Die Falkensteiner Michaeler Tourism Group (FMTG) hat ihren zweiten freiwilligen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Dieser Bericht, der das Geschäftsjahr 2025 umfasst, wurde in Anlehnung an die europäischen Berichtsstandards ESRS erstellt, obwohl das Unternehmen nicht mehr unter die verpflichtenden Anwendungsbereiche der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) fällt. Dies unterstreicht die fortgesetzte Strategie der FMTG, Transparenz und Nachvollziehbarkeit in der Nachhaltigkeitsberichterstattung zu gewährleisten.
Der Bericht dokumentiert einerseits erzielte Fortschritte in den Bereichen Klimaschutz, Energieeffizienz, Zertifizierungen und Personalentwicklung. Gleichzeitig werden Handlungsfelder identifiziert, in denen weiterer Entwicklungsbedarf besteht. Otmar Michaeler, CEO der Falkensteiner Michaeler Tourism Group, betonte, dass Nachhaltigkeit als ein langfristig angelegter strategischer Prozess verstanden werde, der ökologische, soziale und ökonomische Aspekte miteinander verknüpft. Er bezeichnete den Bericht als ein Arbeitsinstrument zur Sichtbarmachung von Fortschritten und zur klaren Benennung offener Handlungsfelder.
Erich Falkensteiner, Aufsichtsratsvorsitzender der FMTG, hob den generationenübergreifenden Ansatz des Familienunternehmens hervor. Diese langfristige Perspektive sei die Basis für die Unternehmensentwicklung und das verantwortungsvolle Handeln, das die Gruppe seit Jahrzehnten präge.
Fortschritte bei Energie und Emissionen
Besonders signifikante Fortschritte wurden im Bereich Energieversorgung und Klimaschutz erzielt. Die marktbasierten Scope-2-Emissionen konnten im Vergleich zu 2024 um 27 Prozent auf 8.288 Tonnen CO2-Äquivalent reduziert werden. Ursächlich hierfür waren Portfolioanpassungen und der konsequente Einsatz erneuerbarer Energien an den österreichischen Standorten, wo mittlerweile rund 90 Prozent des Stroms, der Wärme und der Kälte aus regenerativen Quellen stammen. Der Anteil erneuerbarer Energie am Gesamtenergieverbrauch der Gruppe stieg binnen eines Jahres von 49,5 auf 54,6 Prozent. Durch die Inbetriebnahme von zwei zusätzlichen Photovoltaikanlagen erhöhte sich die Eigenstromproduktion 2025 um etwa 32 Prozent auf insgesamt 458 Megawattstunden.
Dennoch verzeichneten die gesamten Scope-1-, -2- und -3-Emissionen der Gruppe einen Anstieg von 39 Prozent, primär bedingt durch umfangreiche Bautätigkeiten bei den Entwicklungsprojekten in Salò am Gardasee und Licata auf Sizilien. Ausschließlich auf die Hotel- und Campingbetriebe bezogen, verbesserte sich die CO2-Intensität je Übernachtung hingegen um 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Zertifizierungen und Personalentwicklung
Im Bereich der Nachhaltigkeitszertifizierungen erreichte die FMTG 2025 einen wesentlichen Meilenstein: Das gesamte österreichische Hotelportfolio ist nun sowohl mit dem Österreichischen Umweltzeichen als auch mit dem EU-Ecolabel zertifiziert. Allein im Jahr 2025 wurden acht Betriebe neu oder erneut zertifiziert. Eine schrittweise Ausweitung der externen Zertifizierung auf weitere Hotels und Campingbetriebe ist geplant. Zudem wurden Programme zur Mitarbeiterentwicklung fortgeführt. Die Anzahl der Lehrlinge (Youngstars) stieg von 22 im Jahr 2021 auf 41 im Jahr 2025, was einem Zuwachs von rund 86 Prozent innerhalb von vier Jahren entspricht. Externe Auszeichnungen wie der erste Platz beim HR Inside Award bestätigen diesen Kurs.
Für die kommenden Jahre plant die FMTG die Erarbeitung eines Klimaübergangsplans für 2026, basierend auf den Daten von 2025, um konkrete Reduktionsziele für 2030, 2040 und 2050 zu definieren. Das Ziel ist, den Anteil erneuerbarer Energien auf Gruppenebene bis 2030 auf 70 Prozent zu steigern und bis 2035 vollständig auf fossile Energieträger in der Wärmeversorgung zu verzichten. Die 2024 gegründete Abteilung Nachhaltigkeit & ESG bei Michaeler & Partner, die zunächst die interne ESG-Strategie der FMTG entwickelte, berät mittlerweile auch externe Kunden bei der Umsetzung ihrer Nachhaltigkeitsstrategien.




