Der Immobilienverband Deutschland (IVD) hat mit Wirkung zum 1. Juli turnusgemäß den Vorsitz der Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland (BID) übernommen. Diese Position wurde zuvor vom Zentralen Immobilien Ausschuss (ZIA) innegehabt. Dirk Wohltorf, Präsident des IVD, wird für die Dauer eines Jahres die Führung dieses bedeutenden Verbändebündnisses verantworten. Die Amtsübergabe erfolgte im Rahmen einer Veranstaltung in der Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin, an der Bau- und Wohnungspolitiker des Deutschen Bundestages teilnahmen.
Iris Schöberl, die scheidende BID-Vorsitzende und Präsidentin des ZIA, beschrieb die BID bei der Übergabe als eine vereinte und kraftvolle Stimme der Immobilienwirtschaft. Sie betonte die Relevanz der BID bei der Setzung wichtiger Impulse im vergangenen Jahr, insbesondere hinsichtlich der Förderung des Wohnungsbaus, der Verbesserung von Investitionsbedingungen und der Gestaltung praxistauglicher Rahmenbedingungen. Frau Schöberl hob hervor, dass diese Geschlossenheit auch zukünftig von entscheidender Bedeutung bleibe. Sie sprach Dirk Wohltorf ihren Erfolgswunsch für seine Amtszeit aus.
Herausforderungen und politische Impulse für den Wohnungsmarkt
Dirk Wohltorf würdigte in seiner Antrittsrede den persönlichen Einsatz seiner Vorgängerin. Er merkte an, dass die Übernahme des Vorsitzes in eine Phase signifikanter politischer und wirtschaftlicher Herausforderungen fällt. Wohltorf stellte fest, dass die Bundesregierung einen Neustart in der Bau- und Wohnungspolitik anstrebe. Er begrüßte ausdrücklich den geplanten Schutz vor Enteignung privater Wohnungsbestände als ein klares Signal für Eigentum und Investitionssicherheit. Ebenso wurde der Aktionsplan von Bundesbauministerin Verena Hubertz und der angekündigte Pakt fürs Eigentum, dessen Forderung seit Jahren durch die Immobilienwirtschaft eingebracht wurde, positiv hervorgehoben.
Um Wohneigentum einem breiteren Bevölkerungsspektrum zugänglich zu machen, sieht Wohltorf eine Entlastung bei der Grunderwerbsteuer als unerlässlich an. Er betonte die Notwendigkeit einer schnellen und verlässlichen Umsetzung der politischen Maßnahmen. Laut Wohltorf sind die aktuellen Anforderungen an das Bauwesen überdimensioniert und Genehmigungsprozesse zu langwierig. Er forderte mehr Planungssicherheit und Vertrauen für Investoren. Darüber hinaus beklagte er, dass die hohen Grunderwerbsteuern und schwierigen Finanzierungsrahmenbedingungen zu viele Familien am Erwerb von Wohneigentum hindern.
- —Förderung des Wohnungsbaus
- —Verbesserung der Investitionsbedingungen
- —Praxistaugliche Rahmenbedingungen
- —Dialog mit der Bundesregierung
Die BID-Verbände beabsichtigen, ihre Praxiserfahrung in den politischen Prozess einzubringen und den Dialog mit der Bundesregierung vertrauensvoll fortzusetzen. Das erklärte Ziel des neuen BID-Vorsitzenden bleibt es, die Positionen der Branche gebündelt in den politischen Diskurs einzubühren und gegenüber Politik, Öffentlichkeit sowie anderen Wirtschaftszweigen mit einer konsolidierten Stimme aufzutreten.




