Thomas Giordano, General Manager der New Yorker Region für Suffolk Construction, hatte von jungen Jahren an ein klares Ziel: den Fußstapfen seines Onkels zu folgen und Anwalt zu werden, um seiner Gemeinde zu dienen. Nach einer Karriere, die ihn von Rechtsstreitigkeiten zur Vertretung von Generalunternehmern, Entwicklern und Designfachleuten in Rechtsangelegenheiten führte, trat er 1999 Morse Diesel Construction bei und wechselte 2004 als General Counsel zu Bovis Lend Lease. Seit viereinhalb Jahren leitet er das New Yorker Büro von Suffolk Construction in einer nicht-juristischen Führungsposition.
Giordano ist verantwortlich für die Verbesserung der internen Organisationsprozesse und der Infrastruktur des Unternehmens. Zudem stellt er sicher, dass Suffolk eine starke Position für das Wachstum und die Ausweitung von Bauleitungsprojekten im Großraum New York einnimmt – welcher für das Unternehmen New York City, Westchester und Long Island umfasst. Dies betrifft die Sektoren Gastgewerbe, Gesundheitswesen und Wohnungsbau.
Wachstum und Ausrichtung in New York
Die Mission von Suffolk Construction in New York ist laut Giordano einfach: Das Unternehmen strebt an, in New York eine ähnliche Stellung wie national zu erreichen, nicht unbedingt das größte, aber das beste Bauleitungsunternehmen im Großraum New York zu sein und die Suffolk-Unternehmenskultur zu etablieren. Obwohl Suffolk seit 13 Jahren in New York präsent ist, hat das Unternehmen in den letzten fünfeinhalb Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen. Giordano berichtete, dass das Unternehmen, als er begann, einen Jahresumsatz von etwa $350 Millionen erzielte; dieser ist nun auf $1,3 Milliarden angewachsen, mit dem Ziel, in den nächsten zwei Jahren $2 Milliarden pro Jahr zu erreichen.
Anfangs konzentrierte sich Suffolk Construction zu 40 Prozent auf den Wohnungsbau. Inzwischen ist das Portfolio in New York City ausgewogener. Das Unternehmen ist stark im Gesundheitswesen tätig, insbesondere im Bau von Krankenhäusern. Ebenso werden Projekte im Wohnungsbau und im Hochschulbereich realisiert. Im Gastgewerbe werden Hotels gebaut, und im Bereich Life Sciences werden Forschungseinrichtungen errichtet. Auch öffentliche Bauvorhaben gehören zum Tätigkeitsbereich.
Herausforderungen und Projektmanagement
Aktuell arbeitet Suffolk an mehreren bemerkenswerten Projekten. Auf der Südseite von Long Island entsteht ein neuer sechsstöckiger Pavillon für Northwell Health, angrenzend an ein bestehendes Krankenhaus. Das White Plains Hospital in White Plains, N.Y., wird um einen neunstöckigen Turm erweitert, der innovative und hochmoderne Gesundheitsversorgung bieten soll. Für die New York University wird in Brooklyn ein ambulantes Zentrum gebaut, und in Patchogue, Long Island, ist ein weiterer Pavillon geplant. Ein großes Vorhaben ist das Brooklyn Army Terminal, ein Komplex aus zwei 1918 errichteten Gebäuden (A und B), die ursprünglich für Munition und Versorgung im Zweiten Weltkrieg dienten. Heute werden sie umgenutzt, um Unternehmen und Produktion zu beherbergen, darunter Restaurants und klimafokussierte Technologieunternehmen. Suffolk ist an verschiedenen Projekten zur Modernisierung und vollständigen Ausstattung dieser riesigen Anlage beteiligt. Im Gastgewerbe wird das „Torch“ in der 740 Eighth Avenue gebaut, ein Hotel mit 1.800 Zimmern und 40 Stockwerken, das einen bis zu 80 Stockwerke hohen Betonkern mit einem Aussichtsturm, zwei Restaurants und vier Drop Rides umfassen wird.
Das Bauen in New York City ist aufgrund spezifischer Steuergesetze, Lohnanforderungen und unterschiedlicher Umzonierungen sowie rechtlicher Rahmenbedingungen eine Herausforderung. Um Kosten angemessen zu halten, bindet Suffolk Kunden frühzeitig in den Prozess ein. Dies ermöglicht es, die Bauaspekte all dieser Faktoren zu steuern und das Design basierend auf den Anforderungen zu verfeinern. Durch Baufähigkeitsanalysen und Budgetierungen wird sichergestellt, dass die geplanten Vorhaben wirtschaftlich sinnvoll sind. Giordano betonte, dass der Projekterfolg maßgeblich davon abhängt, wie viel für das Land bezahlt wird im Verhältnis zu dem, was darauf gebaut wird. Daher versucht das Unternehmen, schon vor der konkreten Projektentwicklung und Genehmigung als Partner aufzutreten. Ein großer Teil dessen, was für ein erfolgreiches Projekt erforderlich ist, wird bereits erledigt, bevor der erste Spatenstich erfolgt.




