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WOLFF & MÜLLER: 90 Jahre und fortgesetztes Wachstum

WOLFF & MÜLLER begeht sein 90-jähriges Bestehen und blickt auf eine Unternehmensentwicklung zurück, die von einer Familienchronik sowie einer strategischen Ausrichtung auf Bauen, Baustoffe und Dienstleistungen geprägt ist.

WOLFF & MÜLLER: 90 Jahre und fortgesetztes Wachstum

WOLFF & MÜLLER, ein in dritter Generation geführtes Familienunternehmen, feiert sein 90-jähriges Bestehen. Seit seiner Gründung im Jahr 1936 hat sich das Unternehmen zu einer Unternehmensgruppe mit drei Hauptgeschäftsfeldern – Bauen, Baustoffe und Dienstleistungen – entwickelt. Im Geschäftsjahr 2025 wurde eine Jahresleistung von 1,092 Milliarden Euro erzielt, wovon der Geschäftsfeld Bauen rund 961 Millionen Euro beisteuerte.

Dr. Albert Dürr, geschäftsführender Gesellschafter, hob in einer Stellungnahme die Bedeutung der Generationenfolge hervor. Er betonte, dass jede Unternehmergeneration das Unternehmen auf ihre Weise geformt und weiterentwickelt habe. Dabei sei es stets das Ziel gewesen, das Unternehmen stabil und unabhängig an die nächste Generation zu übergeben. Diese langfristige Perspektive präge auch die gegenwärtigen Entscheidungen und sei der Beleg für die Wertschätzung von Mitarbeitenden, Kunden und Partnern.

Historische Entwicklung und strategische Ausrichtung

Die Historie von WOLFF & MÜLLER begann 1936 in Stuttgart mit der Übernahme eines Baugeschäfts durch Diplomingenieur Karl Wolff, dem sich Baumeister Gottlob Müller anschloss. Das Unternehmen leistete maßgebliche Beiträge zum Wiederaufbau Stuttgarts nach dem Krieg, nachdem es bereits vor dem Krieg für Unternehmen wie Daimler-Benz und Bosch tätig gewesen war. Nach dem Ausscheiden von Karl Wolff im Jahr 1948 blieb der Doppelname erhalten. In den Folgejahren diversifizierte das Unternehmen seine Aktivitäten durch den Aufbau eigener Kapazitäten für Baustoffe und Vorprodukte, darunter Holzwerke, Kiesgewinnungswerke und ein Betonfertigteilwerk.

In den Wirtschaftswunderjahren expandierte WOLFF & MÜLLER sein Leistungsspektrum, das fortan Tief- und Straßenbau, Wohnungsbau, Fertighäuser und Altbaumodernisierung umfasste. 1977 übernahm Wolfgang Dürr, Schwiegersohn von Gottlob Müller, die Geschäftsführung und formte WOLFF & MÜLLER zu einer breit aufgestellten Baugruppe. Unter seiner Führung wurden das schlüsselfertige Bauen gestärkt, Partnerschaftsmodelle mit der öffentlichen Hand etabliert und neue Geschäftsfelder wie Immobilienservices, Spezialtiefbau, Quarzsande und Beteiligungen erschlossen.

Seit 2005 wird die Gruppe in dritter Generation von Dr. Albert Dürr geführt und unter dem Dach einer Holding neu geordnet. Unter seiner Verantwortung stehen Digitalisierung und Nachhaltigkeit im Fokus der Weiterentwicklung. Building Information Management (BIM) und Lean-Construction-Methoden zur Prozessoptimierung sind bei WOLFF & MÜLLER etablierte Standards. Die Bedeutung serieller Bauweisen nimmt ebenfalls zu, wie Dr. Dürr erläuterte, da Bauelemente und Module standardisiert, im Werk vorgefertigt und vor Ort montiert werden können, was ein Beispiel für die Industrialisierung des Bauens darstellt.

Das Unternehmen vertritt die Ansicht, dass wirtschaftliches Handeln und gesellschaftliche Verantwortung untrennbar verbunden sind, was als „Gottlob-Müller-Prinzip“ im Unternehmen verankert ist. Die Wolfgang Dürr Stiftung unterstützt darüber hinaus Projekte zur Verbesserung der Lebensqualität, Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und Naturschutz. Aktuelle Auszeichnungen wie der Deutsche Baupreis 2026 in der Kategorie „Bauunternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitenden“ und die sechsfache Auszeichnung mit dem „Best Managed Companies“-Award untermauern diese Unternehmensphilosophie.

Zukunftsperspektiven und Strategie 2030

Mit der Strategie 2030 hat WOLFF & MÜLLER die Weichen für weiteres Wachstum und die Gewinnung von Fachkräften gestellt. Dr. Dürr betonte, dass gezielt in Bausegmente investiert werde, die Antworten auf Megatrends wie Dekarbonisierung, Digitalisierung und Gesundheit bieten. Dazu gehören Infrastrukturen für die Energie- und Verkehrswende, serielles Bauen und das Bauen im Bestand. Der Anspruch, mit den eigenen Leistungen einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensumstände zu leisten, bleibt auch nach 90 Jahren bestehen.

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