Die REWE Group, die Eigenverwaltung der Feneberg Lebensmittel GmbH (FLM) und die LEH-Allgäu GmbH haben eine Investorenvereinbarung für die zukünftige Gestaltung der Feneberg-Standorte geschlossen. Dieser Schritt, der unter dem Vorbehalt der fusionskontrollrechtlichen Freigabe steht, soll die langfristige Sicherung der betroffenen Standorte, der dort ansässigen Arbeitsplätze sowie der regionalen Nahversorgung vorantreiben. Die FLM befindet sich seit dem 1. April 2026 in einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung.
Die Umsetzung der Vereinbarung ist mittels eines Insolvenzplans vorgesehen, dem die Gläubiger der FLM noch zustimmen müssen. Der gerichtlich bestellte Gläubigerausschuss hat das Vorhaben bereits befürwortet. Zentraler Bestandteil der Planung ist der unabhängige Betrieb wesentlicher Teile der insgesamt 72 Standorte durch die LEH-Allgäu GmbH und die REWE Group.
Ziele der Vereinbarung
Die Beteiligten streben mit der Unterzeichnung dieser Vereinbarung die Schaffung einer langfristigen Perspektive für die Feneberg-Standorte an. Primäres Ziel ist der Erhalt eines mittelständischen Traditionsunternehmens, die Stärkung der Nahversorgung und der Arbeitsplätze im Allgäu sowie in Süddeutschland. Darüber hinaus soll den Kunden ein verlässliches Angebot weiterhin zur Verfügung stehen. Diese Grundlage soll gleichzeitig die künftige Entwicklung der Standorte ermöglichen.
- —Erhalt eines mittelständischen Unternehmens
- —Stärkung der Nahversorgung im Allgäu und in Süddeutschland
- —Sicherung von Arbeitsplätzen
- —Ermöglichung zukünftiger Standortentwicklungen
Peter Maly, Vorstand der REWE, erläuterte, dass mit der Unterzeichnung ein wichtiger Schritt für die langfristige Perspektive im Allgäu getan wurde. Die geplante Übernahme ziele auf eine Stärkung der Nahversorgung in der Region und eröffne neue Entwicklungsmöglichkeiten für die betroffenen Standorte. Er betonte das Ziel, den Menschen vor Ort, den Beschäftigten und somit der Region eine verlässliche Perspektive zu bieten. Für die Mitarbeitenden der künftig von der REWE Group betriebenen Märkte ist vorgesehen, dass deren bestehende Arbeitsverträge unverändert fortbestehen.
Regionale Bedeutung und Zukunftsaussichten
Alexander Pade, geschäftsführender Gesellschafter der LEH-Allgäu GmbH, hob hervor, dass die Investorenvereinbarung einen wesentlichen Schritt zur Sicherung der Zukunft der Feneberg-Standorte darstellt. Er beschrieb es als Motivation, eine langfristige und verlässliche Lösung zu etablieren, die die regionale Nahversorgung fördert, Arbeitsplätze erhält und den Menschen vor Ort Sicherheit bietet. Für die Mitarbeitenden der künftig von der LEH-Allgäu GmbH geführten Märkte ist geplant, dass deren Arbeitsverträge weiterhin Gültigkeit haben. Pade unterstrich den Anspruch, aus einer herausfordernden Situation eine stabile und nachhaltige Perspektive für die Standorte zu entwickeln.
Das Allgäu wird als eine der bedeutendsten Handelsregionen in Süddeutschland charakterisiert, in der Feneberg seit Dekaden die Nahversorgung prägt. Die angestrebte Entwicklung verfolgt das Ziel, die Versorgung der Bevölkerung langfristig zu gewährleisten und die ökonomische Entwicklung der Region zu unterstützen. Dies symbolisiert eine langfristige Perspektive und eine tief verwurzelte regionale Verankerung. Bis zur finalen Entscheidung der zuständigen Behörden bleibt die Vereinbarung unter Vorbehalt.




