Scope hat die jüngsten Ratings von 7.357 Fonds aktualisiert. Die Analyse ergab 301 Produkte, die eine Heraufstufung erhielten, während 345 Produkte herabgestuft wurden. Besonders hervorzuheben sind dabei Entwicklungen bei einzelnen Fonds, die unterschiedliche Trends im Marktumfeld widerspiegeln.
Ein Rentenfonds mit einem Volumen von nahezu 13 Milliarden Euro, der JPM Income Fund, erreichte erneut die höchste Bewertung. Seine Entwicklung war in den letzten zwei Jahren von deutlichen Schwankungen geprägt: Nach einem anfänglichen B-Rating im Frühsommer 2024 folgte eine Herabstufung auf C. Anschließend verbesserte sich das Rating schrittweise, bis der Fonds für etwa ein halbes Jahr ein A-Rating hielt, bevor es im November 2025 wieder auf B sank. Aktuell wird dieser Rentenfonds wieder mit der Bestnote bewertet. Sein Portfolio besteht zu knapp 50 Prozent aus staatlichen hypothekenbesicherten Anleihen, ergänzt durch Hochzins-Unternehmensanleihen als zweitgrößten Anteil. Die Bonitätsverteilung der Papiere ist breit gefächert, mit nahezu 50 Prozent AAA-Bewertungen und 35 Prozent unter BBB. Der Fonds demonstrierte über fast alle Betrachtungszeiträume sowohl bei der Rendite als auch bei der Volatilität eine überdurchschnittliche Leistung im Vergleich zu seinen Wettbewerbern.
Entwicklung von Mischfonds und Schwellenländeraktien
Eine bemerkenswerte Aufholjagd verzeichnete der Schroder ISF Multi-Asset Growth and Income. Dieser Mischfonds startete im Herbst 2022 mit einem E-Rating und hat sich seither sukzessive auf ein A-Rating verbessert. Das Portfolio ist als ausgewogener globaler Mischfonds mit einem Fokus auf US-Dollar positioniert. Seine herausragende Performance führte zu dieser positiven Bewertung. Über einen Zeitraum von einem Jahr stieg sein Wert um 20,9 Prozent, während die Vergleichsgruppe lediglich 11,5 Prozent erreichte. Auch über drei und fünf Jahre hinweg übertrafen seine Gewinne den Durchschnitt der Konkurrenz. Der Fonds investiert breit gestreut in traditionelle Anleihen, Wandelanleihen und globale Aktien.
Demgegenüber stand der Goldman Sachs EMs Eq Pf Base, ein Produkt für Schwellenländer-Aktien. Dieser Fonds, der vor fünf Jahren noch ein A-Rating besaß, wurde nun auf E herabgestuft. Dieses Beispiel verdeutlicht, dass das Scope-Rating maßgeblich auf mittel- bis langfristiger Performance basiert und ein kurzfristiger hoher Zuwachs, wie die 36,8 Prozent über zwölf Monate (im Vergleich zu 35,1 Prozent der Peergroup), nicht ausreicht. Über fünf Jahre liegt die jährliche Rendite des Fonds mit 4,1 Prozent p.a. deutlich unter den 7,2 Prozent p.a. der Peergroup. Insbesondere die geringe Fähigkeit, die Peergroup in den letzten fünf Jahren zu übertreffen, und ein niedriger Durchschnittsrang führten zur Abwertung. Auch hinsichtlich der Risikobetrachtung zeigte der Fonds keine überzeugende Verfassung.
Marktübersicht und Peergroup-Performance im Juli
Der Monat Juli erwies sich für Anleger mehrheitlich als herausfordernd. Nur 16 der analysierten Fonds-Peergroups schlossen positiv ab, während 76 Verluste verzeichneten. Zu den besten Performern gehörten Rohstofffonds sowie Produkte für britische Aktien, die jeweils um knapp fünf Prozent zulegten. Auffällig war die vergleichsweise stabile Leistung von Dividendenaktien, die ihren Ruf als wertstabilisierender Portfoliobestandteil im Juli bestätigten. Regional betrachtet zeigte Europa die stärkste Entwicklung. Zu den schwächsten Peergroups zählten Aktien aus China und Schwellenländern.
- —Die Branche der Alternativen Energien erlebte im Juli einen Verlust von über zehn Prozent ihres Wertes und setzte den Negativtrend des Vormonats fort.
- —Globale Technologie-Aktienfonds gaben im Juli um mehr als sieben Prozent nach.
- —Fonds für langlaufende Staatsanleihen der Eurozone verzeichneten einen ungewöhnlich starken Rückgang von mehr als drei Prozent, was für festverzinsliche Wertpapiere einen deutlichen Einbruch darstellt.














