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Industrie- und Logistikimmobilien Mitteldeutschland: Geringer Flächenumsatz bei stabilen Spitzenmieten

Der Markt für Industrie- und Logistikimmobilien in Mitteldeutschland verzeichnete im ersten Halbjahr einen signifikanten Rückgang des Flächenumsatzes, während die Spitzenmieten weitgehend konstant blieben.

Industrie- und Logistikimmobilien Mitteldeutschland: Geringer Flächenumsatz bei stabilen Spitzenmieten

Der Markt für Industrie- und Logistikimmobilien in Mitteldeutschland wies im ersten Halbjahr des aktuellen Jahres einen Flächenumsatz von rund 127.400 Quadratmetern auf. Dies entspricht einer Reduktion von nahezu 48 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dieser Rückgang ist primär auf eine verhaltene Nachfrage zurückzuführen, welche die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland widerspiegelt. Die Analyse des Immobilienberaters CBRE liefert hierzu die relevanten Daten.

Im Gegensatz zum Vorjahr erhöhten sich die Leerstandsquoten in einigen Schlüsselregionen. So stiegen sie in der Region A4 Thüringen von 5,3 Prozent auf 11 Prozent und im Raum Halle/Leipzig von 9,5 Prozent auf 16,9 Prozent. Das Marktgebiet A4 Sachsen hingegen konnte einen stabilen Leerstand von 3,4 Prozent beibehalten. In Magdeburg reduzierte sich der Leerstand sogar von 8,9 Prozent auf 7,5 Prozent. Trotz dieser Entwicklungen wird ein gradueller Rückgang der Leerstandsquoten erwartet, da keine signifikanten neuen spekulativen Logistikflächen dem Markt zugeführt wurden.

Mietpreisentwicklung und Marktaussichten

Die Spitzenmieten blieben in nahezu allen Teilmärkten stabil, auch angesichts des bestehenden Wettbewerbsdrucks. Im Marktsegment Halle/Leipzig betrug die Spitzenmiete 6,00 Euro pro Quadratmeter und im Marktgebiet A4 Thüringen 5,80 Euro pro Quadratmeter. Magdeburg verzeichnete ebenfalls eine stabile Spitze von 5,50 Euro pro Quadratmeter. Eine leichte Steigerung war im Marktgebiet A4 Sachsen zu beobachten, wo die Spitzenmiete von 6,10 Euro auf 6,20 Euro pro Quadratmeter anstieg.

Frank Schönfelder, Senior Director und Team Lead Industrial & Logistics bei CBRE in Deutschland, kommentiert die Marktlage: „In den mitteldeutschen Teilmärkten fehlte es in den ersten beiden Quartalen an größeren Gesuchen. Hier zeigt sich aber bereits jetzt eine einsetzende Erholung für die kommenden Quartale.“ Er führt die derzeitige Zurückhaltung in der Nachfrage auf die unsichere gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland und Europa zurück. Schönfelder prognostiziert, dass eine Erholung der Wirtschaft auch wieder eine verstärkte Nachfrage nach Logistikflächen in diesem Bundesgebiet nach sich ziehen wird.

Die ost- und mitteldeutschen Logistikmärkte profitierten in den sogenannten Boomjahren von Unterkapazitäten in anderen Bundesländern. Sobald sich diese Märkte erholen, wird laut Schönfelder auch in Mitteldeutschland wieder eine erhöhte Nachfrage zu verzeichnen sein. Erste Anzeichen hierfür seien bereits erkennbar. Trotz der Herausforderungen in Teilen der Automobilindustrie sind derzeit keine größeren negativen Auswirkungen auf die ostdeutsche Produktion sichtbar. Die Werke im Großraum Leipzig beispielsweise agieren stabil und expandieren teils ihre Produktionslinien.

Prognose für das Gesamtjahr

Für das dritte und vierte Quartal werden Zuwächse des Flächenumsatzes im Logistikmarkt Mitteldeutschland erwartet. Perspektivisch werden insbesondere die Standorte Leipzig, Halle und Dresden maßgeblich zur Erholung des regionalen Logistikimmobilienmarkts beitragen. Diese Standorte zeichnen sich durch eine hohe Wirtschaftskraft aus. Besonders in Dresden wird mit einem Anstieg der Nachfragegesuche im Sektor der Halbleiter- und Mikroelektronikindustrie gerechnet.

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