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Verkehrsministerkonferenz evaluiert Magnetschwebebahn-Technologie in der Oberpfalz

Vertreter der Verkehrsministerkonferenz haben eine Teststrecke für Magnetschwebebahnen in der Oberpfalz besichtigt, um das Potenzial dieser Technologie für den öffentlichen Personennahverkehr in Deutschland zu untersuchen.

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Verkehrsministerkonferenz evaluiert Magnetschwebebahn-Technologie in der Oberpfalz

Auf Einladung des bayerischen Verkehrsministers Christian Bernreiter besuchten Mitglieder der Verkehrsministerkonferenz (VMK) eine Teststrecke für Magnetschwebebahnen in der Oberpfalz. Ziel war eine Inaugenscheinnahme des Transport System Bögl (TSB) der Firmengruppe Max Bögl, welches als innovativer Ansatz für den öffentlichen Personennahverkehr im Koalitionsvertrag des Bundes genannt und auch auf der VMK-Tagung in Lindau thematisiert wurde. Bislang befindet sich keine Magnetschwebebahn im regulären Betrieb des öffentlichen Verkehrsnetzes.

Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter, gleichzeitig Vorsitzender der Verkehrsministerkonferenz, äußerte sich nach der Testfahrt positiv. Er hob hervor, dass das System leise, effizient und emissionsfrei operiere. Er bekräftigte, dass Magnetschwebebahnen zur Mobilität der Zukunft gehören könnten, und verwies auf entsprechende Überlegungen für den Nahverkehr in Nürnberg. Die Verkehrsministerkonferenz hatte den Bund zuvor aufgefordert, Magnetschwebebahnen als innovativen Ansatz schnell in die Förderrichtlinien des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes aufzunehmen.

Potenziale und Integration im ÖPNV

Winfried Hermann, Verkehrsminister von Baden-Württemberg, betonte die Förderung innovativer Technologien, die eine Verbesserung für den öffentlichen Personennahverkehr ermöglichen. Er sieht Schwebebahnen als potenzielle Alternative zu Stadtbahnen oder Eisenbahnen, insbesondere dort, wo Flächen- und Naturschutzgründe den Bau konventioneller Systeme erschweren. Als Voraussetzungen nannte er die Kosteneffizienz und eine gute Integrierbarkeit in bestehende ÖPNV-Netze.

Berlins Verkehrssenatorin Ute Bonde unterstrich die Notwendigkeit von Investitionen in innovative Mobilitätsangebote neben den erforderlichen Investitionen in das Bestandsnetz. Sie argumentierte, dass Offenheit für Innovationen langfristig den Wirtschaftsstandort Deutschland stärke. Dazu gehöre die Gleichstellung innovativer Mobilitätsangebote mit bestehenden Verkehrssystemen im Rahmen der Bundesförderung.

Dr. Tobias Knoblich, Infrastrukturstaatssekretär Thüringens, hob die technologischen Möglichkeiten der Magnetschwebebahn hervor, die sich durch große Geschwindigkeit, geringe Geräuschentwicklung und hohe Effizienz auszeichnet. Eine flächendeckende Implementierung sei gegenwärtig zwar noch Zukunftsmusik, jedoch könnten Modellprojekte wichtige Erkenntnisse für künftige Anwendungen liefern.

Das Transport System Bögl

Stefan Bögl, Vorstandsvorsitzender der Firmengruppe Max Bögl, äußerte sich erfreut über das Interesse der Verkehrsministerkonferenz. Er betonte die Rolle industriell vorgefertigter Mobilitätslösungen für den zügigen und effizienten Aus- und Neubau der Verkehrsinfrastruktur, eine zentrale Herausforderung der kommenden Jahre. Das Transport System Bögl ist ein fahrerloses elektromagnetisches Schwebesystem, das für den Personennahverkehr entwickelt wurde und seit 2012 auf einer 860 Meter langen Teststrecke in Sengenthal im Einsatz ist. Der Hersteller gibt für das System eine Kapazität von bis zu 127 Personen pro Fahrzeugteil bei einer Geschwindigkeit von 150 Kilometern pro Stunde an.

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