Bürgermeister Zohran Mamdani von New York City hat umfassende Pläne für die Entwicklung von Staten Island vorgestellt. Er strebt an, den Wohnungsbestand auf der Insel in den kommenden fünf Jahren um 9,5 Prozent zu erhöhen. Dies entspricht einer Schaffung von rund 17.675 neuen Wohneinheiten, wie aus einem Wachstumsplan des Department of Housing Preservation and Development (HPD) hervorgeht, der am Mittwoch veröffentlicht wurde.
Sideya Sherman, Direktorin des Department of City Planning, äußerte sich in einer Stellungnahme zu den Plänen. Sie erklärte, dass die Stadt ehrgeizige Maßnahmen im Bereich Wohnungsbau durch den „Block by Block“-Plan verfolge. Der Entwurf der „Fair Housing Growth Strategy“ biete einen Rahmen zur Messung des Bedarfs und zum Verständnis, wo Wachstum stattfinden sollte, wobei gerechter Wohnraum im Mittelpunkt stehe.
Herausforderungen und Potenzial von Staten Island
Staten Island ist geografisch in drei Hauptsegmente unterteilt: North Shore, Mid-Island und South Shore. Die Gebiete Mid-Island und South Shore weisen die geringste Dichte der Insel auf. Allerdings haben Bewohner und gewählte Amtsträger der South Shore in der Vergangenheit Widerstand gegen vermehrte Wohnbebauung in ihren Vierteln geleistet. Dies könnte für den Bürgermeister eine herausfordernde Aufgabe darstellen.
Stuart Saft, ein Immobilienanwalt bei Holland & Knight, betonte das einzigartige Potenzial der Insel. Er beschrieb Staten Island als „den wohl perfektesten Ort der Welt“, da man 20 oder 40 Minuten von der größten Stadt des Landes entfernt sei und sich gleichzeitig wie in Neuengland fühle. Saft fügte hinzu, dass er persönlich Staten Island besucht habe und es „ein großartiger Ort“ sei.
Umfassende Strategie zur Bewältigung der Wohnungskrise
Die Pläne des Bürgermeisters beschränken sich nicht nur auf Staten Island. Der vorgelegte Entwurf legt eine Strategie dar, die darauf abzielt, mehr Wohnraum in allen fünf New Yorker Stadtbezirken zu schaffen. Das HPD schätzt, dass zur signifikanten Bekämpfung der Wohnungskrise in New York etwa 700.000 neue Wohneinheiten im nächsten Jahrzehnt benötigt werden.
Dina Levy, Kommissarin des HPD, unterstrich die Bedeutung dieser umfassenden Anstrengungen. Sie erklärte, dass jedes Viertel in jedem Stadtteil seinen Teil beitragen müsse, um die Wohnungskrise zu überwinden. Levy bezeichnete die „Fair Housing Growth Strategy“ als einen „Fahrplan für eine gerechtere und erschwinglichere Stadt“.














