Im Deutzer Hafen in Köln wurde ein entscheidender Schritt für die Realisierung eines neuen Quartiers vollzogen: Die Kölner Wohnungsgenossenschaft eG, die Erbbauverein Köln eG und die Kreer Development GmbH haben die vertraglichen Grundlagen für ein gemeinsames Neubauprojekt geschaffen. Das Vorhaben betrifft ein Grundstück von rund 6.178 Quadratmetern, auf dem ein gemischt genutztes Quartier entstehen wird. Die Planungen umfassen Wohnungen, eine Kindertagesstätte, Gewerbeflächen sowie eine gemeinsame Tiefgarage.
Die Gesamtentwicklung sieht die Errichtung von 326 Wohneinheiten vor, wovon ein Anteil von 30 Prozent als öffentlich geförderter Wohnraum vorgesehen ist. Die Konzeption des Projekts zielt auf die Schaffung eines urbanen und nachhaltigen Wohn- und Lebensraums ab. Die Umsetzung erfolgt gemeinschaftlich, wobei für die Phasen der Planung und des Baus ein Generalübernehmer beauftragt werden soll. Dies unterstreicht den kooperativen Ansatz der beteiligten Parteien bei der Bewältigung dieses umfangreichen Vorhabens.
Aufteilung des Gesamtprojekts
Die Rollenverteilung innerhalb des Konsortiums ist klar definiert. Die Kölner Wohnungsgenossenschaft eG ist für die Realisierung von 78 Genossenschaftswohnungen verantwortlich, von denen 48 Einheiten öffentlich gefördert werden. Zudem integriert dieser Projektteil eine vierzügige Kindertagesstätte mit einer Fläche von etwa 866 Quadratmetern. Die Erbbauverein Köln eG wird weitere 73 Genossenschaftswohnungen entwickeln, wobei 37 davon ebenfalls öffentlich gefördert sind. Die Kreer Development GmbH konzentriert sich auf die Entwicklung eines Hochpunktes, der circa 175 Wohnungen umfassen wird.
Das Erdgeschoss und die erste Etage des Hochpunktes sind für Gewerbeflächen vorgesehen, die das Angebot des Quartiers ergänzen sollen. Eine gemeinsame Tiefgarage mit rund 90 Stellplätzen wird die Parkraumnachfrage bedienen. Die Vorstände der Kölner Wohnungsgenossenschaft eG, Christoph Moossen und Rainer Burkhardt, sowie Christian von Engel und Marc Mendelsohn, Vorstände der Erbbauverein Köln eG, äußerten, der Deutzer Hafen biete die Möglichkeit, bezahlbaren Wohnraum, soziale Infrastruktur und nachhaltige Stadtentwicklung zu verbinden. Sie betonten, dieses Engagement schaffe langfristige Werte für die Kölner Bürger und setze ein Zeichen für die Zukunft des genossenschaftlichen Wohnens.
Bedeutung für die Stadtentwicklung Kölns
- —Kooperatives Projekt mit mehreren Akteuren
- —Integration von Wohnen, Bildung und Gewerbe
- —Schaffung von bezahlbarem Wohnraum
- —Beitrag zur nachhaltigen Stadtentwicklung
Der Deutzer Hafen gilt als eines der größten innerstädtischen Stadtentwicklungsprojekte in Deutschland. Auf dem ehemaligen Hafengelände entsteht ein umfassendes Quartier mit Funktionen wie Wohnen, Arbeiten, Bildung, Kultur und Freizeitangeboten. Die nun erfolgte Unterzeichnung des Kaufvertrages stellt einen wichtigen Meilenstein für die weitere Projektentwicklung dar. In den kommenden Monaten werden die weiteren Planungs- und Vergabeschritte vorbereitet, um eine zeitnahe Realisierung des Quartiers zu ermöglichen.




