Der Markt für luxuriöse Zweitwohnsitze in Manhattan bleibt dynamisch, ungeachtet der Bemühungen, diesen durch Besteuerung einzudämmen. Während ein Richter des Obersten Gerichtshofs auf Staten Island in der zweiten Augustwoche die Einführung der von Bürgermeister Zohran Mamdani initiierten Pied-à-Terre-Steuer – einer umstrittenen Abgabe auf Zweitwohnungen im Wert von über 5 Millionen Dollar – blockierte, verzeichnete die erste Augustwoche einen jährlichen Anstieg der entsprechenden Verkäufe.
Laut Daten von Corcoran Sunshine, die exklusiv dem Commercial Observer vorlagen, wurden vom 1. bis 7. August 16 Verträge über 5 Millionen Dollar unterzeichnet. Dies entspricht einer Steigerung von 7 Prozent im Vergleich zur Vorjahreswoche 2025. Seit der Verabschiedung des Gesetzes vor 16 Wochen sind die Verkäufe von Eigentumswohnungen, Genossenschaftswohnungen und Stadthäusern mit einem Wert von über 5 Millionen Dollar um 1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. Im Vergleich zum Fünfjahresdurchschnitt beträgt der Anstieg 3 Prozent.
Marktentwicklung und Preisegmentierung
Insgesamt wurden in Manhattan vom 18. April bis 7. August 302 Verkäufe über 5 Millionen Dollar verzeichnet, verglichen mit 268 Verkäufen im Zeitraum vom 31. Januar bis 17. April. Für den gleichen Zeitraum von April bis August stiegen die Verkäufe von Immobilien im Wert zwischen 5 Millionen und 15 Millionen Dollar um 2 Prozent im Jahresvergleich, während Verkäufe im Segment zwischen 15 Millionen und 25 Millionen Dollar ein Wachstum von 8 Prozent verzeichneten.
Immobilien mit höheren Preisen, ab 25 Millionen Dollar, verzeichneten indes einen Rückgang von 20 Prozent im Jahresvergleich. Dennoch bedeuten diese Zahlen nicht, dass in diesem Segment keine Transaktionen stattfinden. Der größte in der Woche vom 1. bis 7. August unterzeichnete Vertrag betraf eine gesamte Etagenwohnung in der 1122 Madison Avenue im Wert von 40,5 Millionen Dollar.
Hintergrund zur Pied-à-Terre-Steuer
Die Stimmung bezüglich Mamdanis Pied-à-Terre-Steuer ist seit der Verabschiedung der Gesetzgebung Ende Mai geteilt. Ein kontroverses Video des Bürgermeisters, das Ken Griffin, CEO von Citadel, namentlich wegen seines 238 Millionen Dollar teuren Penthouses in Manhattan erwähnte, führte zu Spekulationen, Griffin könnte den geplanten Citadel-Turm in Midtown aufgeben und sich stattdessen auf Florida konzentrieren. Trotz zunehmender Frustration bei den Eigentümern sind die Verkaufsaktivitäten jedoch nicht zum Erliegen gekommen.














