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Frankfurter Investmentmarkt: Transaktionsvolumen verzeichnet Zuwachs im ersten Halbjahr 2026

Der Frankfurter Investmentmarkt erreichte zur Jahresmitte 2026 ein Transaktionsvolumen von circa 600 Millionen Euro, was einem signifikanten Anstieg gegenüber dem Vorjahr entspricht, ungeachtet anhaltender Unsicherheiten im Marktumfeld.

Frankfurter Investmentmarkt: Transaktionsvolumen verzeichnet Zuwachs im ersten Halbjahr 2026

Der Investmentmarkt in Frankfurt am Main verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 ein Transaktionsvolumen von rund 600 Millionen Euro. 250 Millionen Euro entfielen dabei auf das zweite Quartal. Dieses Volumen liegt zwar weiterhin etwa 70 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt, stellt jedoch im Vorjahresvergleich einen deutlichen Zuwachs von 153 Prozent dar. Diese Entwicklung ist vor dem Hintergrund eines komplexer gewordenen Marktumfelds bemerkenswert. Der Iran-Krieg und gestiegene Energiepreise führten zu erhöhten Zinserwartungen und konjunkturellen Unsicherheiten, was Verkaufsprozesse, insbesondere zu Beginn des zweiten Quartals, tendenziell verlängerte.

Positiv ist zu bewerten, dass gegen Ende des zweiten Quartals eine höhere Marktaktivität feststellbar war, die auch Abschlüsse im Bürosegment, dem prägenden Marktsegment Frankfurts, umfasste. Diese Analyse wurde von BNP Paribas Real Estate erstellt. Riza Demirci, Geschäftsführer und Frankfurter Niederlassungsleiter der BNP Paribas Real Estate GmbH, wies darauf hin, dass die Nettospitzenrenditen im Office- und Highstreet-Segment trotz höherer Finanzierungs- und Opportunitätskosten stabil blieben, mit 4,50 Prozent beziehungsweise 3,75 Prozent. Im Bürosegment wird diese Stabilität durch das aktuell starke Mietwachstum im Spitzensegment unterstützt, welches die Ertragsperspektiven hochwertiger Core-Objekte in Top-Lagen verbessert. Im Logistiksegment führte der Aufwärtsdruck jedoch zu einer leichten Anpassung der Rendite um 10 Basispunkte auf 4,60 Prozent.

Segmentale Verteilung und Größenklassen

Büroimmobilien dominierten in der ersten Jahreshälfte die Frankfurter Investmentstruktur und machten mit circa 57 Prozent mehr als die Hälfte des Transaktionsvolumens aus. Das absolute Volumen von 343 Millionen Euro liegt allerdings noch 76 Prozent unter dem langjährigen Halbjahresschnitt. Die zunehmende Anzahl an Bürotransaktionen deutet auf eine breitere Marktaktivität hin, welche sich primär im kleineren und mittleren Größensegment bis rund 70 Millionen Euro abspielt. Weitere relevante Umsatzanteile entfielen auf Hotelimmobilien (11 Prozent) und das Retail-Segment (10 Prozent).

Die Verschiebung hin zu Transaktionen mit kleinerem und mittlerem Volumen manifestiert sich auch in der Größenklassenverteilung; großvolumige Abschlüsse bleiben weiterhin selten. Seit 2023, nach dem Zinsschock, wurden in Frankfurt lediglich vier Transaktionen im dreistelligen Millionenbereich registriert. Davon war lediglich das Objekt „The Move Blue“ eine klassische Bürosanaktion eines Bestandsgebäudes. Im laufenden Jahr 2026 wurde bisher, ebenso wie im Jahr 2025, keine Transaktion über 100 Millionen Euro verzeichnet. Die größte Transaktion war der Ankauf der Büroimmobilie Overture in der Junghofstraße 13-15 durch die VKB im ersten Quartal.

Ausblick für den Frankfurter Investmentmarkt

Riza Demirci prognostiziert einen verhalten optimistischen Ausblick für den Frankfurter Investmentmarkt nach dem spürbar stärkeren ersten Halbjahr des Jahres. Die Marktaktivität hat sich gegenüber den Vorjahren sichtbar erhöht. Ob es in der zweiten Jahreshälfte zu größeren Volumensprüngen kommt, wird laut Demirci maßgeblich davon abhängen, ob Großtransaktionen finalisiert werden können. Die Stärke des Standortes Frankfurt als internationale Finanz- und Dienstleistungsmetropole, mit robusten Fundamentaldaten auf der Nutzerseite, spricht für eine Fortsetzung des Investorenfokus. Die Nachfrage nach hochwertigen Büroflächen und das starke Mietwachstum im Spitzensegment stützen die Ertragsperspektiven. Es ist somit wahrscheinlich, dass das Investmentvolumen bis zum Jahresende die Marke von 1 Milliarde Euro deutlich überschreitet.

Das gesamtwirtschaftliche Umfeld bleibt anspruchsvoll. Der Iran-Krieg hat durch höhere Energiepreise und geänderte Zinserwartungen erneut zusätzliche Volatilität in die Kapitalmärkte gebracht und die Finanzierungskosten wieder stärker in den Fokus gerückt. Eine erneute deutliche Verteuerung der Finanzierung ist aktuell nicht absehbar, eine schnelle Entlastung zeichnet sich jedoch ebenfalls nicht ab. Raum für sinkende Renditen ist kurzfristig kaum vorhanden. Punktuelle Anpassungen einzelner Assetklassen nach oben sind indessen möglich.

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