Das Immobilienprojekt MONACO, aktuell im Rohbau, hat im Juni das Straßenniveau erreicht. Projektleiter Udo Peuker der Rock Capital Group erklärte, dass der Baufortschritt derzeit ein Geschoss alle 25 Tage beträgt. Eine Besonderheit des MONACO ist die geplante Fassadengestaltung, die zum ersten Mal in Deutschland wesentliche Teile mit recycelten Kunststoffschindeln des niederländischen Unternehmens Pretty Plastic verkleiden wird. Dieses Vorgehen soll einen Beitrag zu einer abfallfreien Kreislaufwirtschaft leisten und gilt als Beispiel für nachhaltiges Bauen basierend auf dem Cradle-to-Cradle-Prinzip.
Das Gebäude wird sich über sieben Geschosse erstrecken und insgesamt circa 4.000 Quadratmeter Bürofläche bieten. Die verfügbaren Büroflächen sind ab etwa 600 Quadratmetern zur Anmietung vorgesehen. Alternativ besteht die Option, das gesamte Gebäude als Einzelmieterhaus zu nutzen. Zusätzlich sind rund 580 Quadratmeter Terrassen- und Dachflächen eingeplant, die eine weitreichende Aussicht ermöglichen sollen. Im Erdgeschoss wird zudem ein privater Pocket Garden angelegt.
Baufortschritt und Zeitplan
Die Fertigstellung des Rohbaus wird bis Herbst erwartet. Anschließend beginnt der Innenausbau. Die vollständige Fertigstellung des gesamten Projekts ist für Herbst 2027 projektiert. Die Rock Capital Group, vertreten durch ihren Gründer und geschäftsführenden Gesellschafter Peter G. Neumann, hebt hervor, dass der Standort im Werksviertel für ein Bauvorhaben wie das MONACO prädestiniert sei. Das Quartier sei von Kreativität sowie einem Zusammenspiel aus Bestand und zeitgenössischer Architektur geprägt. Die Nachfrage nach modernen New-Work-Flächen in dieser Lage wird als hoch beschrieben.
Details der Fassadengestaltung
Parallel zum Hochbau laufen die Vorbereitungen für die Fassadenmontage. Diese gilt als markantestes Merkmal des Gebäudes. Es ist vorgesehen, beinahe 12.000 Schindeln in einer Rautenstruktur anzubringen. Hierbei kommen sieben verschiedene Farbtöne zum Einsatz, die von Hellgrau über drei Grüntöne bis zu Bronze, Mauve und Lilac reichen. Das Material für diese Schindeln, bestehend aus recycelten Fensterrahmen, Rohren und PVC-Reststoffen von Baustellen, wird aus den Niederlanden bezogen. Dies unterstreicht den konsequenten Nachhaltigkeitsansatz des Projekts. Jede einzelne Schindel weist aufgrund des Herstellungsprozesses eine individuelle Marmorierung auf und kann bis zu achtmal recycelt werden.
Das MONACO-Projekt repräsentiert damit nicht nur die Schaffung neuer Büroflächen, sondern auch einen innovativen Schritt hin zu umweltfreundlicheren Bauweisen im deutschen Immobilienmarkt, insbesondere durch die Integration recycelter Materialien im Fassadenbau.




