Die Baustelle des Walderlebniszentrums neben dem Wildpark Waldhaus in Mehlmeisel verzeichnete signifikante Fortschritte. Nach Abschluss der Zimmererarbeiten, der Dacheindeckung und dem Einbau der Fenster, wurde gut ein Jahr nach dem Spatenstich das Richtfest begangen. Bauminister Christian Bernreiter und Heimatstaatssekretär Martin Schöffel empfingen Handwerker, Planer sowie Vertreter aus Politik und Gesellschaft zu diesem Anlass.
Das Zentrum, dessen Eröffnung für Mitte nächsten Jahres prognostiziert wird, ist als Holzbau konzipiert. Es zeichnet sich durch großflächige Fensterfronten, eine Loggia und Treppen aus, die sich zum umgebenden Wald hin öffnen. Diese Gestaltung zielt darauf ab, den Wald und die Natur für Besucher zugänglich zu machen. Die Investition des Freistaates Bayern beläuft sich auf rund 7,4 Millionen Euro, die in die Waldpädagogik und die regionale Entwicklung des Fichtelgebirges fließen.
Architektur und Nachhaltigkeitskonzept
Das Gebäudekonzept ist in zwei Bereiche unterteilt, die sich wie eine Astgabel aufteilen: einen öffentlichen Ausstellungsbereich und einen nicht öffentlichen Verwaltungsbereich. Auf der Westseite erfolgt der ebenerdige Zugang über ein Foyer, während sich die Gebäudeteile nach Osten über dem leicht abschüssigen Gelände erheben und Ausblicke in die Baumkronen ermöglichen. Die unmittelbare Nähe zum Wildpark Waldhaus Mehlmeisel soll Synergien schaffen und das Angebot für Besucher bündeln.
Bauminister Bernreiter hob die naturnahe und nachhaltige Bauweise hervor. Holz als nachwachsender Rohstoff findet umfassende Anwendung in der Fassade und vielen Innenraumoberflächen. Ein erheblicher Teil des Gebäudes ist aufgeständert, um die Bodenversiegelung zu minimieren. Das Gebäude ist darauf ausgelegt, den Effizienzstandard EH 40 zu erreichen, unterstützt durch eine effektive Wärmedämmung, eine Holzpelletheizung und Photovoltaikanlagen auf den Dächern. Barrierefreiheit ist durchgehend gewährleistet. Das Staatliche Bauamt Bayreuth realisiert mit diesem Projekt einen exemplarischen Bau.
Heimatstaatssekretär Martin Schöffel betonte die Bedeutung des Walderlebniszentrums als Ort der Naturerfahrung und Umweltbildung. Das Zentrum soll Besuchern jeden Alters die Relevanz des Waldes für das Ökosystem und die Bedeutung einer nachhaltigen Forstwirtschaft vermitteln. Forstministerin Michaela Kaniber unterstrich, dass der moderne Holzbau des Zentrums die regionale Wertschöpfung und zukunftsfähiges Bauen mit Holz als heimischem Rohstoff fördert. Die Anlage am Wildpark Mehlmeisel soll zu einem zentralen Ort der Umweltbildung in Bayern avancieren.




