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vdp-Emissionsklima: Leichte Eintrübung, jedoch weiterhin positive Grundstimmung

Die jüngste Umfrage zum vdp-Emissionsklima registriert eine leichte Eintrübung der Marktstimmung für Pfandbriefe und unbesicherte Bankanleihen unter den vdp-Mitgliedsinstituten, obgleich die bewerteten Scores weiterhin im positiven Bereich verbleiben.

vdp-Emissionsklima: Leichte Eintrübung, jedoch weiterhin positive Grundstimmung

Die achte Befragung zum vdp-Emissionsklima unter den Mitgliedsinstituten des Verbandes deutscher Pfandbriefbanken (vdp) zeigt eine leichte Modifikation der Marktstimmung für Pfandbriefe und unbesicherte Bankanleihen. Obwohl eine allgemeine Abschwächung der positiven Entwicklung registriert wurde, verharren alle aggregierten Scores weiterhin im positiven Bereich. Der Score für unbesicherte Bankanleihen reduzierte sich im Juni 2026 auf +16 Punkte, vormalig bei +22 Punkten im Dezember 2025. Analog dazu sank der Score für Pfandbriefe innerhalb der letzten sechs Monate von +14 auf +7 Punkte. Diese Entwicklungen resultierten in einem Rückgang des Gesamt-Scores von +17 auf +11 Punkte.

Starke Nachfrage und Emissionsvolumen bei Pfandbriefen

Trotz der erwähnten tendenziellen Abnahme der Gesamtstimmung verzeichnen die vdp-Mitgliedsinstitute eine robuste Nachfrage nach Pfandbriefen, was sich in einem Teil-Score von +71 Punkten widerspiegelt. Dieser Wert liegt signifikanterweise über den Erwartungen, welche vor sechs Monaten bei +22 Punkten angesetzt wurden. In den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres emittierten die vdp-Mitgliedsinstitute neue Pfandbriefe im Gesamtvolumen von 32,2 Mrd. Euro. Dies stellt eine marginale Steigerung von 2 % gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum dar. Von diesem Volumen entfielen 23,8 Mrd. Euro auf Hypothekenpfandbriefe, ein Anstieg von 6 %, während Öffentliche Pfandbriefe ein Volumen von 8,4 Mrd. Euro aufwiesen, was einem Rückgang von 8 % entspricht. Im Segment der liquiden Pfandbriefe im Benchmark-Format (Volumen ≥ 500 Mio. Euro) wurden in den vergangenen fünf Monaten 20 Mrd. Euro neu platziert, ein Wert, der dem Niveau des Vorjahres entspricht.

Steffen Stachna, Senior Manager im Kapitalmarktbereich des vdp, kommentierte diese Entwicklung, indem er die starke Nachfrage als Beleg für die Krisenresilienz des Pfandbriefs sowie dessen Bedeutung als Funding-Instrument für Emittenten und als qualitativ hochwertiges Investmentprodukt für Investoren hervorhob. Er führte weiter aus, dass die ursprünglich mit dem Iran-Krieg verbundenen, erhöhten Inflationserwartungen und Renditeanstiege lediglich eine temporäre Emissionspause bewirkt hatten. Die Ergebnisse des vdp-Emissionsklimas spiegeln eine gegenwärtig positive Stimmung unter den Kapitalmarktexperten wider, jedoch mit einem leicht gedämpften Ausblick für die bevorstehenden Monate.

Determinanten der künftigen Nachfrage und Zinsentwicklung

Nach den erfolgreichen Absatzergebnissen der ersten fünf Monate dieses Jahres zeigen sich die Experten der Mitgliedsinstitute hinsichtlich der künftigen Nachfrage in den nächsten sechs Monaten spürbar verhaltener, was sich in einem Score von +6 Punkten für Pfandbriefe manifestiert. Dennoch wird weiterhin mit positiven Überzeichnungsergebnissen gerechnet; der entsprechende Score für die kommenden sechs Monate liegt mit +34 Punkten auf einem ähnlichen Niveau wie die gegenwärtige Einschätzung von +37 Punkten. Eine geringfügige Verbesserung des erzielbaren Asset-Swap-Niveaus wird erwartet, mit einem Score von +6 Punkten für die Entwicklung in den nächsten sechs Monaten, gegenüber aktuell -6 Punkten. Als weiterhin restriktiv für die Nachfrage wird der Aufschlag zu Bundesanleihen bewertet, dessen Score für die kommenden sechs Monate bei -38 Punkten liegt, nach aktuell -32 Punkten.

Ein vergleichbares Muster hinsichtlich der Stimmungseintrübung zeigt sich bei unbesicherten Bankanleihen: Während die aktuelle Einschätzung bei +48 Punkten liegt, beträgt der Score für die Nachfrage in den kommenden sechs Monaten +4 Punkte. Die Erwartungen bezüglich der erzielbaren Asset-Swap-Spreads sind in diesem Segment mit +16 Punkten für die nächsten sechs Monate, nach aktuell +40 Punkten, etwas optimistischer als für Pfandbriefe. Die Mehrheit der Befragten (über 60 %) antizipiert für die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen einen leichten Anstieg auf 3 % bis 3,2 % – gegenüber den aktuellen 3 %. Rund 10 % der Experten prognostizieren einen Anstieg auf über 3,2 %, während 30 % von konstanten oder leicht sinkenden Renditen ausgehen. Die allgemeine Zinsentwicklung in den kommenden sechs Monaten wird sich aus Sicht der Experten positiv auf die künftige Nachfrage nach Pfandbriefen und unbesicherten Bankanleihen auswirken.

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