Die INDUSTRIA, ein Immobilienmanager aus Frankfurt am Main und Bestandteil der Becken-Gruppe, hat eine umfassende Kooperation mit dem Berliner Unternehmen Green Fusion vereinbart. Diese Zusammenarbeit konzentriert sich auf die Digitalisierung und Optimierung des Betriebs von Heizungsanlagen in einem wesentlichen Teil des von INDUSTRIA verwalteten Immobilienbestandes. Ziel ist die signifikante Reduzierung von Energieverbrauch, Betriebskosten und CO₂-Emissionen durch den Einsatz eines cloudbasierten Energiemanagementsystems.
Im Rahmen dieser Partnerschaft sollen zukünftig rund 400 Heizungsanlagen digital überwacht, analysiert, gesteuert und optimiert werden. Der von Green Fusion entwickelte „Energiespar-Pilot“ ermöglicht die kontinuierliche Optimierung zentraler Heizungsanlagen mittels intelligenter Algorithmen. Das System ist auf verschiedene Heizsysteme ausgelegt, von Gas- und Fernwärmeanlagen bis hin zu komplexen Konfigurationen, die Wärmepumpen, Photovoltaik und Stromspeicher umfassen.
Die Funktionsweise basiert auf der Verarbeitung von Echtzeitdaten, welche eine automatische Anpassung der Betriebsparameter und eine frühzeitige Erkennung von Störungen ermöglichen. INDUSTRIA prognostiziert durch die Implementierung dieser Lösung durchschnittliche Energieeinsparungen von bis zu 16 Prozent. Diese Maßnahme wird sich zudem positiv auf die CO₂-Bilanz auswirken.
Effizienz und Gesetzeskonformität
Über die Green-Fusion-Software wird INDUSTRIA auch ihren Kooperationspartner B&O Service einbinden, um die Effizienz bei der Instandhaltung und Modernisierung von Wohnungen zu steigern. Green Fusion unterstützt INDUSTRIA außerdem bei der Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG). Das System ermöglicht sowohl die Umsetzung der Vorgaben zur Gebäudeautomation als auch die Durchführung und Dokumentation der vorgeschriebenen Heizungsprüfungen.
Arnaud Ahlborn, Geschäftsführer von INDUSTRIA Immobilien, äußerte sich zur Kooperation, indem er die Bedeutung dieses Schrittes für eine digitale, effiziente und nachhaltige Immobilienbewirtschaftung betonte. Er hob hervor, dass mit geringem Installationsaufwand signifikante Energieeinsparungen realisiert und die Anzahl der Störungen sowie Notdiensteinsätze reduziert werden können. Gleichzeitig werde die Grundlage geschaffen, um gesetzliche Anforderungen an die moderne Gebäudeautomation effizient zu erfüllen und das Portfolio langfristig nachhaltiger zu bewirtschaften.
Strategische Ausrichtung und Nachhaltigkeit
Paul Hock, Geschäftsführer von Green Fusion, ergänzte, dass die Dekarbonisierung des Gebäudebestands mit einem intelligenten Betrieb der vorhandenen Heizungsanlagen beginne. Er führte aus, dass sich Energie- und CO₂-Einsparungen ohne umfangreiche Sanierungsmaßnahmen umsetzen ließen. Die Digitalisierung der Heizungssteuerung schaffe Transparenz, erhöhe die Betriebssicherheit und bilde die Basis für den langfristigen Umstieg auf klimafreundliche Wärmeerzeugung.
Durch diese Kooperation verstärkt INDUSTRIA den Einsatz digitaler Technologien im Asset- und Property-Management. Die intelligente Steuerung technischer Anlagen leistet einen Beitrag zur Erhöhung der Energieeffizienz des Bestands, zur Senkung der Betriebskosten und zur Weiterentwicklung der ESG-Ziele des Unternehmens.














