Die Deutsche Investment (DI) hat mit dem Baustart eines Wohnungsneubauprojekts in Berlin begonnen, welches die Wertschöpfung innerhalb eines bestehenden Immobilienportfolios in Berlin-Mitte erweitern soll. Auf einem bisher teilweise versiegelten und untergenutzten Grundstück, gelegen in einem zweiten Innenhof, werden durch Nachverdichtung 54 neue Wohneinheiten realisiert. Die Bruttogeschossfläche dieses Vorhabens beträgt rund 5.640 Quadratmeter.
Dieses Vorhaben markiert einen strategisch relevanten Schritt für die Deutsche Investment. Es stellt das erste Mal dar, dass das Unternehmen in Deutschland einen Wohnungsneubau im Rahmen eines Direktmandats für einen internationalen institutionellen Investor umsetzt. Das Projekt demonstriert die Befähigung der Deutschen Investment, Immobilienprojekte von der Entwicklungsphase bis zur langfristigen Bewirtschaftung zu begleiten. Angesichts der innerstädtischen Lage und der geringen verfügbaren Flächen für die Baulogistik wurden spezielle Planungs- und Bauweisen erforderlich.
Hybride serielle Bauweise als Projektlösung
Die spezifische Herausforderung dieses Projekts liegt in der örtlichen Gegebenheit eines zweiten Innenhofs, der limitierte Baustellen- und Transportflächen mit sich bringt. Während die Deutsche Investment bereits Erfahrungen mit der erfolgreichen Umsetzung urbaner Nachverdichtungsprojekte in Holzmodulbauweise sammeln konnte, erwies sich dieses Verfahren für den vorliegenden Standort als weniger geeignet. Als Alternative wurde eine projektspezifische hybride serielle Bauweise entwickelt. Diese kombiniert die Vorteile industrieller Vorfertigung mit den Anforderungen eines innerstädtischen Neubaus.
Zum Einsatz kommen vorgefertigte Bad- und Installationsmodule sowie Wand-, Fassaden- und Balkonelemente. Diese werden unter kontrollierten Produktionsbedingungen gefertigt und anschließend auf der Baustelle montiert. Dieser Ansatz führt zu einer Verkürzung der Abläufe auf der Baustelle und reduziert gleichzeitig Transport- sowie Baustellenverkehr. Die industrielle Fertigung soll zudem die Ausführungsqualität steigern sowie Termin- und Kostensicherheit erhöhen. Cigdem Yildirim Klippert, Prokuristin und Direktorin Projektentwicklung der Deutschen Investment Kapitalverwaltung AG, erklärte, dass innerstädtische Nachverdichtungsprojekte intelligente Lösungen erforderten, da sich bauliche und baulogistische Rahmenbedingungen standortspezifisch stark unterscheiden. Die gewählte Bauweise sei das Ergebnis dieser projektspezifischen Analyse.
Ressourceneffizienz und langfristige Werthaltigkeit
Bei der Planung des Projekts lagen Schwerpunkte auf einer energieeffizienten Gebäudeauslegung sowie einem hohen Vorfertigungsgrad. Die Vorfertigung wesentlicher Bauteile verlagert diverse Arbeitsschritte in kontrollierte Produktionsumgebungen, was eine standardisierte Ausführung und effiziente Organisation von Material- und Logistikprozessen auf der Baustelle fördert. Die Ausstattung des Gebäudes umfasst eine Photovoltaikanlage, digitale Gebäudeinfrastruktur, zusätzliche überdachte Fahrradstellplätze sowie eine Fahrradreparaturstation. Die vorgelagerten Balkone übernehmen die Funktion eines passiven sommerlichen Sonnenschutzes.
Cigdem Yildirim Klippert betonte, dass neben der Energieeffizienz eines Gebäudes auch ressourcenschonende Bauprozesse, eine langfristige Nutzungsqualität und wirtschaftliche Stabilität entscheidend seien. Mit dem hohen Vorfertigungsgrad und dem Energiekonzept werde die Grundlage für ein zukunftsfähiges Wohngebäude gelegt. Das Projekt demonstriert die Kompetenz der Deutschen Investment, anspruchsvolle innerstädtische Projektentwicklungen auch unter komplexen baulogistischen Rahmenbedingungen wirtschaftlich und mit hoher baulicher Qualität umzusetzen. Es erfülle außerdem die Anforderungen institutioneller Investoren an Planungssicherheit und professionelles Risikomanagement. Frau Klippert merkte an, dieses Projekt markiere in mehrfacher Hinsicht einen Meilenstein: Es schaffe dringend benötigten Wohnraum durch Nachverdichtung und realisiere erstmals in Deutschland einen Wohnungsneubau im Rahmen eines Direktmandats für einen internationalen institutionellen Investor. Dies bestätige das Vertrauen in die Fähigkeit, selbst anspruchsvolle Standorte wirtschaftlich und wertsteigernd zu entwickeln.




