Im ersten Halbjahr 2026 zeigten sich in der Entwicklung in den USA inkonsistente Fortschritte, da die Materialkosten weiter stiegen und nur Anlagen mit den höchsten Renditen realisiert wurden. Dies führt dazu, dass Rechenzentren, Energieinfrastruktur, fortschrittliche Fertigung und die pharmazeutische Produktion einen Aufschwung erleben, während Büro-, Einzelhandels- und Hochschulimmobilien auf nationaler Ebene deutlich zurückbleiben. Ein wesentlicher Grund hierfür sind die anhaltenden Zollpolitiken, wie ein Bericht von Skanska hervorhebt.
Trotz dieser Sektordifferenzierung arbeiten die Lieferketten für Materialien jedoch mit voller Kapazität, erklärte Tom Park, Vizepräsident für nationale strategische Lieferketten bei Skanska, gegenüber dem Commercial Observer. Er beschreibt den Markt als eine Mischung aus „heiß und warm“, wobei die Projektaktivitäten im Bereich Rechenzentren, Halbleiter und Biowissenschaften besonders hervorstechen.
Steigende Nachfrage und Lieferzeiten
Es gibt eine „beispiellose Nachfrage“ in den Bereichen Mechanik, Elektrik, Sanitär und Stahl, was zu verlängerten Lieferzeiten und steigenden Kosten führt. Faktoren, die diese Engpässe in den Lieferketten verursachen, sind unter anderem die Section 338-Zölle auf kanadische Importe, Verzögerungen bei petrochemischen Importschiffen durch die Straße von Hormus sowie höhere Preise für heimische Materialien, bedingt durch das Verhältnis von Angebot und Nachfrage.
Insbesondere die Zölle auf Stahl, Aluminium und Kupfer treiben die Preise in die Höhe. Herr Park erläutert, dass Zölle „heimischen Produzenten die Möglichkeit geben, ihre Preise zu erhöhen.“ Für diese Materialien und abgeleitete Produkte hätten die Zölle zu einer Preiserhöhung geführt, da die ausländische Konkurrenz die Zölle überwinden müsse.
Volle Kapazitätsauslastung in der Produktion
Die Lieferzeiten für Materiallieferungen haben sich von 24 bis 36 Wochen auf 40 bis 50 Wochen verlängert, was für Herrn Park ein klares Zeichen ist, dass Metallwerke und Verarbeiter mit voller Kapazität arbeiten. Dieser Trend wird sich voraussichtlich in den nächsten sechs bis zwölf Monaten fortsetzen, da Investoren ihr Kapital dort anlegen, wo es sich am stärksten vermehren kann.
Der Skanska-Bericht zeigt auf, dass die privaten Bauausgaben für Nichtwohngebäude von 1,7 Prozent im Jahr 2019 auf 5,4 Prozent im Jahr 2025 gestiegen sind. Auch die Entwicklung im Bereich Biowissenschaften verzeichnet erhebliches Wachstum. Skanska verzeichnet eine hohe Zahl von Kunden, die Interesse an der Errichtung von Biowissenschafts-Immobilien zeigen, und das globale Entwicklungsunternehmen sichert sich derzeit neue Projektverträge in diesem Teilmarkt.














