VGP NV, ein führender europäischer Akteur im Bereich der Logistik- und Light-Industrial-Immobilienentwicklung sowie Anbieter von Lösungen für erneuerbare Energien, hat die Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2026 veröffentlicht. Das Unternehmen verzeichnete einen Vorsteuergewinn von 141 Millionen Euro. Der Nettovermögenswert stieg in diesem Zeitraum um 10,5 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Das EBITDA erreichte 186 Millionen Euro, was die soliden Beiträge aller Geschäftsfelder und das kontinuierliche Wachstum der wiederkehrenden Erträge reflektiert.
Im Berichtszeitraum schloss VGP neue Mietverträge sowie Vertragsverlängerungen mit einem Volumen von 52,7 Millionen Euro ab. Dies führte zu annualisierten vertraglich vereinbarten Mieteinnahmen von 488,9 Millionen Euro zum Stichtag, was einem organischen Wachstum von 10,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Zudem konnten im Jahr 2026 leerstehende Flächen zu durchschnittlich sechs Prozent höheren Mieten neu vermietet werden. Nach dem 30. Juni 2026 wurden weitere Mietverträge mit annualisierten Mieteinnahmen von sieben Millionen Euro unterzeichnet, wodurch die gesamten annualisierten vertraglich vereinbarten Mieteinnahmen auf 496 Millionen Euro anstiegen.
Entwicklungsaktivitäten und Portfolio-Performance
Die Entwicklungspipeline von VGP umfasste im ersten Halbjahr 44 Projekte mit einer Gesamtfläche von 1.140.000 Quadratmetern im Bau. Davon wurden 13 Gebäude mit einer Fläche von 314.000 Quadratmetern neu begonnen. Diese Projekte werden nach vollständiger Fertigstellung und Vermietung zusätzliche jährliche Mieteinnahmen von 90,6 Millionen Euro generieren. Die gesamte Entwicklungspipeline ist zu 74 Prozent vorvermietet und umfasst vertraglich vereinbarte jährliche Mieteinnahmen von 77,1 Millionen Euro. Zwölf Projekte mit einer Gesamtfläche von 236.000 Quadratmetern wurden im Jahresverlauf fertiggestellt, die zusätzliche jährliche Mieteinnahmen von 17,1 Millionen Euro repräsentieren und aktuell zu 86 Prozent vermietet sind. Die Nettomieteinnahmen erhöhten sich auf proportional konsolidierter Basis um 18 Prozent auf 122,8 Millionen Euro.
Das fertiggestellte Immobilienportfolio umfasst 6,6 Millionen Quadratmeter, was einem Anstieg von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Mit einer Vermietungsquote von 98 Prozent und einem Durchschnittsalter der Gebäude von 5,1 Jahren generiert dieses Portfolio annualisierte Mieteinnahmen von 411 Millionen Euro, was einer Steigerung von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. VGP erwarb zudem 1,2 Millionen Quadratmeter neue Entwicklungsgrundstücke und nutzte 590.000 Quadratmeter Entwicklungsfläche für begonnene Projekte. Der gesicherte Grundstücksbestand erreichte zum 30. Juni 2026 eine Größe von 10,4 Millionen Quadratmetern, was ein Entwicklungspotenzial von über 4,3 Millionen Quadratmetern beziehungsweise potenziellen zusätzlichen Mieteinnahmen von mehr als 275 Millionen Euro darstellt.
Strategische Partnerschaften und Finanzielle Stabilität
VGP hat seine Joint-Venture-Strategie weiter ausgebaut. In Zusammenarbeit mit East Capital wird an der Auflegung eines paneuropäischen Fonds gearbeitet, der den Erwerb von VGP-entwickelten Immobilien mit einem Bruttovermögenswert von mindestens 1,5 Milliarden Euro und Fokus auf Mittel- und Osteuropa anstrebt. Eine Absichtserklärung zur Auflegung eines erweiterten Fortführungsvehikels für das Saga Joint Venture wurde abgeschlossen, welches einen Bruttovermögenswert von mindestens 1,5 Milliarden Euro erreichen soll. Zudem erfolgte der Abschluss einer Absichtserklärung zur Gründung einer paneuropäischen Entwicklungsplattform für Rechenzentren mit einem spezialisierten Partner.
Die Aktivitäten im Bereich erneuerbare Energien erzielten im ersten Halbjahr 2026 Bruttoerträge von 7,2 Millionen Euro, ein Anstieg gegenüber 6,5 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Dies ist auf eine zehnprozentige Steigerung der verkauften Solarstrommenge auf 78 GWh und eine höhere operative Photovoltaikleistung zurückzuführen. Zum Ende Juni 2026 betrieb VGP 152 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 193,4 MWp. Erstmals wurden Batteriespeichersysteme an das Stromnetz angeschlossen, die ab dem zweiten Halbjahr 2026 zum Umsatz beitragen sollen.
Die Bilanz des Unternehmens bleibt solide. Der Bestand an liquiden Mitteln erhöhte sich von 524 Millionen Euro im Dezember 2025 auf 599 Millionen Euro. Zusätzlich standen nicht in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von 500 Millionen Euro zur Verfügung. Der proportionale Beleihungsauslauf (LTV) lag bei 49,4 Prozent, im Vergleich zu 50 Prozent zum Jahresende 2025. Der Verschuldungsgrad (Gearing) blieb mit 35,5 Prozent stabil. Seit Dezember 2025 wurden Anleihen im Gesamtvolumen von 600 Millionen Euro begeben. Eine Anleihe über 190 Millionen Euro wurde im März 2026 zurückgezahlt und ein Rückkaufangebot über 100 Millionen Euro für die im Januar 2027 fälligen Anleihen erfolgreich abgeschlossen. Eine Kapitalerhöhung von 250 Millionen Euro im Mai 2026 unterstützte das weitere Wachstum des Unternehmens.














