Das britische Immobilienportal Rightmove hat seine Erwartungen für die Angebotspreise in diesem Jahr korrigiert und prognostiziert nun einen Rückgang von bis zu 2 %. Diese Anpassung erfolgt trotz eines kurzzeitigen Aufschwungs, der auf den Regierungswechsel folgte. Zuvor hatte das Portal für 2026 einen Anstieg der Angebotspreise um 2 % prognostiziert, was die deutliche Änderung in der Markteinschätzung unterstreicht.
Die revidierte Prognose spiegelt eine vorsichtigere Haltung wider, die durch verschiedene makroökonomische Faktoren beeinflusst wird. Steigende Hypothekenzinsen und die anhaltende Inflation belasten die Kaufkraft der potenziellen Immobilienkäufer. Auch die allgemeine Unsicherheit bezüglich der wirtschaftlichen Entwicklung trägt zu dieser gedämpften Erwartung bei, obwohl der Markt nach der politischen Neuausrichtung kurzfristige Erleichterungen zeigte.
Faktoren der Preisanpassung
Die Gründe für die Neuanalyse sind vielschichtig. Die Erschwinglichkeit von Wohneigentum bleibt eine zentrale Herausforderung, insbesondere für Erstkäufer. Während die Nachfrage nach Wohnraum strukturell hoch ist, wirkt sich die restriktivere Kreditvergabe in Kombination mit höheren Finanzierungskosten dämpfend auf die Anzahl der Transaktionen und somit auf die Preisentwicklung aus. Die Preisbildung ist daher stärker von der realen Zahlungsfähigkeit der Haushalte als von reiner Nachfrage getrieben.
Experten des Immobilienportals weisen darauf hin, dass die ursprüngliche Prognose von einem anderen wirtschaftlichen Umfeld ausging. Die aktuellen Inflationsraten und die darauf folgenden Zinsanpassungen durch die Bank of England haben die Rahmenbedingungen für den Immobilienmarkt signifikant verändert. Diese Entwicklungen erfordern eine Neubewertung der Preisdynamik, die sich nun in der aktuellen Prognose manifestiert.
Ausblick auf den Markt
Ein Rückgang der Angebotspreise um 2 % deutet auf eine Stabilisierung des Marktes hin, bei der Verkäufer möglicherweise realistische Preisanpassungen vornehmen müssen, um Transaktionen zu ermöglichen. Dies könnte Käufern eine leichte Entlastung verschaffen, die in den vergangenen Monaten mit steigenden Kosten konfrontiert waren. Die weitere Entwicklung wird stark von der Geldpolitik und der allgemeinen Wirtschaftslage abhängen, wobei eine anhaltende Volatilität nicht auszuschließen ist.
- —Prognoseanpassung von +2 % auf -2 % der Angebotspreise.
- —Auslöser sind gestiegene Zinsen und Inflation.
- —Kurzzeitiger Aufschwung nach Regierungswechsel hat sich nicht verstetigt.
- —Kaufkraft der Haushalte bleibt unter Druck.













