Im aktuellen Marktumfeld, das seit der Zinswende und der steigenden Nachfrage nach erneuerbaren Energien im Immobiliensektor eine Präferenz für Objekte mit hohen ESG-Ratings aufweist, gewinnt die energieeffiziente Transformation von Gebäuden an Bedeutung. Während Objekte mit positiven ESG-Bewertungen Wertzuwächse verzeichnen, unterliegen Immobilien mit schlechten Ratings tendenziell Wertverlusten. In diesem Kontext positioniert sich das Berliner Unternehmen Fuchs & Eule, ein Spezialist für Energie- und Sanierungsberatung.
Eine Finanzierungsrunde über 10 Millionen Euro wurde unter der Führung von GET Fund als Hauptinvestor abgeschlossen. Weitere Kapitalgeber sind die Neuinvestoren PI Impact und WaVe-X sowie die Bestandsinvestoren SET Ventures, Picus Capital und Realyze Ventures. Die akquirierten Mittel sollen strategisch in die Erweiterung des digitalen Geschäftsmodells investiert werden, insbesondere in KI-Technologien, intelligente Screening-Verfahren, datenbasierte Analysen und individuelle Sanierungsberatungen. Ziel ist es, Immobilienportfolios umfassend energieeffizient umzugestalten und hierbei exakte, datengestützte Sanierungsentscheidungen zu ermöglichen, die eine Wertsteigerung der Bestände fördern.
Dienstleistungsspektrum und Marktrelevanz
Fuchs & Eule bietet professionellen Bestandshaltern ein datenbasiertes Leistungsportfolio. Der Einstieg erfolgt über ein KI-gestütztes Portfolioscreening, das Gebäude mit dem höchsten Sanierungs- und Wertsteigerungspotenzial identifiziert. Basierend darauf erstellen Experten detaillierte Gebäudeanalysen und digitale Zwillinge, aus denen wirtschaftlich sinnvolle Sanierungsmaßnahmen abgeleitet werden. Das Angebot wird durch eine Fördermittelberatung und -begleitung ergänzt, die Kunden von der Programmauswahl bis zur Antragstellung unterstützt. Diese Methode adressiert die Heterogenität des Gebäudebestandes in Deutschland, da eine universelle Sanierungslösung für Wohn- und Gewerbeimmobilien nicht existiert. Spezifische Fachkenntnisse sind hier ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die nachhaltige Umrüstung von Immobilien.
Eine Auswertung der bisher abgeschlossenen Projekte von Fuchs & Eule belegt eine durchschnittliche CO₂-Einsparung von 21,6 Tonnen pro Gebäude und Jahr. Dies unterstreicht die Wirksamkeit der eingesetzten Technologien. Dr. Tobias Frese, Co-CEO von Fuchs & Eule, stellte fest, dass die größte Herausforderung nicht die Sanierungsbereitschaft, sondern die Komplexität der Entscheidungen sei, welche durch KI-gestützte Analysen und Handlungsempfehlungen beherrschbar gemacht werden. Dr. Isabelle Canu, Partnerin bei GET Fund, hob hervor, dass Fuchs & Eule bauphysikalische Erkenntnisse in maßgeschneiderte, energetisch und wirtschaftlich sinnvolle Sanierungsmaßnahmen umsetzt. Diese individuelle Herangehensweise überzeugte die Investoren.
Regulatorische Anforderungen und Zukunftsperspektiven
Die Europäische Gebäuderichtlinie setzt hohe Standards für die energetische Sanierung. Diese Richtlinie schreibt vor, dass bis 2030 16 Prozent und bis 2033 26 Prozent der Nichtwohngebäude mit dem schlechtesten energetischen Zustand EU-weit saniert werden müssen. Ohne spezifische Expertise sind diese Zeitpläne nicht einzuhalten. Dr. Till Stenzel, Partner bei SET Ventures, betonte, dass Fuchs & Eule einen der relevantesten Dekarbonisierungshebel in Europa bedient. Lotte Stoltenborgh, Investment Managerin bei PI Impact, ergänzte, dass das Modell von Fuchs & Eule hochdetaillierte Daten, leistungsstarke KI-gestützte Berechnungen und fundiertes Fachwissen kombiniert, um fundierte Entscheidungen zu unterstützen.




