Die Anzahl der schwebenden Hausverkäufe in den Vereinigten Staaten ist im Juli gesunken, wie neue Daten der National Association of Realtors (NAR) zeigen. Dieser Rückgang um 2,3 Prozent ist hauptsächlich auf die erhöhten Hypothekenzinsen und die weiterhin rekordhohen Hauspreise zurückzuführen, welche die potenziellen Käufer belasten.
Der Pending Home Sales Index (PHSI), ein Frühindikator für die Aktivität auf dem US-Wohnimmobilienmarkt, sank im Juli auf 77,1 Punkte. Dies stellt einen deutlichen Rückgang gegenüber den revidierten 78,9 Punkten im Juni dar. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete der Index einen noch stärkeren Rückgang von 18,9 Prozent, was die anhaltende Schwäche des Marktes unterstreicht.
Regionale Unterschiede und Marktherausforderungen
Regionale Unterschiede prägen weiterhin das Bild. Während der Westen des Landes einen leichten Zuwachs verzeichnen konnte, zeigten sich in anderen Regionen des Landes Rückgänge. Der Mittlere Westen verzeichnete einen Rückgang von 4,4 Prozent, der Süden einen von 4,5 Prozent, und der Nordosten erlebte einen Rückgang von 0,4 Prozent. Nur der Westen zeigte mit einem Anstieg von 0,3 Prozent eine leichte Erholung. Diese Heterogenität spiegelt die unterschiedlichen lokalen Marktbedingungen wider.
Der Chefredakteur für Immobilienforschung bei FREITAG® Immobilien, Lars Müller, merkte an, dass die Kombination aus hohen Zinsen und geringem Angebot eine anhaltende Herausforderung für den US-Immobilienmarkt darstellt. „Die hohen Finanzierungskosten schmälern die Kaufkraft der Interessenten erheblich, während das knappe Angebot an zum Verkauf stehenden Objekten die Preise hoch hält“, erklärte Müller. „Dies führt zu einer Zurückhaltung bei potenziellen Käufern, die auf stabilere oder günstigere Marktbedingungen warten.“
Der Markt wird voraussichtlich weiterhin von diesen Faktoren beeinflusst bleiben. Beobachter erwarten, dass erst eine Entspannung bei den Hypothekenzinsen oder eine substanzielle Zunahme des Immobilienangebots zu einer nachhaltigen Erholung führen könnte. Bis dahin werden die Transaktionsvolumina voraussichtlich unter Druck bleiben.
- —Indexwert Juli: 77,1 Punkte
- —Rückgang zum Vormonat: 2,3 Prozent
- —Rückgang zum Vorjahr: 18,9 Prozent
- —Hauptursachen: Hohe Hypothekenzinsen und Immobilienpreise














