Die Firmengruppe Richter, Mainz, setzt ihre Entwicklung des ehemaligen Dywidag-Areals in Wiesbaden-Erbenheim fort. Ein neuer Büro-Neubau wurde initiiert, dessen Realisierung auf einer langfristigen Vorvermietung von etwa 8.100 Quadratmetern Bürofläche an das Land Hessen basiert. Dieses Projekt ergänzt die bisherigen Entwicklungen auf dem rund 150.000 Quadratmeter großen Areal, welches seit mehreren Jahren zu einem gemischt genutzten Quartier mit Wohn-, Einzelhandels- und Gewerbenutzungen transformiert wird. Der aktuelle Schritt stärkt die gewerbliche Ausrichtung des Standortes.
Das Vorhaben umfasst die Errichtung eines zweiteiligen Büroensembles auf einem rund 7.890 Quadratmeter großen Grundstück „An der Käßmühle“. Die oberirdische Bruttogrundfläche (BGF) für Büroflächen beträgt circa 9.200 Quadratmeter. Ergänzend sind Flächen für eine Tiefgarage und Technik im Untergeschoss mit einer Gesamt-BGF von 4.751 Quadratmetern vorgesehen. Die Bezugsfertigkeit des Neubaus ist für das vierte Quartal 2028 geplant.
Marktbedingungen und Standortqualität
Benjamin Kron, kaufmännischer Leiter der Firmengruppe Richter, äußerte, dass die Vorvermietung eine zentrale Voraussetzung für die Realisierung darstellte und die notwendige Planungssicherheit in einem aktuell zurückhaltenden Marktumfeld schaffe. Ann Skrollan Persicke, Team Lead Office Letting Wiesbaden, Mainz & Darmstadt bei Colliers International Deutschland, welche vermittelnd tätig war, betonte, dass großflächige Neubauflächen in Wiesbaden derzeit eine Seltenheit darstellen. Der Standort in Wiesbaden-Erbenheim profitiert von seiner Verkehrsanbindung, welche das Rhein-Main-Gebiet sowie den Flughafen Frankfurt Rhein-Main erschließt. Eine ÖPNV-Anbindung sowie nahversorgende Infrastruktur befinden sich in fußläufiger Distanz. Die weitere Entwicklung des BKA-Campus für bis zu 7.000 Mitarbeiter in unmittelbarer Nachbarschaft schafft zusätzliche Nachfrageimpulse. Eine weitere Entwicklungsfläche von rund 5.500 Quadratmetern steht auf einem angrenzenden Grundstück zur Verfügung.
Architektur und Nachhaltigkeit
Die Planung des Büro-Neubaus wurde dem Wiesbadener Architekturbüro grabowski.spork architektur GmbH übertragen. Jan Spork, Geschäftsführer von grabowski.spork, führte aus, dass das Gebäude eine klare Struktur aufweise und für zukünftige, flexible Nutzungsanforderungen konzipiert sei. Die Flächen sind für moderne Arbeitswelten vorgesehen, welche sowohl klassische Raumstrukturen als auch Multi-Space-Konzepte unterstützen. Bodentiefe Fenster gewährleisten eine natürliche Belichtung. Ergänzend sind begrünte Patiohöfe vorgesehen. Das Energiekonzept des Gebäudes umfasst Luft-Wasser-Wärmepumpen und eine effiziente Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Der Neubau wird gemäß dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) und dem Hessischen Energiegesetz (HEG) errichtet und strebt eine DGNB-Gold-Zertifizierung an.













