Die Rock Capital Group, als Vertreterin der Eigentümergemeinschaft Quartier am Bahnhof, hat eine Überarbeitung der Hochhausplanung am Bahnhofsplatz in Taufkirchen bekannt gegeben. Die Eigentümer haben eine Reduktion der Gebäudehöhe um zwei Stockwerke beschlossen. Ursprünglich war eine Höhe von 53 Metern vorgesehen; nach der Anpassung wird das Gebäude zukünftig etwa 46 Meter hoch werden. Diese Modifikation ist eine Reaktion auf Rückmeldungen aus der Bürgerschaft bezüglich des Projekts.
Christian Lealahabumrung, geschäftsführender Gesellschafter der Rock Capital Group, äußerte, das Hochhaus sei in den vergangenen Monaten intensiv diskutiert worden. Er betonte, die Höhenreduzierung ermögliche eine bessere Integration des Gebäudes in die bestehende Bebauung des Ortsteils Am Wald. Die Gemeinde habe sich in einer ersten Reaktion positiv zu dieser Anpassung geäußert und die Höhenreduktion als Kompromiss gegenüber den Bürgern von Taufkirchen begrüßt, welche die ursprüngliche Höhe kritisiert hatten.
Bedeutung für die Standortentwicklung
Lisa Bierling, Sprecherin der Eigentümergemeinschaft Quartier am Bahnhof, erläuterte, die Reduzierung um zwei Stockwerke komme den Bürgern entgegen, die grundsätzlich ein neues Quartier am Bahnhof befürworten, jedoch eine geringere Gebäudehöhe bevorzugt hätten. Sie hob hervor, dass die Eigentümergemeinschaft mit diesem Schritt zeigen wolle, dass die Anregungen der Bürger ernst genommen werden, und hoffe, dass dies die Fortsetzung der Planungen mit einem positiven Gefühl unterstütze.
Die Entscheidung über die Zukunft des Quartiers erfolgt bis zum 12. Juli. Bis zu diesem Zeitpunkt stimmen die Bürger Taufkirchens im Rahmen eines Ratsbegehrens sowie eines parallelen Bürgerbegehrens darüber ab, ob die Planungen für das Quartier am Bahnhof fortgesetzt werden sollen. Die Briefwahlunterlagen müssen spätestens bis zum 9. Juli eingereicht werden.
Nach Ansicht der Eigentümergemeinschaft hätte ein Stopp der Planungen weitreichende Konsequenzen für die Entwicklung des Standorts. Frau Bierling wies darauf hin, dass ein Planungsstopp wichtige Komponenten des Quartiers, wie die geplante ärztliche Versorgung und eine Senioreneinrichtung, gefährden würde. Dies läge weder im Interesse der Eigentümergemeinschaft noch der Gemeinde und insbesondere nicht im Interesse vieler Bürger, die seit Jahren eine Aufwertung des Bahnhofsumfelds erwarteten. Die nun erfolgte Anpassung des Hochpunkts stellt einen wichtigen Schritt dar, unterschiedliche Interessen zu vereinen und eine Grundlage für eine zukunftsfähige Entwicklung des Bahnhofsareals zu schaffen.




