Auf Betreiben von Staatsminister Weimer haben maßgebliche Verbände und Institutionen aus den Bereichen Kultur, Design, Handwerk, Architektur sowie Vertreter der Kirchen das Bauhaus-Manifest 2026 gemeinsam unterzeichnet. Dieses Manifest versteht sich als ein aktuelles kultur- und gesellschaftspolitisches Bekenntnis. Es bekräftigt die Prinzipien, welche das Bauhaus bis heute als eine weltweit prägende kulturelle Ikone etablieren.
Das Dokument betont die Freiheit des künstlerischen Denkens, die Offenheit gegenüber neuen Ideen und die Verbindung unterschiedlicher Disziplinen. Ein zentraler Gedanke ist die Überzeugung, dass kulturelle Innovation einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung einer demokratischen Gesellschaft leisten kann. Zugleich dient das Manifest als Plädoyer, die Grundsätze des Bauhauses gegen demokratiefeindliche Angriffe zu verteidigen.
Historischer Kontext und Bedeutung
Das Bauhaus, 1919 in Weimar gegründet, musste nach seiner Vertreibung aus Weimar im Jahr 1926 in Dessau wiedereröffnet werden — vor genau 100 Jahren. Eine erneute Verlegung nach Berlin im Jahr 1933 führte zur endgültigen Schließung unter dem Druck der Nationalsozialisten. Die Stätten des Bauhauses in Weimar, Dessau und Bernau sind heute als UNESCO-Welterbe anerkannt, was ihre globale kulturelle Relevanz unterstreicht.
Institutionen und ihre Vertreter
Zu den Unterzeichnern des Manifests zählen eine breite Auswahl an Persönlichkeiten und Organisationen, die die Vielschichtigkeit der Bauhaus-Prinzipien widerspiegeln. Diese Akteure setzen sich gemeinsam für den Erhalt und die Weiterentwicklung der zugrundeliegenden Werte ein, die seit Jahrzehnten die Gestaltung von Lebensräumen und die kulturelle Entwicklung prägen.
- —Prof. Manos Tsangaris als Präsident der Akademie der Künste.
- —Dr. Wolfram Weimer, Staatsminister für Kultur und Medien und Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien.
- —Andrea Gebhard, Präsidentin der Bundesarchitektenkammer.
- —Dr. Gerhard Feige, Bischof des Bistums Magdeburg, für die Deutsche Bischofskonferenz.
- —Prof. Dr. Maria Böhmer als Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission.
- —Boris Kochan, Präsident des Deutschen Designtages e.V.
- —Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats e.V.
- —Menekse Wenzler, Präsidentin des Deutschen Museumsbundes e.V.
- —Burkhard Jung, Präsident des Deutschen Städtetages.
- —Prof. Dr. Meike Hopp, Vorständin des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste.
- —Karsten Wolkenhauer, Kirchenpräsident der Evangelischen Landeskirche Anhalts.
- —Lutz Dietzold, Geschäftsführer des German Design Council – Rat für Formgebung.
- —Paul Spies, Präsident von ICOM Deutschland e.V.
- —Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks.
Die Unterzeichnung dieses Manifests durch solch diverse und hochrangige Institutionen unterstreicht die anhaltende Relevanz der Bauhaus-Ideen für die heutige Gesellschaft und deren Potenzial, als Leitbild für zukünftige Entwicklungen in Kultur und Architektur zu dienen.













