Tishman Speyer, ein international agierender Entwickler, Eigentümer und Betreiber von Immobilien, hat für zwei seiner Büroprojekte in Berlin Pre-Zertifizierungen durch den Good Mobility Council erhalten. Der LXK-Campus in Berlin-Friedrichshain wurde mit der Auszeichnung „Pre-Certified Good Mobility in Platin“, der höchsten Stufe des Mobilitätszertifikats, bedacht. Das Projekt „Elements“ an der Michaelkirchstraße in Berlin-Mitte erhielt die Bewertung „Pre-Certified Good Mobility in Gold“. Beide Standorte liegen vis-à-vis der Spree und nur wenige hundert Meter voneinander entfernt, was ihre Vernetzung im urbanen Gefüge Berlins unterstreicht.
Diese Zertifizierungen signalisieren eine strategische Ausrichtung von Tishman Speyer, Mobilität als integralen Bestandteil der Projektentwicklung zu verstehen. Die Bereitstellung einer optimalen Mobilitätsinfrastruktur wird als Faktor im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte betrachtet. Mit den Standards für LXK und Elements wird eine Mobilität geschaffen, die unterschiedlichen Nutzerbedürfnissen gerecht wird – sei es für Personen, die das Fahrrad, öffentliche Verkehrsmittel, Fußwege oder den PKW nutzen. Ziel ist eine hochwertige Nutzererfahrung an allen Standorten.
LXK-Campus: Standardsetzung im Fahrradparken
Der LXK-Campus, gelegen nahe dem Berliner Ostbahnhof, erreichte mit einer Bewertung von 92 Prozent den Platin-Status. Ein Aspekt der Planung ist die Verlagerung des Fahrradparkens für die beiden Gebäudeteile in das Erdgeschoss. Dies ermöglicht eine barrierefreie Erreichbarkeit von der Straße und sorgt für natürliche Belichtung der Flächen, die ursprünglich für Einzelhandel vorgesehen waren. Ergänzend sind Duschen, Umkleiden, Fahrrad-Reparaturstationen, 67 E-Bike-Lademöglichkeiten und 17 Stellplätze für Lastenräder vorhanden. Diese Maßnahmen sind auf die Anforderungen der Berliner Mobilitätswende ausgerichtet. Johannes Schmarje, Managing Director und Head of Berlin bei Tishman Speyer, bestätigte, dass die bewusste Umwidmung hochwertiger Einzelhandelsflächen zugunsten des Fahrrads im Erdgeschoss zur Steigerung der Nutzerzufriedenheit beiträgt.
Elements: Öffnung zum Wasser und Mobilitätskultur
Das Bürogebäude „Elements“ in Berlin-Mitte wurde mit Gold ausgezeichnet. Das Projekt zeichnet sich durch eine barrierefreie Durchwegung des Areals bis zur Uferpromenade an der Spree aus, wodurch Fußgänger aus angrenzenden Bereichen direkten Zugang zum Wasser erhalten. Das Fahrradparken im Untergeschoss ist über eine überdachte, beheizte Rampe und einen Aufzug erschlossen. Dies wird ergänzt durch „End-of-Trip-Facilities“, mindestens 12 E-Bike-Ladeplätze und Reparaturstationen. Eine Jelbi-Station mit Geofencing im direkten Umfeld soll Sharing-Angebote verfügbar machen und zur Ordnung im öffentlichen Raum beitragen. Zudem setzt „Elements“ auf „Green-Lease-Verträge“ mit Mobilitätsklauseln, die Angebote wie Jobtickets, Dienstrad-Leasing oder Mobilitätsbudgets umfassen und eine nachhaltige Mobilität langfristig fördern sollen. Das Projekt hat das Potenzial, die Ziele der Berliner Mobilitätswende zu unterstützen.
Dr. Ingo Kucz, Geschäftsführer des Good Mobility Council, ordnete die Zertifizierungen strategisch ein, indem er betonte, dass Tishman Speyer mit LXK und Elements zeige, wie sich der Business Case in der Immobilienentwicklung verändere. Investitionen in eine erstklassige Mobilitäts-Experience würden attraktivere Standorte für Mieter und Arbeitgeber schaffen. Die Projekte bildeten nicht nur einen Teil der Berliner Mobilitätswende, sondern setzten auch Maßstäbe dafür, wie Mobilität in der Projektentwicklung strategisch verankert werden könne. Christian Scheler, ebenfalls Geschäftsführer des Good Mobility Council, hob die planerische Qualität hervor, insbesondere die Umsetzung des Fahrradparkens im Erdgeschoss des LXK sowie die Kombination aus redundanter Fahrrad-Erschließung und angst-raumsensibler Garagengestaltung beim Elements, inklusive der Implementierung einer Jelbi-Station mit Geofencing. Dies zeige, dass durch gute Planung auch gute Mobilität entsteht.




