Die DEMIRE Deutsche Mittelstand Real Estate AG hat ihre Jahresprognose für das Geschäftsjahr 2026 adjustiert. Diese Anpassung resultiert aus einer positiveren Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2026 als ursprünglich antizipiert. Trotz der erwartungsgemäß rückläufigen Mieterträge, welche auf die fortgesetzten Immobilienverkäufe zurückzuführen sind, weist das Unternehmen positive FFO I (Funds From Operations) in Höhe von 2,0 Mio. EUR sowie ein EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) von 8,0 Mio. EUR aus.
Für das Gesamtjahr 2026 antizipiert der Vorstand nun Mieterträge in einer Bandbreite von 42,5 bis 44,5 Mio. EUR. Die Prognose für die FFO I nach Steuern, vor Minderheiten und Zinsen auf Gesellschafterdarlehen wird auf 0,5 bis 2,5 Mio. EUR angehoben. Zuvor lagen die Erwartungen für die Mieterträge bei 41,5 bis 43,5 Mio. EUR und für die FFO I bei -1,0 bis 1,0 Mio. EUR. Im Geschäftsjahr 2025 wurden Mieterträge von 53,5 Mio. EUR und FFO I von 10,1 Mio. EUR verzeichnet.
Operative Kennzahlen und Portfolioentwicklung
Die Mieterträge verringerten sich aufgrund der Objektverkäufe um 17,1 Prozent auf 23,0 Mio. EUR im ersten Halbjahr 2026, gegenüber 27,8 Mio. EUR im ersten Halbjahr 2025. Das EBIT stieg im gleichen Zeitraum auf 8,0 Mio. EUR. Im Vorjahreszeitraum hatte das EBIT noch bei -24,9 Mio. EUR gelegen, beeinflusst durch Sondereffekte aus Abschreibungen von Darlehen an Limes-Gesellschaften und Bewertungsverluste. Die FFO I beliefen sich auf 2,0 Mio. EUR, verglichen mit 5,0 Mio. EUR im ersten Halbjahr 2025.
Der Marktwert des DEMIRE-Portfolios sank auf rund 670,8 Mio. EUR (31.12.2025: 688,3 Mio. EUR). Dieser Rückgang ist primär auf den Verkauf der Immobilie in Flensburg sowie den Teilverkauf eines Wohnhauses in Bonn zurückzuführen. Infolgedessen reduzierte sich der Net Asset Value (NAV) je Aktie im Berichtszeitraum um 0,19 EUR auf 1,40 EUR (31.12.2025: 1,59 EUR). Die Vermietungsleistung erreichte 18.300 m² (H1 2025: 40.460 m²), während die EPRA-Leerstandsquote auf 21,5 Prozent anstieg (31.12.2025: 16,4 Prozent). Die durchschnittliche Restlaufzeit der Mietverträge (WALT) des gesamten Portfolios verbesserte sich trotz der reduzierten Portfoliobasis nach Mietvertragsabschlüssen auf 5,0 Jahre (31.12.2025: 4,7 Jahre).
Finanzierungsstrategie und Ausblick
Die durchschnittlichen nominalen Fremdkapitalkosten verzeichneten im Berichtszeitraum einen leichten Rückgang auf 4,74 Prozent pro Jahr (31.12.2025: 4,83 Prozent). Der Nettoverschuldungsgrad (Net-LTV) lag bei 42,4 Prozent und damit marginal über dem Jahresendwert 2025 von 41,8 Prozent. Die liquiden Mittel beliefen sich zum Stichtag auf 44,4 Mio. EUR, nach 54,2 Mio. EUR zum 31.12.2025.
Dr. Dirk Rüffel, CEO der DEMIRE, betonte, dass die positive Entwicklung im ersten Halbjahr die konsequente Umsetzung der Portfoliotransformation selbst in einem anspruchsvollen Marktumfeld unterstreiche. Für das zweite Halbjahr werde der Fokus auf die Vermietungsleistung und die operative Stabilisierung des Portfolios gerichtet. Tim Brückner, CFO der DEMIRE, führte aus, dass die vorausschauende Finanzierungsstrategie durch frühzeitige Refinanzierungsmaßnahmen zur Senkung der Fremdkapitalkosten und zur Stärkung der Finanzierungsstruktur beigetragen habe. Die derzeit in Umsetzung befindlichen Immobilienverkäufe sollen zusätzliche Liquidität generieren und zur weiteren Reduzierung der Verschuldung beitragen.













