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Max Dudler gewinnt Werkstattverfahren für Quartiersentwicklung „Fountain“ in Berlin-Mitte

Das Berliner Architekturbüro Max Dudler hat das Werkstattverfahren für das Quartiersprojekt „Fountain“ in Berlin-Mitte gewonnen, welches die Grundlage für eine umfassende städtebauliche Neuentwicklung eines bisher ungenutzten Areals bildet.

Max Dudler gewinnt Werkstattverfahren für Quartiersentwicklung „Fountain“ in Berlin-Mitte

Die Entscheidung im zweistufigen Werkstattverfahren für das Quartiersprojekt „Fountain“ ist zugunsten des Berliner Architekturbüros Max Dudler gefallen. Eine elfköpfige Fach- und Sachjury votierte einstimmig für diesen Entwurf. An dem Verfahren beteiligten sich insgesamt sechs Büros aus Berlin, Hamburg und Kopenhagen. Auslober der Maßnahme war der Immobilien-Investmentmanager Hines, der das Verfahren in enger Abstimmung mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen sowie dem Bezirksamt Berlin-Mitte durchführte. Das Berliner Wettbewerbsbüro C4C begleitete den Prozess.

Zielsetzung und Konzept des Quartiers „Fountain“

Das primäre Ziel des Werkstattverfahrens war die Erarbeitung einer städtebaulichen Gesamtkonzeption für das südlich der Bahntrasse gelegene Planungsgebiet. Diese Konzeption dient als Basis für das anschließende Bebauungsplanverfahren. Die bisher ungenutzten Potenziale des Geländes sollen erschlossen und eine langfristig tragfähige Quartierslösung geschaffen werden, die der zentral-urbanen Lage gerecht wird. Der Entwurf sieht eine qualitätsvolle, gemischte Nutzung vor, die den bestehenden Einzelhandelsstandort um dringend benötigte Wohn- und Gewerbeflächen ergänzt. Dabei sind die Integration des Neubauvorhabens in die Umgebung, die Verknüpfung mit den angrenzenden Nachbarschaften sowie die Festlegung angemessener Gebäudehöhen für den Standort von Bedeutung.

Die Jury würdigte insbesondere die Fähigkeit des Architekturbüros Max Dudler, eine durchgängige Morphologie über das gesamte Areal und alle Nutzungen hinweg zu entwickeln. Diese Eigenschaft verleiht dem Entwurf eine robuste Grundstruktur, die Flexibilität für zukünftige Anpassungen bietet und genügend Spielraum für die weitere Ausarbeitung lässt. Die Gestaltung der Außenräume ist klar strukturiert und die Fassung des öffentlichen Raums prägnant ausgearbeitet.

Ein Punkt des prämierten Entwurfs ist die Freiraumgestaltung. Die Jury hob die Qualität der Freiräume als besondere Stärke hervor. Die Einbettung der denkmalgeschützten Swinemünder Brücke in eine neue öffentliche Grünanlage wurde zudem aus denkmalpflegerischer Sicht positiv bewertet. Mit einer Fläche von mehr als 5.000 Quadratmetern wird diesem Freiraum ein besonderer Mehrwert zugeschrieben, der über das Quartier hinausreicht. Das bisher wenig genutzte Areal am Gesundbrunnen soll zu einem lebendigen Stadtquartier mit öffentlichem Grünraum, neuen Wohnungen, Arbeitsplätzen und Nachbarschaftsangeboten entwickelt werden.

Ausblick und zukünftige Nutzung

Der ausgewählte Entwurf bildet nun die Grundlage für die weitere Ausarbeitung des städtebaulichen Konzepts und das anschließende Bebauungsplanverfahren. Das geplante Quartier sieht einen breiten Nutzungsmix vor, der Wohnraum, einschließlich geförderter Wohnungen, Kita-Angebote, Gastronomie, großflächigen Einzelhandel, Büro- und Hotelnutzungen umfasst. Nach den Planungen könnten dort bis zu 900 Menschen leben und etwa 1.200 Beschäftigte arbeiten. Ein deutlicher Standortvorteil ist die direkte Lage am Bahnhof Berlin Gesundbrunnen. Als wichtiger Verkehrsknotenpunkt der Hauptstadt verbindet dieser den Fern- und Regionalverkehr mit Ringbahn und Nord-Süd-S-Bahn, was eine exzellente Anbindung des zukünftigen Quartiers gewährleistet.

Alexander Möll, Head of Northern & Central Europe bei Hines, betonte, dass es wichtig sei, den Standort mit Bezug zum Quartier weiterzuentwickeln und in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit dem Bezirk und den Senatsverwaltungen eine gemeinsame Lösung zu finden, die einen Mehrwert stiftet und die städtischen Ziele reflektiert. Diese Aspekte würden sich im Entwurf von Max Dudler besonders gut widerspiegeln. Frau Senatsbaudirektorin Prof. Kahlfeldt äußerte ihre Freude über das vorgelegte städtebaulich-freiraumplanerische Gesamtkonzept für ein urbanes Quartier. Sie bezeichnete die überzeugende Verbindung von Wohnen und Arbeiten im Zusammenspiel mit Nahversorgung und sozialen Einrichtungen als den richtigen Ansatz für ein gut gestaltetes neues Quartier am Bahnhof Gesundbrunnen. Ephraim Gothe, Bezirksstadtrat vom Bezirksamt Mitte von Berlin, hob hervor, dass in dieser zentralen Lage Wohnraum für fast 900 Menschen, davon ein Drittel gefördert, geschaffen werde. Die Konfiguration des Parks um das historische Brückenwerk, welches sich wie eine Skulptur präsentiere und das Quartier prägen werde, wurde ebenfalls als besonders gelungen bewertet.

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