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Frankfurt Hauptbahnhof: Eröffnung erster Geschäftsflächen in der B-Ebene

Im Rahmen des Masterplans Frankfurt Hauptbahnhof wurden erste Geschäftsflächen in der sanierten B-Ebene eröffnet, welche die Aufenthaltsqualität verbessern und moderne Einkaufsmöglichkeiten integrieren.

Frankfurt Hauptbahnhof: Eröffnung erster Geschäftsflächen in der B-Ebene

Die Deutsche Bahn InfraGO AG hat am Frankfurter Hauptbahnhof mit der Inbetriebnahme erster Einzelhandelsflächen in der B-Ebene einen wesentlichen Abschnitt der laufenden Kernsanierung abgeschlossen. Diese Maßnahmen, die seit 2021 durchgeführt werden, zielen auf eine umfassende Modernisierung und eine Steigerung des Nutzungskomforts ab. Der Hauptbahnhof Frankfurt gilt als Frequentierungspunkt für bis zu 500.000 Personen täglich und ist ein zentraler Verkehrsknotenpunkt in Deutschland.

Die Neugestaltung der B-Ebene umfasst die Schaffung neuer barrierefreier Zugänge, eine verbesserte Orientierung sowie die Integration von modernen Ladenflächen. Insgesamt entstehen dort rund 30 neue Geschäfte auf einer Fläche von 10.000 Quadratmetern. Die Eröffnung der ersten Shops erfolgte am 25. Juni, nachdem bereits Ende Mai der modernisierte Zugang am Kaisertor wieder in Betrieb genommen wurde, was insbesondere mobilitätseingeschränkten Reisenden den Zugang erleichtert.

Umfassende Modernisierung der Infrastruktur

Das Vorhaben ist Teil eines umfangreichen Masterplans, der die Zukunftsfähigkeit des Bahnhofs sichern soll. Bund, DB InfraGO AG und das Land Hessen investieren gemeinsam rund 375 Millionen Euro in die B-Ebene, die als Schnittstelle zwischen Fern-, Regional- und Stadtverkehr fungiert. Die Sanierung beinhaltet die vollständige Entkernung, eine fachgerechte Schadstoffsanierung und eine offenere, hellere sowie übersichtlichere Gestaltung der ehemaligen Einkaufspassage. Die DB InfraGO AG setzt den Masterplan mit über 20 Einzelprojekten fort, einer der umfassendsten Umgestaltungsmaßnahmen in der Historie des Bahnhofs.

Dr. Katja Maaser, Projektleiterin des Masterplans, betonte, dass es nicht allein um die Schaffung neuer Flächen gehe, sondern um die Neugestaltung einer wichtigen Verkehrsdrehscheibe. Ziel sei es, die B-Ebene nicht nur als Verkehrsknotenpunkt zu etablieren, sondern auch als einen Ort, der Reisende zum Verweilen einlädt. Die Umbauarbeiten optimieren den Verkehrsfluss durch die Schaffung eines geschossübergreifenden Lichthofs, der eine klare räumliche Mitte bildet und sowohl die Bewegungsströme als auch die intuitive Wegeführung verbessert. Dieser neue Raum schafft eine direkte Anbindung an die B-Ebene und steigert die Aufenthaltsqualität sowie die Versorgungsmöglichkeiten.

Herausforderungen im laufenden Betrieb

Die Komplexität der Baumaßnahmen während des aktiven Bahnbetriebs, unter Beibehaltung der S- und U-Bahngleise, stellt eine erhebliche Herausforderung dar. Das Beratungsunternehmen Drees & Sommer SE unterstützt die DB InfraGO AG in diesem Projekt mit der Objektüberwachung sowie der Prüfung von Werk- und Montageplänen. Stephan Ernst, Gesamtprojektleiter bei Drees & Sommer, unterstrich, dass eine Sanierung dieser Größenordnung bei gleichzeitigem Betrieb eine Ausnahmesituation darstellt. Die Wiedereröffnung des Kaisertors und die neue Ladengalerie demonstrieren, dass hohe Qualitätsstandards und ein unterbrechungsfreier Betrieb vereinbar sind.

Der Baufortschritt folgt einem strukturierten Schema, das die Freischaltung von Bestandsmedien, Schadstoffsanierung, Abbruch, Roh- und Innenausbau sowie den technischen Ausbau umfasst. Es entstehen neue Lüftungszentralen, Elektrotechnikräume sowie Lager- und Aufenthaltsräume in den Untergeschossen. Parallel dazu werden die Flächen des Ankermieters Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF) nach demselben Schema saniert. Alle Shopflächen werden mit einer technischen Grundausstattung versehen, um Mietern einen unkomplizierten Ausbau zu ermöglichen. Die Neugestaltung betrifft auch öffentliche Bereiche wie Laufwege, Treppenabgänge, Förderanlagen und Treppenhäuser. Die vollständige Fertigstellung der Baumaßnahmen in der B-Ebene ist für den Spätsommer 2027 geplant, wobei der gesamte Masterplan bis 2035 fortgeführt wird.

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