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Über Ablehnung und Beharrlichkeit beim NHL Draft

Robert Knakal reflektiert über die menschliche Reaktion auf Ablehnung, inspiriert durch ein Ereignis beim jährlichen NHL Draft, und zieht Parallelen zur Immobilienwirtschaft.

Über Ablehnung und Beharrlichkeit beim NHL Draft

Der diesjährige NHL Draft in Buffalo bot Robert Knakal, seiner Frau Cynthia und Tochter Sophie, die Mitglieder des Jugendbeirats der NHL ist, ein beeindruckendes Erlebnis. Die Gelegenheit, den jungen Talenten auf dem roten Teppich zu begegnen, die ihr Leben dem Traum vom Eishockey gewidmet haben, war ein Höhepunkt. Jeder einzelne 'Pick' löste verständlicherweise große emotionale Reaktionen bei den Spielern und deren Familien aus, die auf den entscheidenden Anruf ihres Namens warteten.

Während die erste Runde am Freitagabend fast vier Stunden dauerte und der Samstag von 11 Uhr morgens bis etwa 17 Uhr die Runden zwei bis sieben umfasste, lichteten sich die Reihen der Zuschauer allmählich. Die Familie Knakal hatte sich bereits ins Hotel zurückgezogen, als Sophie jedoch mit ihren Freunden bis zur allerletzten Auswahl blieb. Eine von Sophie zugesandte Fotografie eines jungen Mannes, der allein im fast leeren Stadion saß und geduldig auf seinen Anruf wartete, beeindruckte Knakal zutiefst.

Folgen der Ablehnung

Am Ende des Drafts waren 224 Spieler ausgewählt worden, der junge Mann auf dem Foto gehörte nicht dazu. Knakal stellte sich die Frage, wie dieser Rückschlag sein Leben beeinflussen würde. Ob er die Eishockeykarriere beenden und einen anderen Weg einschlagen oder ob es ihn dazu motivieren würde, noch härter zu trainieren und sich zu verbessern. Die Reaktion auf Ablehnung, so Knakal, offenbare mehr über den Charakter eines Menschen als die Ablehnung selbst.

Diese Beobachtung erinnert Knakal an das 'Steinmetz-Credo': Das Leben beseitigt den Felsen nicht, nur weil man einen enttäuschenden Tag hatte. Die entscheidende Frage sei immer, ob man weiterhin auf den Felsen einschlägt. Die Sportgeschichte bietet zahlreiche Beispiele von Athleten, die trotz anfänglicher Ablehnung oder niedriger Draft-Auswahl bemerkenswerte Karrieren aufbauten. Tom Brady, zum Beispiel, wurde erst als 199. Pick im NFL Draft 2000 gewählt, Martin St. Louis wurde gar nicht gedraftet, avancierte aber später zum MVP der Liga und Stanley-Cup-Sieger.

  • Henrik Zetterberg: erst 210. Pick, wurde Stanley-Cup-Sieger und Playoff-MVP.
  • Pavel Datsyuk: in der sechsten Runde ausgewählt, zählt zu den talentiertesten Spielern.
  • Artemi Panarin: nicht gedraftet, entwickelte sich zu einem NHL-Elite-Offensivspieler.
  • Mike Piazza: 62. Runde, 1.390. insgesamt, wurde einer der größten Schlagfänger im Baseball.

Diese Athleten ließen sich nicht von der Meinung anderer beeinflussen; der Draft war nicht ihr Schicksal, sondern lediglich eine Momentaufnahme. Robert Knakal betont, dass Ablehnung oft missverstanden wird. Sie ist kein Urteil, sondern Feedback. Dies gilt auch in der Geschäftswelt: ein verlorener Kunde, eine verpasste Beförderung, ein nicht zustande gekommenes Geschäft. Ein 'Nein' bedeute nicht 'nie', sondern lediglich, dass das nächste Kapitel noch nicht geschrieben ist.

Jeder Mensch wird Momente erleben, in denen sein Name nicht genannt wird. Die Frage ist nicht, ob diese Momente eintreten, sondern wie man darauf reagiert. Diese Augenblicke definieren uns nicht; unsere Reaktion darauf tut es. Knakal äußerte die Hoffnung, dass der junge Mann aus dem Draft inzwischen zurück auf dem Eis ist, härter trainiert und sich weigert, dass ein enttäuschendes Wochenende den Rest seines Lebens bestimmt. Denn oft beginnt das wichtigste Kapitel einer Geschichte genau dann, wenn die Welt 'nein' sagt – in diesem Moment offenbart sich Charakter, Träume werden entweder aufgegeben oder gestärkt.

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