Das Medizintechnikunternehmen Getinge, ein weltweit agierender Anbieter im Bereich der Medizintechnik, hat seinen neuen Standort im HEADS Office in Aschheim-Dornach bei München bezogen. Der Umzug erfolgte in eine Fläche von 1.350 Quadratmetern, die gezielt auf die Unternehmenskultur und die spezifischen Anforderungen des Unternehmens zugeschnitten wurde. Getinge, 1904 in Schweden gegründet, zählt zu den führenden Akteuren in seinem Segment und beliefert Kunden in mehr als 135 Ländern mit Intensivpflegesystemen, OP-Ausstattung und Sterilgut-Aufbereitungsanlagen.
Die Gestaltung der neuen Büroräume für die etwa 80 Mitarbeiter wurde maßgeblich durch das Münchner Architekturbüro CSMM umgesetzt. Ziel war es, die Unternehmensidentität räumlich erlebbar zu machen und eine Arbeitsumgebung zu schaffen, die sowohl Innovation als auch die Unternehmenskultur fördert. Laut Nicola Bötsch, Projektleiterin bei CSMM, fungieren Räume als Identitäts- und Zugehörigkeitsanker, insbesondere angesichts zunehmender Flexibilität in den Arbeitsmodellen.
Konzeption und Designphilosophie
Die Gestaltung der Innenräume im HEADS Office orientiert sich an der Corporate Identity von Getinge. Bereits im Eingangsbereich werden die charakteristischen Markenfarben an Wänden und Decken sowie das raumbildende Logo prägnant eingesetzt. Darüber hinaus wurden Lichtinstallationen integriert, welche an Medizinschläuche erinnern, und spezielle Möbel für die Produktpräsentation genutzt. Diese Elemente schaffen eine visuelle Verbindung zur Tätigkeit des Unternehmens und sollen die Mitarbeiterbindung stärken. Ein zentraler „Cook and Connect“-Bereich, eine traditionelle Einrichtung bei Getinge, wurde neu interpretiert und dient als Ort für den Austausch der Mitarbeiter.
Das HEADS Office, realisiert von der Rock Capital Group, zeichnet sich durch seine hochwertige Innenausstattung, Indoor-Gärten und ein detailliertes Design aus, welches bereits fünf Architekturpreise erhalten hat. Diese architektonische Qualität des Gesamtobjekts inspirierte Getinge bei der eigenen Flächengestaltung. Andreas Wißmeier, Geschäftsführer der Rock Capital Group, betont die Bedeutung eines modernen Arbeitsumfeldes als Mehrwert für Unternehmen und Mitarbeiter, wobei Design einen entscheidenden Beitrag zur Steigerung von Produktivität und Innovationskraft leisten kann.
Flexibilität und Zukunftsfähigkeit
Ein wesentliches Merkmal, das sich sowohl im HEADS als auch in den von Getinge bezogenen Flächen widerspiegelt, ist die Flexibilität. Die Grundrisse im HEADS sind anpassbar, und CSMM hat die Bereiche für Getinge multifunktional konzipiert. Möbel lassen sich neu gruppieren und Räume flexibel für unterschiedliche Arbeitsformen wie Meetings, Mitarbeitergespräche oder Teamarbeit nutzen. Diese antizipative Gestaltung ist ein Schlüsselfaktor für moderne Arbeitswelten, da sie auf wechselnde Teamgrößen und dynamische Projektstrukturen reagiert.
Nutzerzentrierte Planung ist hierbei eine Voraussetzung für Leistungsfähigkeit, indem Kommunikationszonen und Rückzugsorte sich ergänzen und Transparenz, Helligkeit sowie Tageslichtbezug für Orientierung und Wohlbefinden sorgen. Hochwertige Materialien tragen zur Langlebigkeit und Werthaltigkeit bei, was sowohl ökonomische als auch ökologische Vorteile bietet. Eine Studie des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) belegt, dass qualitätsvoll gestaltete, flexible Arbeitsumgebungen Motivation, Leistungsfähigkeit und Innovationsbereitschaft signifikant positiv beeinflussen, was die Attraktivität als Arbeitgeber steigert.




