Hannover hat im Bürovermietungsmarkt eine positive Entwicklung im ersten Halbjahr des Jahres gezeigt. Der Flächenumsatz erreichte 72.200 m², was eine Steigerung von 56 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und 24 Prozent im Vergleich zum Fünfjahresschnitt darstellt. Dieser Wert übertrifft bereits die Hälfte des für das Gesamtjahr prognostizierten Umsatzes von bis zu 125.000 m².
Ein entscheidender Faktor für dieses Wachstum waren größere Transaktionen. Das Volumen des Flächenumsatzes stieg signifikant an, während die Anzahl der Anmietungen von 94 auf 86 zurückging. Die durchschnittliche Dealgröße erhöhte sich um 70 Prozent von 493 m² auf 838 m². Alexander von Bülow, Niederlassungsleiter von JLL Hamburg, stellte fest, dass Hannover das stärkste erste Halbjahr seit 2022 erlebte und dabei zwei Abschlüsse über 10.000 m² registrierte, was in den beiden vorangegangenen Gesamtjahren jeweils nur einmal gelang.
Starke Einzelabschlüsse und Marktsegmente
Eine der größten Anmietungen erfolgte durch die NBank – Investitions- und Förderbank Niedersachsen, die 13.500 m² im Riethorst Ensemble im Teilmarkt List-Podbielskistraße sicherte. Dieser Teilmarkt erreichte dadurch mit insgesamt 17.500 m² die Führungsposition im ersten Halbjahr. Trotz dieser positiven Entwicklung äußerte von Bülow Bedenken hinsichtlich einer Ungleichheit in den Größenklassen. Die größeren Segmente zeigen weiterhin Schwächen.
Im Bereich zwischen 2.500 m² und 5.000 m² wurde lediglich eine Transaktion verzeichnet, während im Segment zwischen 5.000 m² und 10.000 m², ähnlich wie im Vorjahreszeitraum, keine Abschlüsse stattfanden. Von Bülow führte dies auf eine Diskrepanz zwischen Nachfrage und Angebot zurück, bei der Erwartungen und Objektqualität selten zusammenfänden.
Leerstand und Spitzenmiete
Die Leerstandsquote stieg im Jahresvergleich von 5,8 Prozent auf 6,6 Prozent. Im Gegensatz zum Vorjahr ist dieser Anstieg nicht auf zahlreiche Fertigstellungen zurückzuführen; in den ersten sechs Monaten wurden lediglich 600 m² fertiggestellt. Bis zum Jahresende werden jedoch weitere 33.700 m² fertiggestellt. Dies entspräche einer Gesamtfertigstellung, die 51 Prozent unter dem Wert des Vorjahres und 38 Prozent unter dem Fünfjahresschnitt liegen würde.
Die Spitzenmiete in Hannover verharrte seit Jahresbeginn bei 24,50 Euro. Nach einem deutlichen Anstieg von 21,50 Euro auf 24,50 Euro im vorherigen Jahr hat sich dieser Wert aktuell stabilisiert und keine weitere Steigerung erfahren.




