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Hamburger Bürovermietungsmarkt im ersten Halbjahr 2026: Flächenumsatz rückläufig, Mietpreise stabil

Der Hamburger Bürovermietungsmarkt verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 einen Rückgang des Flächenumsatzes, während die Spitzen- und Durchschnittsmieten eine stabile Entwicklung aufzeigten.

Hamburger Bürovermietungsmarkt im ersten Halbjahr 2026: Flächenumsatz rückläufig, Mietpreise stabil

Der Bürovermietungsmarkt in Hamburg registrierte im ersten Halbjahr 2026 ein Flächenumsatzvolumen von 189.700 m², basierend auf Analysen von Cushman & Wakefield. Dies entspricht einer Unterschreitung des Vorjahreszeitraums um etwa 11 Prozent. Das Ergebnis liegt zudem 17 Prozent unter dem Fünfjahresdurchschnitt von 229.600 m² und 23 Prozent unter dem Zehnjahresdurchschnitt von 244.900 m².

Im Detail erreichte der Flächenumsatz im zweiten Quartal 2026 89.300 m², was einen Rückgang von 11 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2026 (100.400 m²) und einen Rückgang von 13 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2025 (103.100 m²) darstellt. Insgesamt wurden im ersten Halbjahr 2026 297 Abschlüsse aus Neuvermietungen und Eigennutzertransaktionen verzeichnet; 157 dieser Abschlüsse entfielen auf das zweite Quartal. Dies signalisiert eine Tendenz zu kleinteiligeren Anmietungen, obwohl die Anzahl der Abschlüsse gegenüber dem Vorjahr insgesamt gestiegen ist.

Mietpreisentwicklung und Marktdynamik

Die Mietpreisentwicklung im ersten Halbjahr 2026 zeigte einen stabilen Aufwärtstrend. Die erzielbare Spitzenmiete erreichte 37,50 Euro/m², was einer Steigerung von 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert entspricht. Dies markiert den zweithöchsten Anstieg unter den deutschen Top-5-Büromärkten, jedoch bei weiterhin geringstem Volumen. Die gewichtete Durchschnittsmiete verzeichnete einen leichten Anstieg von 0,5 Prozent auf 22,10 Euro/m² im Vergleich zum Vorquartal. Eine Vertreterin von Cushman & Wakefield wies darauf hin, dass die Zunahme sowohl der Spitzen- als auch der Durchschnittsmiete die Robustheit des Hamburger Büromarktes unterstreiche.

Die Innenstadt war im zweiten Quartal für etwa 29 Prozent des Umsatzvolumens verantwortlich. Ein maßgeblicher Abschluss war hier die Interimsanmietung von rund 7.600 m² Bürofläche durch die Deutsche Bank im Objekt „Emporio“. Weitere wichtige Teilmärkte waren der Hafenrand mit circa 11 Prozent Anteil am Marktgeschehen und die City Süd mit über 10 Prozent des Flächenumsatzes. Der größte Einzelabschluss des ersten Halbjahres war die Eigennutzertransaktion der MSC für ihre neue Deutschlandzentrale mit etwa 12.800 m² in der HafenCity.

Angebot und Ausblick

Der Büroflächenleerstand in Hamburg ist zum Ende des ersten Halbjahres 2026 weiter gestiegen und erreichte eine Quote von 7,0 Prozent. Dies liegt 40 Basispunkte über dem Wert des Vorquartals und 90 Basispunkte über dem des Vorjahres. Insgesamt standen rund 1,0 Mio. m² Bürofläche kurzfristig zur Verfügung, wovon etwa 74.800 m² auf Untermietangebote entfielen. Die Entwicklungspipeline umfasst derzeit rund 427.200 m² Bürofläche im Bau, von denen noch etwa 224.600 m² verfügbar sind, was einer Vorvermietungsquote von rund 47 Prozent entspricht.

Im ersten Halbjahr 2026 wurden etwa 88.200 m² Bürofläche fertiggestellt, davon rund 47.200 m² im zweiten Quartal. Die Verfügbarkeit dieser Flächen betrug 26 Prozent. Zu den größten Fertigstellungen im zweiten Quartal zählten unter anderem das Projekt „Borx“ in der City Süd mit rund 22.000 m², das Bürogebäude der Feuerwehrleitstelle mit circa 8.100 m² sowie die „Flüggerhöfe“ im Hafenrand mit rund 5.000 m² Bürofläche. Für das zweite Halbjahr 2026 werden weitere größere Flächengesuche erwartet, deren Abschluss noch abzuwarten bleibt. Der Hamburger Büromarkt wird voraussichtlich von einer selektiven Nachfrage und der anhaltenden Attraktivität hochwertiger Flächen in zentralen Lagen geprägt sein.

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