment hindeutet.
Herausforderungen und Zukunftsperspektiven
Die Umfrageergebnisse verdeutlichen, dass die globale touristische Nachfrageentwicklung mit 60 Prozent und eine stabile Betreiberperformance mit 55 Prozent die wesentlichen Entscheidungstreiber für Hotelinvestments darstellen. Demgegenüber bleibt das Marktumfeld herausfordernd. Über 83 Prozent der Teilnehmer identifizieren das aktuelle Zins- und Finanzierungsumfeld als die größte Belastung. Zusätzlich beeinflussen steigende Baukosten (57 Prozent) und Betreiber-Risiken (45 Prozent) Investitionsentscheidungen maßgeblich. Regulatorische Vorgaben (10 Prozent) und ESG-Anforderungen (5 Prozent) spielen derzeit eine untergeordnete Rolle.
Teilnehmer sehen die höchsten Wachstumspotenziale in Budget-Hotels und Serviced Apartments, jeweils mit 52 Prozent. Diese Segmente profitieren vom gestiegenen Preisbewusstsein der Reisenden und der zunehmenden Nachfrage nach flexiblen und längerfristigen Aufenthaltsmöglichkeiten. Herr Schaffer resümierte, dass der Markt sich vom klassischen Standardprodukt hin zu einem spezialisierten Betreiber- und Konzeptmarkt entwickelt.




