Das Urban Land Institute (ULI) hat auf die anhaltenden strukturellen Veränderungen in den Innenstädten Europas reagiert. Auf Anregung des ULI-Mitglieds Midstad wurde der bisherige Retail Council des ULIs strategisch neu ausgerichtet und um den Aspekt der Mischnutzung (Mixed-Use) erweitert. Zukünftig agiert das Gremium unter der Bezeichnung Mixed-Use Council.
Diese Neuausrichtung spiegelt einen grundlegenden Wandel in der Stadtentwicklung wider. Monofunktionale Handelskonzepte verlieren zunehmend an Relevanz, während gemischt genutzte Quartiere als resilientere und zukunftsfähigere Modelle an Bedeutung gewinnen. Mixed-Use-Konzepte integrieren neben dem klassischen Einzelhandel diverse weitere Nutzungsarten, um eine höhere Frequenz, eine verbesserte Aufenthaltsqualität und eine langfristige Stärkung der Innenstädte als soziale und wirtschaftliche Zentren zu erzielen.
Integrale Konzepte für urbane Räume
Innerhalb des ULI-Netzwerks beteiligt sich Midstad kontinuierlich am fachlichen Austausch zur Zukunft der Stadtentwicklung. Ein wesentlicher Fokus dieser Zusammenarbeit liegt auf der Transformation innerstädtischer Bestandsimmobilien. Ziel ist die Entwicklung von lebendigen und resilienten Orten, die eine messbare soziale und ökologische Wirkung entfalten. Die Umbenennung des Councils unterstreicht dabei den Anspruch des ULI, aktuelle Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und den Diskurs aktiv mitzugestalten, um eine integrierte und menschenzentrierte Stadtentwicklung zu fördern.
Sabine Georgi, Geschäftsführerin des ULI für Deutschland, Österreich und die Schweiz, erklärte, dass mit der Weiterentwicklung vom Retail zum Mixed-Use Council die veränderten Anforderungen an Innenstädte konsequent aufgegriffen werden. Sie betonte, dass Nutzungsmischung keine temporäre Erscheinung sei, sondern eine grundlegende Voraussetzung für vitale und zukunftsfähige urbane Räume. Der Council biete eine essenzielle Plattform, um diesen Wandel gemeinsam mit Akteuren der Branche aktiv zu gestalten.
Bedarfsgerechte Entwicklung
Dr. Kevin Meyer, Geschäftsführer von Midstad, ergänzte, dass die Herausforderungen, denen sich die Innenstädte heute stellen müssen, nicht mehr isoliert durch den Handel gelöst werden können. Er betonte die Notwendigkeit ganzheitlicher Konzepte, die verschiedene Nutzungen intelligent miteinander verbinden und sich konsequent an den Bedürfnissen der Menschen orientieren. Die Umbenennung in Mixed-Use Council sei daher als ein folgerichtiger Schritt und ein wichtiges Signal für die Weiterentwicklung der Branche zu verstehen.
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