Die Deutsche Bundesbank hat einen entscheidenden Schritt zur Realisierung ihres künftigen Hauptsitzes unternommen. Für die neue Zentrale wurde ein europaweites Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb initiiert. Im Gegensatz zum ursprünglichen Konzept eines Campus setzt die Notenbank nun auf den Erwerb einer schlüsselfertigen Immobilie. Diese kann sowohl ein Neubau als auch eine kernsanierte Bestandsimmobilie sein und muss ein geeignetes Grundstück innerhalb des Frankfurter Stadtgebiets umfassen.
Stephan Bredt, Chief Operating Officer der Bundesbank, äußerte sich zur Veröffentlichung der Ausschreibung und betonte, dass der Kauf einer neuen Zentrale eine wirtschaftliche, moderne und zukunftsfähige Lösung für den Hauptsitz der Bank darstelle. Das Vorhaben ist in zwei Hauptphasen strukturiert, um eine umfassende und transparente Abwicklung zu gewährleisten. Die sorgfältige Planung unterstreicht den Anspruch an eine langfristig tragfähige Immobilienlösung.
Phasen des Vergabeverfahrens
Die erste Phase des Prozesses beinhaltet das eigentliche Vergabeverfahren, welches einen Teilnahmewettbewerb sowie eine Angebots- und Verhandlungsphase umfasst. Diese Phase zielt auf den Abschluss eines Kaufvertrags ab. Im Anschluss daran folgt die zweite Phase. Hierbei obliegt es dem im Vergabeverfahren ermittelten Auftragnehmer, die Planung, den Bau oder die Sanierung der Immobilie durchzuführen. Diese Arbeiten werden bis zur finalen Abnahme durch die Bundesbank und dem darauffolgenden Einzug der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter andauern.
Die Auswahl der geeigneten Bewerber im Rahmen des Vergabeverfahrens basiert auf objektiven Eignungs- und Mindestkriterien. Nach den Verhandlungen wird die Bundesbank das wirtschaftlichste Angebot für den Erwerb der neuen Zentrale auf Basis spezifischer Zuschlagskriterien ermitteln. Zu diesen Kriterien zählen unter anderem der Preis, die Gebäudequalität, die Effizienz der Projektabwicklung sowie der Abnahmetermin. Herr Bredt hob zudem die Relevanz einer vorteilhaften Lage und einer exzellenten Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr hervor, um die Erreichbarkeit für Beschäftigte, externe Geschäftspartner und Besucher zu optimieren.
Anforderungen und Zielsetzung
Die Bundesbank strebt eine Zuschlagserteilung bis Ende 2027 an. Die geplante neue Zentrale soll Kapazitäten für circa 2.500 Arbeitsplätze bereitstellen und zusätzlich rund 15.000 Quadratmeter Nutzfläche für spezielle und funktionale Bereiche umfassen. Dies ermöglicht die Schaffung eines Standortes, der die zukünftigen Anforderungen der Bundesbank umfassend erfüllt. Ein Projektteam der Bundesbank hat gemeinsam mit externen Beratern die Anforderungen an die neue Zentrale detailliert erarbeitet.
Neben rechtlichen und wirtschaftlichen Aspekten wurden bei der Definition der Anforderungen auch funktionale Parameter wie Sicherheit, Nachhaltigkeit, die technische Gebäudeausstattung und die Innenarchitektur berücksichtigt. Das übergeordnete Ziel ist die Realisierung einer gleichermaßen wirtschaftlichen, nachhaltigen und zukunftsfähigen neuen Zentrale für die Deutsche Bundesbank in Frankfurt.














