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Was ist der iSFP-Zuschuss?

Der iSFP-Zuschuss fördert professionelle Energieberatungen für Wohngebäude. Erfahren Sie, wie Sie dank dieser staatlichen Unterstützung Energiekosten sparen und den Wert Ihrer Immobilie steigern können.

6 min Lesezeit
Was ist der iSFP-Zuschuss?

Eigentümer von Wohngebäuden stehen oft vor der Herausforderung, den Energieverbrauch ihrer Immobilie zu optimieren. Sei es zur Reduzierung der Heizkosten, zur Steigerung des Wohnkomforts oder zur Erfüllung gesetzlicher Anforderungen – eine energetische Sanierung ist häufig unumgänglich. Doch wo beginnt man? Welche Maßnahmen sind sinnvoll, effektiv und wirtschaftlich? Hier kommt der sogenannte iSFP-Zuschuss ins Spiel. Der iSFP-Zuschuss ist eine staatliche Förderung, die Hausbesitzer dabei unterstützt, eine fundierte Energieberatung in Anspruch zu nehmen. Das Kürzel iSFP steht dabei für „individuelle Sanierungsfahrplan“. Dieser Fahrplan ist nicht nur ein Gutachten, sondern ein maßgeschneidertes Konzept, das auf die Besonderheiten der jeweiligen Immobilie zugeschnitten ist und die Eigentümer bei ihren Sanierungsentscheidungen leitet.

Was ist der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP)?

Der individuelle Sanierungsfahrplan, kurz iSFP, ist ein zentrales Instrument der Energieberatung. Er stellt eine detaillierte Analyse des energetischen Zustands eines Wohngebäudes dar und entwickelt darauf aufbauend eine schrittweise Strategie für dessen energetische Modernisierung. Der iSFP wird von einem zertifizierten Energieberater erstellt und ist speziell für Wohngebäude konzipiert, die keine Neubauten sind. Sein Ziel ist es, Eigentümern eine klare Perspektive auf die Potenziale ihrer Immobilie im Hinblick auf Energieeffizienz, Kosteneinsparungen und Umweltschutz zu geben. Dabei werden nicht nur einzelne Maßnahmen isoliert betrachtet, sondern ein ganzheitliches Konzept erarbeitet, das die Wechselwirkungen verschiedener Sanierungsschritte berücksichtigt.

Ein wesentliches Merkmal des iSFP ist seine Langfristigkeit. Er zeigt nicht nur auf, was sofort getan werden kann, sondern auch, welche Schritte zu einem späteren Zeitpunkt sinnvoll sind, um ein angestrebtes energetisches Niveau zu erreichen. Dies ermöglicht den Eigentümern, Sanierungen über mehrere Jahre zu strecken, finanzielle Belastungen zu planen und dennoch ein stimmiges Gesamtkonzept zu verfolgen. Der iSFP ist somit ein strategisches Planungswerkzeug und nicht nur eine Momentaufnahme.

Die Vorteile eines individuellen Sanierungsfahrplans

Die Erstellung eines iSFP bietet für Immobilienbesitzer zahlreiche Vorteile, die weit über die reine Identifizierung von Sanierungsmaßnahmen hinausgehen. Zunächst verschafft der Plan eine transparente Übersicht über den aktuellen energetischen Zustand des Gebäudes und deckt Schwachstellen auf. Dies ist die Grundlage für jede sinnvolle Sanierungsentscheidung. Darüber hinaus hilft der Fahrplan dabei, die Kosten und Einsparungen potenzieller Maßnahmen besser abzuschätzen und deren Wirtschaftlichkeit zu bewerten.

  • Transparente Darstellung des energetischen Ist-Zustands Ihres Gebäudes.
  • Entwicklung einer an die Immobilie angepassten, schrittweisen Sanierungsstrategie.
  • Priorisierung von Maßnahmen nach Effizienz, Wirtschaftlichkeit und individuellen Bedürfnissen.
  • Aufzeigen von Fördermöglichkeiten für die einzelnen Sanierungsschritte.
  • Höhere Akzeptanz und vereinfachte Beantragung von Fördermitteln für spätere Sanierungen.
  • Potenzielle Wertsteigerung der Immobilie durch verbesserte Energieeffizienz.

Wer kann den iSFP-Zuschuss beantragen und wofür?

Der iSFP-Zuschuss richtet sich an Eigentümer von Bestandswohngebäuden in Deutschland. Das sind in der Regel Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Mehrfamilienhäuser, für die keine Neubauförderung in Anspruch genommen wird. Die Förderung ist explizit für die Inanspruchnahme einer Energieberatung vorgesehen, die in der Erstellung eines individuellen Sanierungsfahrplans mündet. Es wird also nicht die Sanierungsmaßnahme selbst gefördert, sondern die vorbereitende Beratung durch einen qualifizierten Energieberater. Ziel ist es, Immobilieneigentümer dazu zu motivieren, eine professionelle und ganzheitliche Beratung in Anspruch zu nehmen, bevor sie in kostenintensive Sanierungen investieren.

Die Beratung muss von einem qualifizierten Energieberater durchgeführt werden, der auf der Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes gelistet ist. Diese Liste wird von der Deutschen Energie-Agentur (dena) geführt und gewährleistet, dass die Berater über die notwendige Fachkenntnis und Erfahrung verfügen. Es ist wichtig sicherzustellen, dass der ausgewählte Berater auch tatsächlich für die Bundesförderung zugelassen ist, da sonst die Förderung nicht in Anspruch genommen werden kann. Der iSFP-Zuschuss ist eine Teilerstattung der Beratungskosten.

Wie hoch ist der iSFP-Zuschuss?

