Am 01. Juli 2026 fand die Grundsteinlegung für das Projekt B.YARD in Berlin-Friedrichshain-Mediaspree statt. Das Vorhaben sieht die Realisierung eines vielschichtigen Gebäudeensembles mit Wohn-, Büro- und Handelsflächen sowie Räumen für kulturelle Nutzung vor. Das Grundstück an der Straße der Pariser Kommune umfasst 3.300 m². Die Fertigstellung ist für Anfang 2028 geplant, das Investitionsvolumen beläuft sich auf 90 Millionen Euro.
Das B.YARD wird nach seiner Fertigstellung 60 Wohneinheiten, von Studios bis zu 3-Zimmer-Wohnungen, offerieren. Zusätzlich entstehen rund 8.000 m² Büroflächen, 700 m² Atelier- oder Galerieflächen sowie 700 m² Handelsflächen. Von diesen Gewerbeflächen werden signifikante Anteile in Holz-Hybrid-Bauweise errichtet. Die Entwicklung des Projekts bildet einen modernen Stadtbaustein, der durch seinen Nutzungsmix und seine architektonische sowie ökologische Konzeption charakterisiert ist.
Multifunktionale Nutzung und Architektur
Die Gesamtbruttogeschossfläche erstreckt sich über 15.800 m², verteilt auf fünf Vollgeschosse und ein Staffelgeschoss. Das größte Gebäudeelement, gelegen an der Straßenfront der Pariser Kommune, beherbergt die flexiblen Büroflächen. Diese sind sowohl als zusammenhängende Großflächen als auch in kleineren Einheiten anmietbar. Parallel zum Bau hat die Vermarktung der Einheiten begonnen. Die Wohneinheiten orientieren sich zu den Seitenstraßen Am Wriezener Bahnhof und Wriezener Karree sowie zum begrünten Innenhof des U-förmigen Gebäudeensembles.
Verantwortlicher Eigentümer ist Equora Capital. Als Projektentwickler agiert DCD Services, während ZECH Hochbau die Bauausführung übernimmt. TCHOBAN VOSS Architekten zeichnen sich für den Entwurf verantwortlich. Lothar Schubert, geschäftsführender Gesellschafter der DCD Services, identifiziert den Anspruch, die verschiedenen Elemente und deren Nutzer in Ausgleich zu bringen, als Charakteristikum des B.YARD. Er hebt den gemeinsamen Innenhof als verbindendes Element hervor und betont die Schaffung von Räumen für Begegnung durch die Integration von Flächen für die Kunst- und Kreativszene.
Nachhaltigkeit als Kernaspekt
Ein zentrales Merkmal des B.YARD ist sein nachhaltiges Konzept. Rund zwei Drittel des Gebäudeensembles werden in modularer Holz-Hybrid-Bauweise realisiert. Diese Bauweise ermöglicht eine Reduktion der CO₂-Emissionen im Vergleich zur herkömmlichen Stahlbetonbauweise. Das Material Holz prägt nicht nur die Innenräume, sondern findet sich auch in der Fassadengestaltung wieder, was dem Ensemble einen spezifischen architektonischen Ausdruck verleiht. Auf den Dachterrassenflächen ist eine intensive Begrünung vorgesehen, und das oberste Dach wird vollständig mit Photovoltaik-Modulen ausgestattet. Angestrebt ist eine DGNB-Zertifizierung in Gold.
Dr. Murat Ay, CEO von Equora Capital, hebt die Vorbildfunktion des B.YARD im Nachhaltigkeitsbereich hervor. Er weist darauf hin, dass der Holzhybridbau mit seiner Emissionsreduktion die Investmentstrategie von Equora Capital ergänzt. Das Bürogebäude wird durch eine Tiefgarage mit Pkw- und Fahrradstellplätzen sowie eine Infrastruktur mit ergänzenden Angeboten im Erdgeschoss vervollständigt. Sergei Tchoban von TCHOBAN VOSS Architekten erläutert, dass der Entwurf sowohl multifunktionalen als auch ökologischen Anforderungen gerecht werden sollte. Zudem wurde eine Verbindung zwischen zeitgenössischer Architektur und der Neuinterpretation historischer städtebaulicher Strukturen angestrebt, um eine zeitlose Gestalt zu schaffen.




