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Entwicklung der Mietnachfrage und Mietpreise in deutschen Metropolen im zweiten Quartal 2026

Das ImmoScout24 WohnBarometer des zweiten Quartals 2026 zeigt eine moderate Mietpreisentwicklung, jedoch mit einer deutlichen Belebung der Nachfrage, insbesondere in den Metropolen, wenngleich das Vorjahresniveau noch nicht erreicht wird.

Entwicklung der Mietnachfrage und Mietpreise in deutschen Metropolen im zweiten Quartal 2026

Die Analyse des ImmoScout24 WohnBarometers für das zweite Quartal 2026 offenbart eine differenzierte Entwicklung auf dem deutschen Mietmarkt. Einerseits sind die Mietpreise sowohl bundesweit als auch in den größten Städten moderat gestiegen. Andererseits hat sich die Nachfrage nach Mietwohnungen signifikant belebt, bleibt jedoch im Vergleich zum Vorjahr noch unter den damaligen Werten. Ein wesentlicher Kostentreiber sind die Nebenkosten, deren Anstieg insbesondere in unsanierten Bestandswohnungen zu verzeichnen ist.

Dr. Gesa Crockford hebt hervor, dass in den Metropolregionen wieder eine erhöhte Nachfrage nach größeren Mietwohnungen ab 80 Quadratmetern festzustellen ist. Familien, die zuvor aufgrund wirtschaftlicher Unsicherheit Umzugspläne aufgeschoben hatten, treten nun verstärkt am Markt in Erscheinung. Parallel dazu steigt die Belastung durch Nebenkosten in unsanierten Bestandsobjekten stärker als die Kaltmiete, was den energetischen Zustand einer Immobilie zu einem wachsenden Faktor für die Gesamtwohnkosten macht.

Nachfrageentwicklung und Mietpreise

Nach einer Phase der Zurückhaltung in den vorangegangenen Quartalen erholte sich die Nachfrage nach Mietwohnungen im Berichtszeitraum merklich. In den acht größten Metropolen stieg sie gegenüber dem Vorquartal um 9 Prozent, was den stärksten Zuwachs unter allen Regionskategorien darstellt. Im ländlichen Raum betrug der Anstieg 2 Prozent und in kreisfreien Städten 1 Prozent. Im Umland der Metropolen wurde dagegen ein leichter Rückgang der Nachfrage um 1 Prozent registriert. Städte wie Hamburg (+25 Prozent), Berlin (+13 Prozent) und Leipzig (+11 Prozent) zeigten die kräftigsten Zuwächse, nachdem sie zuvor deutliche Rückgänge zu verzeichnen hatten. In Hamburg erreichte die Nachfrage damit wieder das Niveau des Vorjahresquartals; Berlin und Leipzig blieben noch darunter. Insgesamt lag die Nachfrage im zweiten Quartal 2026 in allen Regionskategorien unter den Werten des zweiten Quartals 2025 – im Umland der Metropolen 19 Prozent, in kreisfreien Städten 18 Prozent, im ländlichen Raum 14 Prozent und in den Metropolen durchschnittlich 11 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Die Angebotsmieten für Bestandswohnungen stiegen bundesweit im zweiten Quartal um 0,6 Prozent auf durchschnittlich 8,97 Euro pro Quadratmeter. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Plus von 2,7 Prozent. In den Metropolen waren die quartalsweisen Veränderungen überwiegend moderat. Leipzig verzeichnete mit 0,8 Prozent den höchsten Anstieg, gefolgt von Hamburg, München und Stuttgart mit jeweils 0,6 Prozent. Berlin war die einzige Metropole mit einem leichten Rückgang von 0,2 Prozent. München bleibt mit 20,12 Euro pro Quadratmeter weiterhin die teuerste Stadt und übertrifft damit die Preise in Stuttgart (15,32 Euro) und Frankfurt am Main (15,13 Euro) erheblich. Bei Neubauwohnungen stiegen die bundesweiten Angebotsmieten um 1 Prozent auf 13,28 Euro pro Quadratmeter, mit einem Jahresplus von 1,8 Prozent. Düsseldorf (+1,1 Prozent) und Hamburg (+1,0 Prozent) zeigten hier die stärksten Zuwächse.

Bedeutung der Nebenkosten

Der Anstieg der Nebenkosten wirkt sich zunehmend auf die effektiven Wohnkosten aus. Im Jahresvergleich stiegen die Nebenkosten in unsanierten Bestandswohnungen um 3,8 Prozent auf durchschnittlich 3,28 Euro pro Quadratmeter. In sanierten Wohnungen im Erstbezug lagen diese Kosten bei 3,02 Euro pro Quadratmeter und stiegen im selben Zeitraum lediglich um 0,6 Prozent. Die Nebenkosten in unsanierten Immobilien entwickeln sich somit dynamischer als die Kaltmieten und stellen dort einen zusätzlichen Kostenfaktor für Mieter dar.

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