Die Höhe des iSFP-Zuschusses kann sich im Laufe der Zeit ändern, daher sollten Eigentümer immer die aktuellen Förderrichtlinien prüfen. Grundsätzlich ist der Zuschuss so konzipiert, dass er einen erheblichen Teil der Beratungskosten abdeckt, wodurch die Hürde für die Beauftragung einer fundierten Energieberatung gesenkt wird. Die genaue Höhe der Förderung ist in den Richtlinien der Bundesförderung für Energieberatung für Wohngebäude (EBW) festgelegt und wird meist als Prozentsatz der förderfähigen Beratungskosten sowie mit einem maximalen Zuschussbetrag pro Wohneinheit kommuniziert.

Als Beispiel: Aktuell (Stand der letzten Aktualisierung) werden üblicherweise bis zu 80 Prozent der förderfähigen Beratungskosten bezuschusst. Für Ein- und Zweifamilienhäuser kann der maximale Zuschuss einen bestimmten Betrag pro Gebäude erreichen, zum Beispiel 1.300 Euro. Für Mehrfamilienhäuser ist dieser Betrag in der Regel höher und wird oft pro Wohneinheit berechnet, beispielsweise 500 Euro pro Wohneinheit, jedoch gedeckelt bei einem Gesamtbetrag pro Gebäude, zum Beispiel 5.000 Euro. Es ist essenziell, die genauen Konditionen zum Zeitpunkt der Antragstellung zu erfragen oder auf den offiziellen Seiten des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) nachzuschlagen.

Der Ablauf: Vom Antrag bis zur fertigen Beratung

Der Weg zum iSFP-Zuschuss ist klar strukturiert. Es beginnt mit der Suche nach einem qualifizierten Energieberater. Dieser sollte nicht nur auf der Energieeffizienz-Expertenliste des Bundes gelistet sein, sondern auch Erfahrung mit der Erstellung von iSFP haben und bestenfalls bereits erfolgreich Anträge für seine Kunden eingereicht haben. Sobald ein geeigneter Berater gefunden ist, wird der Beratungsauftrag erteilt. Der Berater übernimmt in der Regel die Antragsstellung für den Zuschuss, da er mit den Formalitäten vertraut ist.

  • Energieberater auswählen: Suchen Sie einen zertifizierten Energieberater über die dena-Expertenliste.
  • Beratungsangebot einholen: Lassen Sie sich ein detailliertes Angebot für die Erstellung des iSFP unterbreiten.
  • Antragstellung: Der Energieberater stellt in der Regel den Antrag auf Förderung beim BAFA im Namen des Eigentümers.
  • Beratungstermin vereinbaren: Nach Bewilligung des Antrags erfolgt ein Ortstermin zur Bestandsaufnahme und Analyse.
  • Erstellung des iSFP: Der Berater erarbeitet den individuellen Sanierungsfahrplan, der den aktuellen Zustand, empfohlene Maßnahmen und Fördermöglichkeiten aufzeigt.
  • Abschlussgespräch: Der Energieberater präsentiert und erläutert den erstellten iSFP. Die Beratungsleistung ist erbracht.
  • Auszahlung des Zuschusses: Nach Prüfung der Unterlagen erfolgt die Auszahlung des Zuschusses an den Antragsteller.

Wichtige Aspekte und mögliche Fallstricke

Bei der Inanspruchnahme des iSFP-Zuschusses gibt es einige wichtige Punkte zu beachten, um eine reibungslose Abwicklung zu gewährleisten und mögliche Fallstricke zu vermeiden. Ein Hauptpunkt ist, dass der Antrag auf Förderung unbedingt vor Beginn der eigentlichen Energieberatung gestellt und bewilligt werden muss. Wer bereits eine Beratung beauftragt oder gar mit der Maßnahmenumsetzung begonnen hat, bevor der Zuschuss bewilligt wurde, verliert in der Regel den Anspruch auf Fördermittel für die Beratung. Eine nachträgliche Förderung ist in diesem Kontext nicht vorgesehen.

Ein weiterer Aspekt ist die Qualifikation des Energieberaters. Nur Berater, die auf der Energieeffizienz-Expertenliste des Bundes registriert und für die jeweilige Förderkategorie zugelassen sind, können eine förderfähige Beratung durchführen. Es ist ratsam, Angebote von mehreren Beratern einzuholen und deren Qualifikationen sowie Referenzen sorgfältig zu prüfen. Zudem sollten Eigentümer die im iSFP vorgeschlagenen Maßnahmen kritisch hinterfragen und sicherstellen, dass diese zu ihren individuellen Bedürfnissen und finanziellen Möglichkeiten passen. Der iSFP ist eine Empfehlung und keine Verpflichtung.

Fazit

Der iSFP-Zuschuss ist ein wertvolles Instrument für Eigentümer von Wohngebäuden, die ihre Immobilie energetisch auf den neuesten Stand bringen möchten. Er erleichtert den Zugang zu einer qualifizierten Energieberatung und liefert mit dem individuellen Sanierungsfahrplan eine fundierte Grundlage für alle weiteren Entscheidungen. Durch die präzise Analyse und die schrittweise Planung können Sanierungsmaßnahmen effizienter, kostensparender und zielgerichteter umgesetzt werden. Langfristig führt dies nicht nur zu geringeren Energiekosten und einem höheren Wohnkomfort, sondern auch zu einer nachhaltigen Wertsteigerung der Immobilie. Es lohnt sich daher für jeden Hausbesitzer, sich mit diesem Förderprogramm auseinanderzusetzen und die Unterstützung in Anspruch zu nehmen.

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Michael Freitag
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