Das erste Halbjahr 2026 verzeichnete auf dem deutschen Büroinvestmentmarkt ein Transaktionsvolumen von nahezu 2,3 Milliarden Euro. Dies stellt eine Steigerung um 10 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum dar. Eine langfristige Betrachtung offenbart jedoch eine Verfehlung des Zehn-Jahres-Durchschnittswertes um 71 Prozent. Savills registrierte in diesen sechs Monaten 65 Transaktionen, eine Zahl, die dem Vorjahr ähnelt.
Die Spitzenrenditen für Büroimmobilien in fünf der sechs Top-Märkte blieben im Vergleich zum Vorquartal stabil. Lediglich in Düsseldorf wurde ein Anstieg um 10 Basispunkte verzeichnet. Der Durchschnitt der Spitzenrenditen über alle Märkte hinweg lag bei knapp 4,4 Prozent und entsprach damit dem Niveau des Vorjahres.
Marktdynamik und Produktspezifische Nachfrage
Karsten Nemecek, Deputy CEO Germany und verantwortlich für den Bereich Capital Markets bei Savills, charakterisiert die aktuelle Marktphase als Findungsphase. Er weist darauf hin, dass das Angebot an Büroimmobilien zwar zunimmt, die Liquidität im Markt jedoch begrenzt bleibt. Dies führt dazu, dass neben erfolgreich abgeschlossenen Transaktionen auch abgebrochene Prozesse zum regulären Marktgeschehen gehören. Jeder Vorgang, unabhängig von seinem Ausgang, liefert wertvolle Informationen über die Handelbarkeit von Produkten und die Preisgestaltung.
Ein Beispiel dafür ist das anhaltend hohe Interesse von Family Offices an kleineren Core-Objekten. Im Gegensatz dazu zeigen sich bei großvolumigen Objekten über alle Risikoklassen hinweg häufig Schwierigkeiten, und diese werden im Pricing entsprechend adjustiert. Dieser Zugewinn an Transparenz wird potenziell dazu beitragen, dass Käufer- und Verkäuferinteressen in Zukunft vermehrt Übereinstimmung finden. An der grundsätzlichen Marktdynamik werden sich in den kommenden Monaten voraussichtlich keine wesentlichen Änderungen ergeben.
Rund drei Viertel des gesamten Transaktionsvolumens entfielen auf die Top-6-Märkte. In diesen Märkten erhöhte sich das Transaktionsvolumen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 74 Prozent. Die Anzahl der Transaktionen in den Top-6-Märkten nahm um 8 Prozent zu. Trotz dieser Anstiege liegen beide Kennzahlen weiterhin deutlich unter dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre.




