Die Kaufpreise für Wohneigentum in Deutschland sind im zweiten Quartal 2026 leicht gesunken. Dies geht aus den aktuellen Preis- und Marktmietenindizes von Fahrländer Partner Raumentwicklung (FPRE) hervor. Insbesondere Eigentumswohnungen zeigten einen stärkeren Rückgang als Einfamilienhäuser. Gleichzeitig war ein leichter Anstieg der Wohnungsmieten zu verzeichnen, während die Büromieten im Quartalsvergleich ebenfalls leicht nachgaben.
Die Preise für Eigentumswohnungen sanken bundesweit um 1,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal und lagen 1,7 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Bei Einfamilienhäusern war der Rückgang mit 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorquartal weniger ausgeprägt. Gegenüber dem Vorjahresquartal präsentierten sich die Preise für Einfamilienhäuser mit einem Plus von 0,2 Prozent nahezu stabil. Insgesamt verringerte sich der Wohneigentumsindex gegenüber dem Vorquartal um 1,1 Prozent und gegenüber dem Vorjahresquartal um 0,5 Prozent.
Regionale Preisentwicklungen und Mietmärkte
Regional offenbarte sich ein uneinheitliches Bild bei den Wohneigentumspreisen. Während der Wohneigentumsindex in Niedersachsen gegenüber dem Vorjahresquartal um 2,3 Prozent zulegte und in Nordrhein-Westfalen auf Vorjahresniveau verblieb, waren in anderen Bundesländern Rückgänge zu verzeichnen. In Bayern sank der Wohneigentumsindex um 2,1 Prozent, in Baden-Württemberg um 1,2 Prozent und in Hessen um 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal.
Im Bereich der Wohnungsmieten zeigte sich bundesweit im zweiten Quartal ein Anstieg von 0,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Im Vergleich zum Vorjahresquartal lagen die Mieten nahezu auf dem gleichen Niveau, mit einer geringfügigen Abnahme von 0,2 Prozent. Auch in den sogenannten BIG7-Städten ergab sich gegenüber dem Vorquartal ein leichter Anstieg von 0,3 Prozent, wenngleich die Mieten im Jahresvergleich um 0,5 Prozent niedriger ausfielen.
Die Büromieten gingen bundesweit gegenüber dem Vorquartal um 0,9 Prozent zurück, verzeichneten jedoch im Vergleich zum Vorjahresquartal weiterhin einen Anstieg von 2,0 Prozent. In den BIG7-Städten sanken die Büromieten im Quartalsvergleich um 0,7 Prozent und stiegen im Jahresvergleich um 1,7 Prozent. Diese Marktdaten korrespondieren mit den Ergebnissen der FPRE-Frühjahrsumfrage 2026. Für den Kaufmarkt erwarten die befragten Immobilienexperten mehrheitlich stabile bis leicht rückläufige Preise für die kommenden zwölf Monate. Für Wohnungsmieten werden hingegen weiterhin steigende Tendenzen prognostiziert, während die Erwartungen für den Büromarkt verhalten bleiben.




