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Büromarkt Düsseldorf: Stabile Umsatzentwicklung bei erhöhter Angebotsreserve im ersten Halbjahr 2026

Der Büromarkt der Region Düsseldorf verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 einen Flächenumsatz von rund 106.000 m², was einem leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr entspricht, jedoch deutlich unter dem Dekadenmittel liegt.

Büromarkt Düsseldorf: Stabile Umsatzentwicklung bei erhöhter Angebotsreserve im ersten Halbjahr 2026

Laut Analysen von Aengevelt Research erreichte der Büromarkt in der Region Düsseldorf im ersten Halbjahr 2026 einen Flächenumsatz von annähernd 106.000 m², inklusive Eigennutzeraktivitäten. Dies stellt einen moderaten Rückgang von 4 % gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 dar, in welchem 110.000 m² umgesetzt wurden. Der aktuelle Wert liegt 37 % unter dem langjährigen Durchschnitt der ersten Halbjahre der Dekade 2016-2025, der bei 168.000 m² pro Jahr lag. Eine differenzierte Betrachtung zeigt, dass etwa 94.000 m² des Gesamtumsatzes auf das Düsseldorfer Stadtgebiet entfielen, während das Umland rund 12.000 m² beitrug. Im Vorjahreszeitraum waren es 95.000 m² im Stadtgebiet und 15.000 m² im Umland.

Im Gegensatz zum Vorjahr zeigte das erste Halbjahr 2026 einen Großabschluss über 10.000 m²: KPMG mietete rund 17.400 m² im Neubauprojekt „ONE PLAZA“ am Kennedydamm. Weitere signifikante Anmietungen umfassen die rund 4.500 m² durch das Architekturbüro RKW Architektur + im „KöTower“ sowie die rund 3.000 m² Bürofläche der Aspen Separation GmbH im Objekt „heylo“, ebenfalls am Kennedydamm in der Schwannstraße.

Prognose und Marktsegmentierung

Für das Gesamtjahr 2026 prognostiziert Aengevelt Research einen stabilen Bürofächenumsatz von etwa 210.000 m² für die Region Düsseldorf, vergleichbar mit den 212.000 m² des Vorjahres. Dieser prognostizierte Wert unterschreitet das Dekadenmittel (2016-2025: 338.500 m² pro Jahr) jedoch um 38 %. Christoph Mooren, Leiter des Teams Gewerbliche Vermietung von Aengevelt in Düsseldorf, erläutert die Situation mit der anhaltenden Nachfrage nach hochwertigen Büroflächen in erstklassigen Lagen, verbunden mit einem Anstieg der Spitzenmieten. Unternehmen kompensieren die höheren Mietkosten häufig durch Flächenverkleinerung und Effizienzsteigerung. Dies unterstreiche eine zunehmende Zweiteilung des Marktes, bei der moderne, marktfähige Flächen in guten Lagen rasch absorbiert werden, während sich der Leerstand auf ältere, qualitativ nicht mehr wettbewerbsfähige Bestandsimmobilien konzentriert. Diese Entwicklung interpretierte er als fortschreitende Marktbereinigung. Eine Stabilisierung des Büroflächenumsatzes und des Leerstands sowie eine robustere Marktentwicklung werde im weiteren Jahresverlauf erwartet, abhängig von der Modernisierung oder Umnutzung nicht mehr wettbewerbsfähiger Bestände.

Angebotsreserve und Mietpreisentwicklung

Die kurzfristig verfügbare Angebotsreserve, bezugsfertig innerhalb von drei Monaten, ist zum Ende des ersten Halbjahres 2026 leicht auf rund 1,05 Millionen m² gestiegen, gegenüber 1 Million m² im ersten Halbjahr 2025. Entsprechend erhöhte sich die Leerstandsquote innerhalb eines Jahres von 10,5 % auf aktuell rund 11 % des Gesamtbestandes von etwa 9,54 Millionen m². Aengevelt Research prognostiziert für Ende 2026 einen weiteren Anstieg der Angebotsreserve auf circa 1,1 Millionen m² für die Region Düsseldorf. Nach einem überdurchschnittlichen Neubauvolumen von 122.000 m² im Jahr 2025 werden für 2026 in Düsseldorf voraussichtlich 80.000 m² neue Büroflächen fertiggestellt, was unter dem Dekadenmittel von 85.000 m² pro Jahr liegt.

Hinsichtlich der Mietpreisentwicklung hat die Dynamik bei den Spitzenmieten nachgelassen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt stieg die Spitzenmiete lediglich um 2 %, respektive einen Euro, von etwa 45 Euro/m² auf 46 Euro/m². Die mittlere Miete in City-Lagen verzeichnete ebenfalls einen Anstieg um einen Euro oder 4 % auf 26 Euro/m². Für den restlichen Jahresverlauf erwartet Aengevelt Research ein stabiles bis leicht anziehendes Niveau bei den Spitzenmieten.

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