Die Mitteldeutsche Flughafen AG (MFAG), Betreiberin der Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden, hat die umfassende Sanierung der Unternehmensgruppe erfolgreich zum Abschluss gebracht. Diese Maßnahme erfolgte sechs Monate vor dem ursprünglich avisierten Zeitplan. Die Begleitung der Restrukturierung oblag Michael Hengstmann, einem Partner der Executive Interim Partners (EIP), einem Spezialisten für Interim-Management-Dienstleistungen auf C-Level-Ebene.
Herr Hengstmann war hierbei im Rahmen des Mandats seit Juli 2024 als Vorstand und Chief Restructuring Officer (CRO) der MFAG tätig. Sein Auftrag umfasste die wirtschaftliche Stabilisierung der Gesellschaft, die Sicherstellung der Finanzierungsfähigkeit sowie das Schaffen von Voraussetzungen für eine nachhaltige operative Entwicklung und die Standortsicherung der beiden Flughäfen. Nach Erreichen der zentralen Sanierungsziele endete sein Mandat am 3. Juli 2026.
Wesentliche Erfolge der Restrukturierung
Die sanierten Finanzergebnisse der MFAG weisen eine substantielle Verbesserung auf. Nachdem im Geschäftsjahr 2024 noch eine drohende Liquiditätslücke von 145 Millionen Euro und ein negatives Jahresergebnis von rund 53,5 Millionen Euro prognostiziert waren, erzielte die Unternehmensgruppe im Jahr 2025 bereits wieder ein positives Ergebnis von 10,5 Millionen Euro. Die verfügbare Liquidität belief sich zum 31. Dezember 2025 auf etwa 123 Millionen Euro. Für das laufende Geschäftsjahr 2026 wird, ungeachtet der Marktsituation, eine weitere Steigerung des Jahresergebnisses angestrebt.
Ein maßgeblicher Schritt zur langfristigen Sicherung der Finanzierung war die Refinanzierung im August 2024 durch ein Bankenkonsortium in Höhe von 339 Millionen Euro. Ergänzend dazu wurde die zweite Änderungsvereinbarung zum Konsortialkreditvertrag über 238 Millionen Euro vollzogen, womit die Finanzierung der MFAG bis zum Jahr 2038 gesichert ist. Die Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen und des Landes Sachsen-Anhalt, Michael Kretschmer und Sven Schulze, hatten bereits am 30. Januar 2026 in einer gemeinsamen Erklärung die Unterstützung der MFAG durch die teilweise Erstattung hoheitlicher Kosten nicht-wirtschaftlicher Art in Höhe von 98 Millionen Euro bis 2030 zugesagt.
Die vorläufige Sanierungsabschlussbescheinigung im Rahmen des IDW-S6-Verfahrens, ausgestellt durch den Sanierungsberater KPMG, bestätigt den erfolgreichen Abschluss zentraler Restrukturierungsmaßnahmen und ermöglichte die frühere Beendigung der Sanierung. Michael Hengstmann betonte, dass die Kombination aus kurzfristiger Handlungsfähigkeit und einer langfristig tragfähigen Perspektive entscheidend für den Erfolg war. Er führte weiter aus, der Erfolg sei das Resultat konsequenter Umsetzung, enger Abstimmung und der umfassenden Unterstützung durch Gesellschafter, Banken, Aufsichtsratsgremien sowie die internen Akteure der MFAG.
Operative und strategische Maßnahmen
Im Rahmen seines Mandats unterstützte Michael Hengstmann die MFAG bei der Entwicklung und Umsetzung des Sanierungskonzepts, der Refinanzierung und der Personalrestrukturierung. Zudem übernahm er interimistisch die Funktion des Chief Financial Officer (CFO). Zur nachhaltigen Sicherung des Restrukturierungserfolges wurden neue Betriebskonzepte für die Standorte Leipzig/Halle und Dresden erarbeitet und ein Lenkungsausschuss zur fortlaufenden Transformation implementiert.
Sachsen Finanzminister Christian Piwarz und Sachsen-Anhalts Finanzminister Michael Richter, beide stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der MFAG, würdigten in ihren Stellungnahmen Herrn Hengstmanns Engagement und seine entscheidende Rolle bei der Restrukturierung, dem operativen Turnaround und der Refinanzierung, die die Grundlage für eine stabile Entwicklung der Flughäfen geschaffen haben. Christian Piwarz hob hervor, dass Hengstmann eine wirtschaftlich gestärkte Gesellschaft mit einer bis 2038 gesicherten Bankenfinanzierung übergibt, deren positives Jahresergebnis sich 2026 weiter verbessern soll. Michael Richter bekräftigte, dass die MFAG durch Hengstmanns Handeln aus einer existenziell schwierigen Lage stabilisiert wurde und nun über ausreichende Liquidität sowie eine langfristig gesicherte Finanzierung verfügt.




